Die Wasserversorgung auf Fuerteventura.

Historische Trinkwassergewinnung – Aljibe, Schaufel-Brunnen, Chicagos + Klärsteine.

Heutzutage ist kaum vorstellbar, das auf der Wüsteninsel Fuerteventura ohne Wasseraufbereitung gelebt werden konnte. Gut organisiert und wenn nicht der Anspruch nach  Trinkwasser aus der Leitung, Vollbädern, morgendlichen Duschen und ähnlichem besteht, dann geht das. Denn es gibt neben den spärlichen Regenfällen von rund 114 mm pro m2 und Jahr, also ein Achtel des mittleren Deutschen Niederschlages, reiche Vorkommen an Grundwasser, das in Barrancos knapp unter der Oberfläche fliest, im Landesinneren oft reichlich ab 5 Meter Tiefe vorkommt. Und Ecken der Insel wie Aqua des Bueyes sitzen geradezu auf Wasser, denn sie sind hydrografische Becken, das heisst es fliesst von allen Seiten Wasser ein, aber nirgendwo ab. So besteht ein grosses unterirdisches Wasserreservoir, über Jahrzehnte aufgebaut, dass selbst bei grösster Trockenheit nie versiegt. Man muss nur wissen, das es da ist und wie man ran kommt. Einziger Haken bei dem vielen Grundwasser der Insel ist jener, dass es extrem mineralisch ist. Werden Brunnen gegraben, ergibt sich ein hübsches Bild. Ein milchig intensiv türkises Wasser steht im Brunnenloch. Als Trinkwasser für Menschen ist es erst nach Aufbereitung geeignet. Einge Pflanzenarten wie die Tomate kommen mit dem Wasser aber gut zurecht. Sie ist zwar wassergierig wie kaum eine andere Pflanze, dafür ist sie aber mit fast jedem Wasser zufrieden. Auch die kanarische Palme mag es oder der Granatapfel. Daher gab es in Aqua des Bueyes genauso wie um Vega de Río Palmas reiche Obstgärten. Aber was macht der Mensch? Einfach, er setzt Technologie ein und filtert es. Jeder Haushalt hatte einen Klärkasten in der Küche stehen. In einen grossen Topf wurde oben das milchige Wasser eingefüllt. Es lief auf einen Vulkanstein, sickert durch ihn durch und tropfte unten langsam in ein Gefäss. Gefiltertes Wasser stand trinkbar zur Verfügung. Nicht anders entsteht Mineralwasser, wenn es durch Berggestein sickert. Ein solcher schöner Kasten ist zum Beispiel im Museum des Doctor Mesa y Mena in La Ampuyenta zu sehen. Oder im Haus des renommierten spanischen Literaten Benito Pérez Galdós in Las Palmas, der noch vor gut 100 Jahren als wohlhabender Bürger in Las Palmas de Gran Canaria sein Trinkwasser so aufbereitete. Zeitzeugen aus den Alpenregionen geben jedoch zu Protokoll, das Wasser würde so schmecken, dass es erst übertüncht durch eine starke Fleischbrühe erträglich würde. Es muss aber festgehalten werden, dass der Wasserbedarf von Fuerteventura rein auf der menschlichen Seite in Form von Trinkwasser nicht exorbitant war. Bis die Wirtschaft im 17. / 18. Jhd. begann durch Karmin, Kali, Soda, Kalk und dann die Konservenindustrie zu boomen, lebten Jahrhunderte lang nur 2,5 tsd. bis maximal 4,5 tsd. Menschen auf der Insel und erst in der goldenen Zeit stieg die Bevölkerung im 18. Jhd. auf knapp 8 tsd. an. Das bliebt so, bis sich in den 1970igern der Tourismus entwickelte.

