Sightseeing – die Inselmitte von Fuerteventura entdecken.

Kulturelle Wiege der Spanier auf dem Kanarischen Archipel.

So wie der Norden von Fuerteventura ein urlaubsfüllendes Besichtigungsprogramm bietet, ist dies auch im nördlichen Bereich der Inselmitte von Fuerteventura. Mit der 1405 gegründeten ehemaligen Hauptstadt Betancuria und der rechtlichen Grundsteinlegung des Klosters San Buenaventura am 1. April 1416, bildet Fuerteventura den Ursprung der Conquista des kanarischen Archipels sowie der Christianisierung. Zum Vergleich, Teneriffa wurde erst im Jahr 1496 erobert. Viel historisches der ersten Stunde wurde 1593 vom Piraten Xabán Arráez zerstört, der auch die Iglesia Santa María und das Kloster San Buenaventura niederbrannte und damit das historische Archiv vernichtete. Ein halbes Jahr wütete er und seine Mannschaft auf Fuerteventura, versäumte auch nicht die kleine Kapelle im Valle de Santa Inés auszurauben und alle Symbole seiner christlichen Glaubensfeinde zu zerstören. Als er genug weisse Sklaven gemacht hatte, verlies er Fuerteventura Richtung Afrika. Die verbliebenen Bewohner der Insel bauten die Ruinen wieder auf.

Die Orte im Zentralmassiv der Insel atmen Geschichte. Vor Ort wird wenig dokumentiert, vieles ist auch den Ansässigen schlichtweg nicht bekannt. So sollte der Erkundungsreisende gut beschlagen auf Besichtigungstour gehen, um in die spannende Zeit eintauchen zu können, die sich vor ihm ausbreitet. Besonders reizvoll die Verbindung von Naturschönheiten mit Geschichte. Das Felsentor "Arco del Jurado", der Bogen der Geschworenen, nicht nur Naturspektakel einst auch Grenzpunkt zweier Verwaltungsbezirke, verbrieft am 20. Februar 1612 einen Tag vor der Fiesta im Ort Valle de Santa Inés. Mehr noch, am Arco del Jurado ging Gadifer de La Salle 1404 an Land. Viele landschaftliche Schönheiten haben viel Geschichte gesehen. Hier wird sie erzählt.

Auch Wirtschaftsgeschichte wird erlebt: Caleta de Fuste mit El Cotillo die einst wichtigsten Handelshäfen an der Ost- bzw. Westküste, die letzte Saline der Insel in Salinas del Carmen, das schönste Museum der Insel in Antigua, das Aussichtsmuseum am Morro Velosa (662 m) entworfen vom Stararchitekten und Künstler César Manrique der u.a. mit Andy Warhol verkehrte, die alten Kalköfen bei Ajuy und vieles mehr.

Ein dichtes Programm wartet auf den Wissenshungrigen und an so mancher Ecke wird er überrascht feststellen, das einige recht prominente Persönlichkeiten aus winzigen, einfachen Dörfern Fuerteventuras heraus, durch harte Arbeit eine internationale Karriere antraten. Wie aus La Ampuyenta  Doctor Mesa y Mena, einer der besten Tropenmediziner seiner Zeit, der zur Behandlung u.a. die physikalische Medizin einführte, in Havanna und der Sorbonne studierte, zum gefragten Vortragenden an der Medizinischen Gesellschaft New York wurde, Ehrenprofessor der medizinischen Fakultät Cadíz war und Fuerteventura das erste Krankenhaus der Geschichte stiftete.

Die Inselmitte Fuerteventuras ist spannend, erlebnisreich und schön – brechen wir auf.

Westen

Antigua und Umgebung.

Antigua, wenig bekannt Kurzzeit Hauptstadt der Insel. Zur Wallfahrt Romería Virgen de la Peña und der kanarischen Kunsthandwerks Messe wird sie zum Inselmittelpunkt. Das wohl schönste Museum der Insel findet sich am Ortsrand.

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Betancuria und Umgebung.

Betancuria, Kirche und Kloster Ursprung der Christianisierung, gelegen unter dem Aussichtsberg mit Museum dem Morro Velosa (662 m), im Ort das Archäologie Museum und auch der ganz "normale Rest" hübsch herausgeputzt.

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Vega de Río Palmas und Umgebung.

Vega de Río Palmas, ein Name wie ein Hollywood streifen, beherbergt in der für den Ort überdimensionalen Kirche das älteste christliche Symbol der Kanaren. Staudamm und alte Obstgärten Relikt einst florierender Landwirtschaft.

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Ajuy und Umgebung.

Ajuy, geologisch der älteste Teil des kanarischen Archipels. Die grossen Vulkanhöhen in den Klippen ziehen Touristen an. Neben ihnen grosse historische Industrie Kalköfen und eine halsbrecherische Mole.

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Pájara und Umgebung.

Pájara, grösste Gemeinde der Insel, mit mächtiger Kirche, neben Betancuria und La Oliva die einzige dreischiffige. Ein Fries am Portal in aztekischem Stil Touristenmagnet, die Holzdecke im Mudéjares Stil fällt nur Kennern auf. 

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Osten

Salinas del Carmen und Umgebung.

Salinas del Carmen, das bedeutete Salzwirtschaft in einer genial angelegten Saline und Kalkbrand im grossen Stil. Der Handelshafen Caleta de Fuste stellte die Logistic. Heute Schausaline kann dort ein spezielles Salz "Espuma del Mar" (Meerschaum Salz) gekauft werden.

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Pozo Negro und Umgebung.

Pozo Negro, wasserreich am Ende des Malpais Grande. Das nutzten schon die Ureinwohner, wie die rekonstruierte Majorero Siedlung Poblado Antilayita zeigt. Pozo Negro taucht schon sehr früh auf historischen Karten als Hafen auf.

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La Ampuyenta und Umgebung.

La Ampuyenta, unscheinbar doch geschichtsträchtig. Erstes Krankenhaus der Insel, gegenüber das Haus des Stifters Doctor Mesa y Mena. Auch das Geburtshaus Fray Andresitos findet sich, heute noch hoch verehrt in Uruguay und Chile.

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Tiscamanita und Umgebung.

Tiscamanita liegt auf einem windigen Hügel. Dort wurde das Getreide aus den östlich gelegenen Ebenen um Tuineje vermahlen. Rund um die wohl älteste erhaltene Windmühle von Fuerteventura liegt das Mühlenmuseum.

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