Playa del Moro.

Der Strand.

Der Playa del Moro, der Strand des Mauren, ist ein ausgesprochen schöner rund 250 m langer Sandstrand, der flach ins Meer abfällt. Der Sand ist goldgelb bis weiss und absolut fein. Ideal, um darauf in der Sonne zu liegen. Das haben aber am Playa del Moro die Wenigsten vor, weil in der kleinen vorgelagerten Bucht oft ein angenehmer Beachbreak zu finden ist, der gut für Anfänger des Surfsports geeignet ist. Das zieht Surfschulen mit ihren Schülern an. Das Lineup ist daher in der Hauptsaison ziemlich busy bis überfüllt. In der Nebensaison, wenn die Surfschulen nicht unterrichten, ist er aber meist ausgestorben. Die Pros, die dann noch zum Surfen auf er Insel sind, suchen anspruchsvollerer Breaks.

Aber auch Schwimmer finden am Playa del Moro eine gute Gelegenheit ins Wasser zu gehen und das unter dem Auge eines Lifeguards. Damit sich diese mit den Surfern nicht in die Quere kommen, weisst ein Schild darauf hin, dass der südliche Teil der Bucht den Schwimmern, der nördliche den Surfern vorbehalten ist. Nicht Regel konformes Verhalten wird vom Lifeguard gleich mit einem schrillen Pfiff aus der Trillerpfeife quittiert. Ähnliches passiert, wenn er die rote Fahne gehisst hat. Wer sich dann ohne Surfboard oder Bodyboard, das mit einer Leash am Körper hängt, ins Wasser begeben will, wird sofort im wahrsten Sinne des Wortes zurückgepfiffen. Die Lifeguards an den Stränden lassen keine Diskussion aufkommen, wer hier das Sagen hat. Bei rund 70 uneinsichtigen Touristen, die 2017 auf dem kanarischen Archipel ertranken, ist das auch gut so. Die meisten Touristen können sich nicht vorstellen, welche enorme Sogwirkung eine Unterströmung entfacht. Wer sich dann falsch Verhält, hat keine Chance. Mit kühlem Kopf ist aber auch einer Unterströmung zu entkommen.

Störend ist nur die FV-1a, die am Strand vorbei führt. So der Beschluss der autonomen Provinz nicht gekippt wird, wird die Strasse nach Fertigstellung der neuen Autobahn FV-1 abgerissen. Dann wird es am Playa del Moro leer werden. Ohne Fussmarsch oder Boot ist der Surfspot dann nicht mehr zu erreichen. Echte Surffreaks und Naturliebhaber wird das nicht abhalten. Es wird wohl ein Strand für Insider werden. Eine gute Sache.

Die Strände Fuerteventuras: Playa del Moro

Wassersport + Entspannung.

Auf Grund des moderaten Beach Breaks erfreut sich der Playa del Moro bei Surfeinsteigern und Surfschulen grosser Beliebtheit. Aber auch Sonnenanbeter und Schwimmer werden von der schönen sandigen Bucht und dem klaren Wasser angezogen. Das sich beide Gruppen harmonisch den Strand teilen, darüber wacht ein Lifeguard mit strengem Auge.

Wer den Playa del Moro nur aus den Sommermonaten kennt und ihn einmal Mitte September oder Oktober aufsucht, wird sich wundern wie ausgestorben es ist. Off Season obwohl der Atlantik gerade seine höchste Wassertemperatur erreicht und das Klima am angenehmsten ist.

Infrastruktur.

Am Playa del Moro befindet sich der Strandbesucher in El Jable in "the middle of nowhere". In südlicher Richtung wird man in Bezug auf Einkaufsmöglichkeiten, Tankstelle u.ä. erst wieder in Puerto del Rosario fündig. In die andere Richtung findet sich alles was man brauchen könnte in Bezug auf Einkaufen, medizinischer Versorgung,  Gastronomie etc. in Corralejo. Auf halber Strecke dort hin, an den "Los Hoteles", liegen um die Hotels drei Chiringuitos am Strand und an den Hotels ein Hyperdino Express Supermarkt. Die spanische Kette Hyperdino ist gut sortiert und preislich interessant, solange nicht der Zusatz "Express" angebracht ist. Hyperdino Express finden sich in Innenstädten und an Touristenspots, haben ein etwas reduzierteres Angebot, dafür oft Dinge, die Mitteleuropäer lieben und in Spanien sonst nicht gehen. An der Preisschraube wird raffiniert gedreht. Spirituosen und ähnliches ist auf Grund der geringen Steuern enorm billig, die normalen Lebensmittel aber meist doppelt bis dreimal so teuer wie in normalen Hyperdinos.