Die Strategie auf Fuerteventura hiess also Regenwasser auffangen und Grundwasser fördern. Regnet es, füllen sich die Barrancos zu reissenden Flüssen und genauso schnell wie das Wasser kommt, ist es auch wieder im Atlantik verschwunden. So wurden am Ende von Barrancos "aljibe" angelegt, Zisternen, ein System überirdischer und unterirdischer Becken, die in einem Tank, der Zisterne endeten. Das Wasser durchströmte die Absetzbecken, der Schlick setzte sich ab und in einem gut konstruierten System kann dann in der Zisterne klares Wasser an. Aber auch das musste über den vulkanischen Klärstein endgefiltert werden, denn der Regen aus den Passatwolken ist extrem salzig, denn es ist kondensiertes Atlantikwasser das abregnet. Solche aljibe sind heute noch überall zu sehen wie am Faro de Tostón, in El Cotillo, Puerto Lajas oder der Isla de Lobos am Faro Martiño. Die meisten Archive sind noch funktionstüchtig und so sieht man immer wieder die Tankwägen der Inselverwaltung vorfahren, die die Palmenaleen wässern, um dort kostenloses Wasser zu zapfen. Die kanarische Palme mag es. Auf den Feldern wurde das Wasser ähnlich zurückgehalten mit dem System der nordafrikanischen Gavias.

An das Grundwasser zu kommen war auch gar nicht so schwer. Einen einfachen Brunnen in einem Barranco graben reichte. Wünschelroute nicht notwendig, dort wo Palmen oder besser Tamarisken stehen, weil letztere keine metertiefen Pfalwurzeln haben, ein Loch graben und nach einem Meter oder mehr, je nachdem wieviel Regen es in letzter Zeit gab, kommt das Wasser. Das wurde dann mit Schaufelbrunnen nach oben gefördert, kontinuierlich angetrieben und bewässerte die Felder. Ein solcher historische Schaufelbrunnen ist in Betancuria, am Ende des Barranco de Covento der vom Morro Velosa hinabfliesst, zu finden. Moderner ging es kurz nach 1900 zu, nachdem die "Aermotor Windmill Company" die einfachen und soliden Windräder mit Wasserpumpen in Chicago erfand. Das erste mathematisch berechnete Windrad, hoch effizient. Ein wahrer Run auf diese Wind-Wasserpumpen entstand auf Fuerteventura, sie wurden in grosser Zahl aus Chicago nach Fuerteventura verschifft und noch heute wird von "Chicagos" gesprochen, wenn ein Windrad mit Wasserpumpe gemeint ist. In grosser Anzahl recht verfallen im hydrografischen Becken von Aqua des Bueyes zu finden. Die "Chicagos" so robust, das einige noch in Betrieb sind wie in Buen Paso am Ende des Barranco de las Peñitas.

Eine sehr effektive Methode war auch an Berghängen Quellen zu erschliessen. Die Hügel von Fuerteventura mit porösem Lavagestein saugen nicht nur Niederschläge sondern auch die Nachtfeuchte der Luft wie ein Schwamm auf. Das Wasser sickert durch den Berg und wird dabei gleichzeitig entsalzt. Erreicht es wasserundurchlässige Sedimentschichten, tritt es an der Bergflanke aus. Werden an diesen Quellen Stollen in den Berg getrieben, fangen die Stollen Wasser in grossem Umfang auf. Durch den Stollen fliesst es dann in Brunnenbecken. So wurden beispielsweise mit der so angezapften Quelle Fuente de Tababaire die Felder um La Oliva bewässert, bei El Cardón nutzte man die Quelle El Tanquito. Das Wasser aus solchen Quellen, da durch das Lavagestein gefiltert, ist kristallklar und kann direkt getrunken werden. Auch in Cofete oberhalb der Villa Winter findet sich so ein Wasserstollen. Man erzählt sich Gustav Winter plante dort einen Eisenbahntunnel nach Morro Jable. Teils haarsträubend, was über den armen Don Gustavo für ein Unsinn erzählt wird. Wer direkt gegenüber der Villa Winter im Osten bei den Casas de Joros in die Barrancos streift, wird einige dieser Wasserstollen finden. Eine uralte Methode und auch heute noch im Einsatz. Ganz Innsbruck erhält sein Trinkwasser aus solch einem Stollen im Karwendel.

