Cañada de Melián – sandiger Barranco am Vogelschutzgebiet.

Was gibt es zu sehen und entdecken?

Der Cañada Melían, der Hohlweg Melían, ist ein interessanter Barranco, Wasserlauf. Im Sommer staubtrocken mit tiefem, feinen Sand, kann sich kaum vorgestellt werden, dass dort in der Regenzeit ein ordentlicher Fluss durchfliesst. Im oberen Bereich des Cañada, also Richtung Tindaya, ist dies gut zu sehen. Dort hat das Wasser eine beeindruckend tiefe Schneise in die Landschaft gefressen. Links und rechts des Weges steigen meterhohe Sandflanken auf. Im unteren Teil nahe Lajares, wo das Wasser natürlich auslaufen würde, sind links und rechts von Menschenhand errichtet Sandwälle zu sehen. Sie leiten das Wasser auf die Gavias vor Lajares, auf denen die Sandwüste plötzlich, menschlich inszeniert, ins Grün wechselt.

Östlich des Cañada Melían liegt ein eingezäuntes Vogelschutzgebiet, das nicht betreten werden darf. Von den Zäunen kann aber mit einem guten Feldstecher Interessantes ausgemacht werden. Geologisch interessant sind im oberen südlichen Teil die vielen sandigen Hügel, dünengleich, aufgefaltete Sedimente, alter Meeresboden. Die Einheimischen nennen diese Ecke "das Labyrinth", da man in ihm, durch das laufende auf und ab in den Hügeln, leicht die Orientierung verliert.

Der Barranco Cañada Melían kann mit dem Auto durchfahren oder zu Fuss durchwandert werden. Mit dem Mountainbike macht es keinen rechten Spass. Teilweise ist der Sand so tief, dass kein Durchkommen ist. Ein E-Bike kann abhilfe schaffen! Aber zu Fuss geht es besser. Wer sich per Pedes aufmacht, sollte darauf gefasst sein, dass es im Cañada Melían im Sommer extrem heiss wird. Im Barranco ist es dann völlig windstill, die Sonne brennt vom Himmel, sodass im Juli und August Temperaturen jenseits der 40 Grad herrschen können. Wer mit dem Auto durch den Barranco will, sollte das mit viel Gefühl machen, um das schöne Stück Natur nicht kaputt zu fahren. Also den Weg nicht verlassen, obwohl es theoretisch nicht verboten ist. Der Sand ist stellenweise so tief, dass ohne echten Geländewagen nicht durchzukommen ist. Am besten wird von Tindaya aus gestartet. Dann geht es immer abwärts. Aufwärts fahrend treten einige Passagen auf, die von einem nicht versierten Offroad Fahrer schwer zu nehmen sind. Da könnte schon mal der Wagen kippen. Am besten die Strecke vor Start auf einer guten Karte ansehen. Unzählige Pisten zweigen ab, die in Sackgassen oder nur extrem zu fahrendem Gelände münden.

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Für wen lohnt der Besuch?

Der Barranco Cañada Melían eignet sich natürlich besonders für Städter, die endlich einmal einen Geländewagen im richtigen Offroad Modus bewegen wollen. Von Tindaya kommend abwärts ist er leicht zu meistern, lediglich im oberen Teil gibt es, nach starken Regenfällen, einige heikle Passagen, die aufwärts fahrend nur von Könnern zu nehmen sind. In den Wintermonaten nach heftigen Regenfällen, auch wenn das Wasser schon wieder verschwunden ist, sollte der Barranco Cañada Melían gemieden werden. Dann kommen selbst Jeep Fahrer im unteren Bereich nur durch, ohne stecken zu bleiben, wenn sie die tückischen Stellen kennen, die gar so harmlos aussehen.

Für Wanderer und Birdwatcher ist die Gegend ein wunderbares Naturerlebnis. Die ärgern sich natürlich massiv über Geländewagen, besonders wenn Einheimische, was sie lieben, in Höllengeschwindigkeit auf Motocross Maschinen und Rennquads durch den Barranco preschen. Das Befahren ist zwar erlaubt vielen aber nicht bekannt, auf Pisten darf auf Fuerteventura nicht schneller als 30 Km/h gefahren werden.

Infrastruktur.

Im gesamten Gebiet des Barranco Cañada Melían gibt es natürlich keine Infrastruktur. In Tindaya, guter Startpunkt für die Erkundung des Barranco Cañada Melían, sind zwei Lebensmittelgeschäfte, zwei Bars und ein Restaurant angesiedelt. Lajares bietet alles, was gebraucht werden könnte. Vom Supermarkt über Apotheke, Bankomat, Bars, Restaurants, Surfschulen bis zum Veterinär reicht das Angebot.

Schnell gefunden.

Ausgangspunkt für die Tour in oder durch den Barranco Cañada Melían ist entweder der Kreisverkehr auf der FV-10 bei Lajares oder der Ort Tindaya an der Bushaltestelle im unteren Teil des Ortes. Beide Punkte können mit dem Bus erreicht bzw. kann an beiden Punkten das Auto geparkt werden, so zu Fuss losgezogen wird.

Wer den Barranco komplett durchwandern will, kann das komplett mit dem Bus machen, oder auch nur mit einem Auto, um nicht wieder zurück zu müssen. Es wird am besten in Tindaya gestartet, denn der Ort wird nur von der Linie 7 und das nur dreimal täglich, angefahren. Die Linie 7 passiert auch Lajares, das Auto wird dort abgestellt. Zurück in Lajares bietet sich bis spät nachts die Linie 8 nach Corralejo oder El Cotillo an, die mindestens stündlich verkehrt.


Playa Esquinzo Tindaya Fuerteventura.

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Playa Esquinzo – landschaftlich ein Hingucker, Surfer lieben ihn wegen der Welle.

Wer im Barranco Cañada Melían zu Fuss unterwegs war, wird ziemlich ins Schwitzen gekommen sein. Da ist es genau richtig, sich einwenig im Atlantik abzukühlen und die müden Knochen auf einem schönen Sandstrand in der Sonne auszustrecken. Der Playa de Esquinzo unweit des Cañada Melían eignet sich besonders gut dafür.

Landschaftlich ist er ein Hingucker, erreicht wird er durch den traumhaften Barranco Esquinzo oder indem von einer Klippe abgestiegen wird. Die Surfer lieben ihn wegen der grossen Bucht und schönen Welle, die dort bricht, ruhesuchende Sonnenanbeter und Naturliebhaber finden am feinen Sand ruhige Ecken, um Meer, Sand und Sonne zu geniessen.

Wer im Norden unterwegs ist, sollte den Playa de Esquinzo auf keinen Fall verpassen.

Insider Tipp

Barranco Encantado – der verzauberte Barranco!

Wem der Barranco Cañada Melían gefallen hat, der sollte auf keinen Fall den Barranco Encatado, den verzauberten Barranco, verpassen. Er liegt ganz in der Nähe und ist ein Naturjuwel. Ähnlich wie der Cañada Melían fräste Wasser den Brranco, dass an die Westküste Tindayas abläuft. Die Flanken bestehen aus pitoreskem jahrtausende altem gepressten Sand, die abstrakte Formen bilden. Sedimente des ehemaligen Meeresboden, durch die Hebung der Atlantischen Platte über das Wasser befördert.

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