Der Weg zum Strand.

Wer kein Boot hat und das wird wohl die Regel sein, der hat nur drei Möglichkeiten. Die Erste ist von den Ríu Hotels, oder auch von Corralejo, eine schöne Strandwanderung zu unternehmen. An den Hotels liegt die einzige Bussation im Dünengebiet El Jable. Sie wird vom Bus Linie No. 6 von Puerto del Rosario oder Corralejo angefahren.

Die meisten Surfer kommen mit dem Auto oder dem Minivan der Surfschule. Es gibt nur wenige Parkplätze, sodass es in der Saison eng wird und man auch regelmässig zugeparkt wird. Im vorderen Teil der Abstellfläche  ist der Sand tief und laufend fahren sich Autos fest. Da es genug Helfer gibt, wird der Pechvogel meist von einer grösseren Gruppe aus dem Sand befreit.

Die dritte Variante ist per Autostopp. Selbst mit einem Surfboard stehen die Chancen nicht schlecht, oft sogar besser. Viele Surfer und nicht Surfer die den Vanlife Style pflegen, sind auf den Kanaren unterwegs und nehmen gerne hilfsbereit mit. Da Fuerteventura eine extrem sichere Insel ist, Gewallt Verbrechen eher eine unbekannte Grösse darstellen, besteht auch geringe Gefahr beim Trampen. Die Insel ist zu übersichtlich, ohne Flugzeug oder Fähre kommt niemand von oder auf die Insel. Die Guardia Civil macht fast jeden Dingfest, der etwas am Kerbholz hat. Das ist bekannt.

GPS Position:
N 28° 40' 20,4" | W 013° 50' 00,2" 


Die Dünen von El Jable Corralejo Fuerteventura.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Frühmorgens durch die Dünen von El Jable.

Wer in Corralejo wohnt, sollte sich nicht entgehen lassen, frühmorgens durch das Dünengebiet El Jable zu wandern. Gerade in den heissen Sommermonaten ist das ein besonderes Erlebnis, wenn die Morgenkühle über den mächtigen Dünen liegt, die Luft feucht ist und nach Meer riecht, der Tau im Licht glitzert. So wird sichtbar, woher die Pflanzen ihr Wasser zum Überleben nehmen. Kaum geht die Sonne auf, kehrt sich der frische Morgen, der durchaus einen Pullover verträgt, blitzartig in einen subtropisch warmen Tag.

Rund 20 Hektar ist das Wanderdünen Gebiet gross. Stundenlang kann darinnen herumgelaufen werden und wer öfter nach Fuerteventura kommt, wird es jedes Jahr wieder ganz anders vorfinden. Der Barfussläufer wird spüren, wie der Wind die Dünen baut und formt. An der Luv Seite geht es über gepressten Sand, kaum wird die Düne überschritten, sinken die Füsse in der Lee Seite in tiefen, weichen Sand ein. Das frühe Aufstehen lohnt sich. Am besten den Spaniern nachmachen und den Schlaf dann zur Siesta nachholen. Eine nachahmenswerte Art den heissen Sommer zu durchleben und zu geniessen!

Insider Tipp

Playa de la Arena – zu einem der entlegensten Surfspots von Fuerteventura.

Wer ein gutes Auge oder einen Feldstecher hat, kann vom Playa del Moro, klare Sicht vorausgesetzt, den Playa de la Arena auf der Isla de Lobos sehen. Das ist wohl einer der entlegensten und am wenigsten bekannten Surfspots von Fuerteventura. Wer etwas ganz ausgefallenes sucht – bitte schön.

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