Das "aljibe", die Zisterne am Leuchtturm Faro de Tostón bei El Cotillo Fuerteventura.

Trinkwasser für die Hauptstadt.

Bis die Briten am Anfang des 19. Jhd. auf Fuerteventura so richtig los legten, gab es keine grossen Siedlungen. Kleine verstreute Weiler, die Wasserversorgung erfolgte dezentral im Kleinen. Jeder kümmerte sich selber. Als jedoch die Briten die erste grosse Stadt auf Fuerteventura entwickelten, 1805 Puerto de Cabras, das heutige Puerto del Rosario mit immer noch 40% der Inselbevölkerung, ging das nicht mehr. Der führende Hafen der Insel entstand, selbst eine britische Botschaft siedelte sich an, ein Trockendock im Hafen wurde notwendig, eine Infanterie Kaserne wurde in in El Charco errichtet. Schon 1860 löste Puerto de Cabras Antigua als Hauptstadt ab. Eine typische, bisher so auf Fuerteventura nicht bekannte moderne, arbeitsteilige Gesellschaft entstand. So musste eine Lösung in Bezug auf die Wasserversorgung her und der Barranco Río de Cabras wurde zur Wasserader der Hauptstadt. Das Unternehmen "La Esperanza", "Die Hoffnung", erhielt 1899 die Lizenz den Barranco wassertechnisch zu bewirtschaften, errichtet grössere und kleinere Staubecken und transportierte und leitete das Wasser vom heutigen El Matorral in die Hauptstadt, wo es im grossen aljibe, das heute verfallen über der zentalen Busstation im Stadtteil El Charco (die Pfütze) liegt, gesammelt wurde. In der Hauptstadt selbst gab es kein Leitungssystem. Dort waren Wasserträger mit Kanistern unterwegs und transportierten das Nass in die Häuser. Der letzte Wasserträger war bis Ende 1960 unterwegs, denn erst 1970 erhielt Puerto del Rosario eine Wasserentsalzungsanlage sowie nach und nach ein Leitungssystem. Dem letzten Wasserträger, dem letzte "el aguador", wurde ein Denkmal gesetzt. Eine Bronzestatue in der Calle Léon y Castillo gegenüber der Ringkampfarena verewigt ihn geschaffen vom Künstler Emiliano Hernández García. Den Namen des letzten aguadors zu nennen, das vergass man leider. Er war bis das Wasserwerk in Betrieb ging Tag ein Tag aus in den Strassen unterwegs, um Wasser zu liefern. Über die Schulter ein Stock, an dem ein 16 und ein 20 Liter Blechkanister mit Wasser hing.

Dass das Unternehmen, welches die Wasserrechte für den Barranco de Río Cabras 1899 erhielt sich den Namen "La Esperanza" gab, also die Hoffnung, scheint heute bedeutungsschwanger. Wer aber weiss, dass in der grossen Dürren von 1901 und 1907 auf Fuerteventura tatsächlich noch hunderte Menschen verdursteten, kaum vorstellbar, kann diese Namensgebung besser verstehen. Das auf Fuerteventura noch 1907 Menschen verdursteten ist ein Spiegel der Zeit. Brutal ging es in den "guten alten Zeiten" zu, der Einzelne zählte nicht all zu viel. Wieviel genau es waren, ist nicht bekannt, einige hundert auf jeden Fall. Ab dann brach, wenn es eng wurde, ein militärisches Tankschiff von Gran Canaria auf, das Wasser brachte, denn diese Tragödie sollte sich nicht wiederholen.

Der Barranco de Río Cabras mit seinen vielen kleinen Staubecken ist heute eine "Zauberlandschaft", ein Kleinod von Fuerteventura. Die alten Staumauern stehen noch, überall kleine Teiche und Wassertümpel, das Klima im Barranco ist feuchtschwül wie in den Tropen. Ein Paradies für Zugvögel und Birdwatcher ebenso. Graureiher und andere Vögel bevölkern die Teiche und brüten im Barranco. Wer es nicht gesehen hat, wird es nicht glauben. Als Wanderung empfehlenswert.

Osmose Meerwasser Entsalzung Puerto del Rosario Fuerteventura.

Die Moderne – Trinkwasser durch Meerwasser Osmose.

Noch bevor das erste zentrale Kraftwerk der Insel 1975 in Betrieb ging, wurde die erste Meerwasser Aufbereitung 1970 in Puerto del Rosario im Stadtteil El Charco errichtet und in Betrieb genommen. Eine recht primitive Anlage. Sie destillierte einfach Wasser. Nicht sehr produktiv aber anderes ging es damals nicht und so kamen pro Tag nur 2.000 m3 zusammen. Für eine Insel, die gerade den ersten Tourismusboom erlebt etwas wenig und vor allem war das Wasser nur für die Hauptstadt bestimmt. Das weckte die Begehrlichkeiten von Corralejo und Gran Tarajal und so wurde eine Leitung gelegt, die Anlage 1973 vergrössert. Nun spuckte sie täglich 4.000 m3 destilliertes Wasser aus. Das Leitungssystem war damals so schlecht wie heute und wenig Wasser kam in Gran Tarajal an. Der Grossteil ging durch die undichten Rohre verloren. So wurde 1980 in Gran Tarajal eine eigene Entsalzungsanlage errichtet, die eine Kapazität von 250 m3 pro Tag hatte. Da kaum jemand zu dieser Zeit täglich ein Bad nahm oder WCs existierten, war das gar nicht so wenig und reichte noch, um die 1950 errichtete Eisfabrik für die Fischerei zu bedienen. Zum Vergleich die Füllmenge eines genormten olympischen Beckens laut FINA (Fédération Internationale de Nation) beträgt exakt 250 m3 Wasser.

Natürlich konnte es so auf Fuerteventura nicht weiter gehen, der Hut brannte. Condor flog seit 1973 Fuerteventura direkt aus Düsseldorf an, Morro Jable, Costa Calma und Corralejo explodierten und es gab kein Wassernetz und keine vernünftige Wasseraufbereitung. Tankschiffe pendelten, das war keine sinnvolle Dauerlösung. So entstand 1993 die CAAF (Consorcio de Abastecimiento de Aguas a Fuerteventura) und ein grosser Schritt wurde unternommen. Puerto del Rosario erhielt eine erste moderne Osmose Anlage zur Aufbereitung von Meerwasser. Die lieferte zwar nur 1.500 m3 pro Tag doch weiteres war in Planung und auch Corralejo, Gran Tarajal und Morro Jable erhielten bis 1995 eine Osmose Anlage und so stand mit diesem Jahr eine Kapazität von 32.000 m3 pro Tag bereit. Ein dramatischer Sprung, technologisch wie von der Kapazität. 

Mit 2019 leistet die Anlage in Puerto del Rosario 21.500 m3 pro Tag. Weitere öffentlichen Anlagen sind in Caleta de Fuste und Gran Tarajal in Betrieb. Daneben werden vier private Anlagen für die Golfanlagen Golfclub Fuerteventura, Golfclub Salinas de Antigua, Playitas Golf und Jandía Golf Fuertventura betrieben. Eine private Anlage wird für Hotels in Costa Calma betrieben. Die grosse Osmose Anlage in Corralejo ebenfalls ein Privatbetrieb in Form einer spanischen AG, dessen Mehrheit vom GEA Fonds (Ríu Gruppe + TUI) gehalten wird. Die Anlage versorgt rund 100 Grossabnehmer im Bereich Tourismus. Die Osmose Anlage in Corralejo von zwei Windkraft Generatoren unterstützt, die 45 m hoch sind und deren Flügel einen Durchmesser von 52 m bestreichen. Nein, sie schlagen nich am Boden an, der Radius ist 26 m. Sie sind schon älteren Datums und haben zusammen nur eine Leistung von unter 1 MW, weshalb ordentlich Strom aus dem öffentlichen Netz gezogen wird. Die Anlage in Corralejo hat eine Tagesleitung von 4.300 m3 und wird seit 2009 betrieben. Bei der Bilanzpräsentation 2017 wurde ein solider Gewinn von über 1 mio Euro ausgewiesen. Die Familie Ríu übrigens eine der reichsten Spaniens, auch Betreiber der beiden Ríu Hotels im Naturschutzgebiet von El Jable, ehemals Eigentümer der Isla de Lobos, die sie wiederum aus dem Nachlass von Gustav Winter erwarb.

Rechnet man alle Meerwasser Aufbereitungsanlagen der Insel zusammen, Hauptstadt bis Golfplätze, so stehen rund 100.000 m3 Leistung pro Tag zur Verfügung. Damit liessen sich immerhin täglich 400 olympische Becken füllen. Prinzipiell wäre das auch ausreichend, wenn nicht das Leitungssystem eine Katastrophe und die Olivenindustrie im Aufschwung wäre.

CAAF (Consorcio de Abastecimiento de Aguas a Fuerteventura) in Puerto del Rosario Fuerteventura.

Das Leitungsnetz – mehr als marode.

Leider legt CAAF (Consorcio de Abastecimiento de Aguas a Fuerteventura) kreuz und quer Plastikrohre über die Insel, teils oberirdisch über Felder. Nur grosse Hauptstränge liegen unterirdisch. Überall leckt es. Die schwarzen Plastikrohre, die der aufmerksame Tourist aller Ortes herumliegen sieht und nie für das Trinkwasser Leitungen der Insel halten würde, werden schnell unter der intensiven Sonne brüchig. Der Wasserverlust ist enorm. Auch Druckwasser Leitung gibt es keine. So dringt immer wieder bei starkem Regen Wasser in das Leitungssystem und manch einer wundert sich, warum nach einem Regenguss sein Wasser so trübe ist. Trinken sollte man es nicht, gestorben ist noch niemand daran. Das trockene Wüstenklima ist kein Ambiente das Krankheiten spriessen lässt.

Das Cabildo begann vor einigen Jahren die wieder Ansiedelung von Olivenbäumen zu forcieren, die auf der Insel einmal heimisch waren. Eine gute Idee, wirtschaftlich, landschaftlich und so wurden jedes Jahr 17.000 Bäume an Farmer verschenkt. Das Konzept ging auf, einige Betriebe produzieren mittlerweile erstklassiges Öl u.a. Aurora Verde in Pozo Negro, das ein international ausgezeichnetes Bio Olivenöl herstellt. Vergessen wurde, dass der zusätzliche Wasserbedarf auch gedeckt werden muss. Rein rechnerisch wäre sich das ausgegangen nur Theorie und Praxis sind zwei paar Schuhe, denn den Verlust durch die leckenden Leitungen hatte man nicht eingerechnet. So kam es erstmals 2018 wieder zu Wasserknappheit auf Fuerteventura. Um das Netz in Betrieb zu halten rückte die CAAF aus und drosselte Wasserleitungen. Manche Orte wie Villaverde waren tagelang ohne Wasser. Das es nicht die Touristen Hotspots traf, versteht sich und so entstand böses Blut. Auch da die neuen Grossverbraucher, die Olivenbauern, das Wasser vergünstigt zum halben m3 Preis beziehen können. Man darf auf den Sommer 2019 gespannt sein. Vielleicht sollten sich die durchwegs jungen Olivenbauern aber ein Beispiel bei ihren Altforderen nehmen, die Ziegenwirtschaft oder anderen Landbau betreiben. Sie zahlen gar nichts für ihr Wasser, betreiben klassische Chicagos, leeren aljibe oder legen Gavias an. Vielleicht wäre das auch umwelttechnisch die Lösung, wenn die alten Herren die jungen ambitionierten Landwirte einmal zur Brust nehmen. Es muss ja kein Wasser aus der Osmose Anlage sein.

Die Oliven Plantage Aurora Verde in Pozo Negro Fuerteventura.

Was machen die vielen Tonnen auf den Dächern von Fuerteventura?

Genial einfach – Spitzen abfedern.

Was machen die vielen Tonnen auf den Dächern von Fuerteventura?

Wenigen fällt es auf. Überall sind die Dächer Fuerteventuras mit grauen Tonnen vollgestellt. Manch einer streicht sie auch an. Den ordentlichen Bundesbürger beschleicht schnell das Gefühl, auf den Dächern der Insel herrschen ungeordnete Verhältnisse. Es könnte mal aufgeräumt werden, um diese Unordnung zu beseitigen.

Doch diese Unordnung ist ein genial einfacher Puffer. Um ein Wassernetz stabil zu halten, muss Kapazität vorgehalten werden. Ein grosses Reservoir in den Alpen und ein dickes Netz ist die Lösung. Geht auf Fuerteventura nicht. Alternativ völlig überdimensionierte Osmose Anlagen, die im August, wenn die Touristen kommen, auf Teufel komm raus produzieren und den Rest des Jahres auf 40% fahren. Ziemlich unwirtschaftlich. Besser gut dimensionierte Anlagen und jeder muss einen "Puffer" aufs Dach stellen, die Osmose läuft kontinuierlich. Wird dem Netz mehr entnommen als eingespeist, gleichen automatisch zehntausende "Tonnen" auf den Dächern das Netz aus, ohne Elektronik, ohne Computer, der Druck bleibt im Haus stabil auch wenn er im Netz abfällt. Genial einfach. Strom spart es auch. Das Wasser schön warm in der Tonne, der Boiler muss für die Dusche kaum heizen. Die einfachsten Lösungen sind meist die besten, auch wenn sie unordentlich wirken.

Insider Tipp

Lokales Wasser trinken – Firgas, Fonte Teror, Fonteide.

Touristen greifen im Supermarkt reflexartig zu den Wassermarken die sie kennen. Meist sind es Wässer des Nestlé Konzerns, der gerade das Wasser der Welt zusammen kauft und sündteuer in die Regale rund um den Globus stellt. Man will sich etwas Gutes tun und greift zur Flasche Evian des Danone Konzerns. Abgesehen davon, dass es wohl unbestritten hirnrissig ist Wasser um den ganzen Erdball in PET Flaschen zu transportieren, sind die Flaschen noch abartig teuer. Da wird für 1 L Evian schnell mal 3,50 Euro hingelegt. Daneben stehen 1,5 L köstlichen kanarischen Mineralwassers für 0,55 Cent. 220 Km Luftlinie entfernt entspringen am höchsten Berg Spaniens dem Teide (3.718 m) auf Teneriffa wunderbare Mineralwasser Quellen, die als "Fonteide" im Regal stehen. Noch näher die beiden Bergdörfer Teror und Firgas über Las Palmas de Gran Canaria nur 120 Km entfernt. "Fonte Teide" ein grandioses Wasser, wer es gerne prickelnd hat, sollte zu "Firgas" greifen, ein leicht basisches Wasser mit etwas natürlicher Kohlensäure aus dem Vulkangestein. Schmeckt besser als "San Pellegrino" und wurde nicht wie dieses von Nestlé aufgekauft. Anfang des 20. Jhd. schätzten übrigens Briten die Mineralquellen in Teror auf Gran Canaria und kurten dort zur "Trinkkur" bzw. "Brunnenkur". Durch das basische Mineralwasser wurde der durch ungesunde Lebensweise übersäuerte Körper wieder ins Gleichgewicht gebracht. Gicht wurde gelindert, Nierensteine "weggetrunken" und mehr.

Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Zisternen – los aljives El Cotillo Fuerteventura.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema.Energie und Wasser auf Fuerteventura – seit jeher ein heikles Thema."El Aguador" – der letzte Wasserträger von Puerto del Rosario Fuerteventura. Bronze Skulptur des Künstlers Emiliano Hernández García.El Aguador, – der letzte Wasserträger von Puerto del Rosario, der bis Ende 1960ig das Wasser in Haushalte trug.Erster Wassertank von Puerto del Rosario Fuerteventura im Bezirk "El Charco" "die Pfütze".Historisches Aljibe in El Cotillo Fuerteventura.