Caleta de Salinas.

Der Strand.

Die Caleta de Salinas ist eine mächtige Bucht. 300 x 350 m misst sie in der Ausbreitung, tief ist sie nicht. Auch das vorgelagerte Riff ist nicht sehr ausgeprägt. So wird die Brandung am North Shore kaum zurückgehalten. In der Bucht ist es daher meist recht unruhig. Alles keine guten Bedingungen für Touristen. Zum Baden ungeeignet und gesurft werden kann in oder vor ihr auch nicht.

An der Ostseite der Bucht liegt eine kleine Fischerhütte, denn zum Fischen eignet sich die Bucht sehr gut. An den Küsten des Nordens und in den Buchten fühlt sich die Goldbrasse zu Hause, ein seit der Antike sehr beliebter Speisefisch. Läuft das Wasser bei Ebbe ab, sind die "Viejas", wie sie auf spanisch heissen, in der flachen Bucht gefangen. Fischer müssen nur ein Treibnetz von einem zum anderen Ufer ziehen und die Fische Richtung Strand treiben. Reicher Fang ist garantiert. So wird das heute noch zu speziellen Anlässen gemacht wie zur Fiesta Virgen del Buen ViajeEl Cotillo, bei der aus der Caleta del Rió am Faro de Tostón derart die "Vieja" für das Fischessen im Hafen aus dem Wasser gezogen wird.

Der Name "Caleta de Salinas" verrät auch, dass hier einmal eine Saline lag. Keine von menschlicher Hand angelegte sondern eine natürliche. Lange Zeit war das Anlegen von Salinen auf Fuerteventura verboten. Es durfte nur Salz aus natürlichen Salinen geerntet werden, nur mit Nachbarn getauscht werden und die Insel durfte es auch nicht verlassen. Das königliche Salzmonopol untersagte dies. Auch heute sieht man an der Küste noch ältere Insulaner mit dem Esslöffel und dem Einmachglas ihr Salz "ernten". Wie auch an der Caleta de Salinas schlägt an Küsten, mit besonders schroffen Lavaformationen, bei hoher Brandung Meerschaum in die Lavabecken. Unter der stechenden Sonne kristallisiert dies in wenigen Tagen aus und kann geerntet werden. So war dies auch in der Caleta de Salinas üblich.

Die Surfer interessiert das alles nicht, denn einen Steinwurf östlich entfernt liegt die Caleta del Hierro, mit einem gut brechenden vorgelagerten Riff. Ein beliebter Surfspot, der in den Wintermonaten zu ungestümer Energie auflaufen kann. Dann sind dort die harten Hunde am Brett unterwegs und Schaulustige tummeln sich am sandigen Strand der Caleta del Hierro​​​​​​​.

Die Strände Fuerteventuras: Caleta de Salinas

Wassersport + Entspannung.

Die meisten Besucher des North Shore übersehen die Caleta de Salinas. Touristisch hat die nichts zu bieten und alle Blicke haften auf den Surfern, die einige hundert Meter weiter den Break an der Caleta del Hierro abreiten.

Infrastruktur.

Was an Infrastruktur benötigt wird, kann unweit in Lajares oder El Cotillo gefunden werden.

Der Weg zum Strand.

Es wird die Strasse von El Cotillo, die zum Leuchtturm Faro de Tostón führt, genommen. Vor ihm auf die Piste des North Shore nach Osten abbiegen. Nach 5,5 Km ist die Caleta de Salinas erreicht. Alternativ kann auch über Lajares und Majanicho angefahren werden.


GPS Position:

N 28° 43' 51,4" | W 013° 58' 17,4" 


Museo de la Sal Salinas del Carmen Fuerteventura.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Schausaline – Salinas del Carmen.

Wer sich für die Geschichte der Salzgewinnung interessiert, der sollte sich nach Salinas del Carmen nahe Puerto del Rosario aufmachen. Das neu gestaltete Museo de la Sal zeigt interessantes zum Thema Salz und Salzgewinnung.

Das eigentlich Interessante ist aber die Schausaline, die restaurierte älteste Saline von Fuerteventura. Sie ist genial angelegt, kommt völlig ohne künstliche Energie aus, benötigt noch nicht einmal Pumpen. Alles erledigen die Geizten, die Brandung und die Sonne von Fuerteventura. Heraus kommt ein besonders reines, erstklassiges Meerschaumsalz, das, man glaubt es kaum, gänzlich anders als herkömmliches Salz schmeckt. Es kann im Shop gekauft werden. Die Saline ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Insider Tipp

Frisch auf den Teller – das Abendessen selber fangen.

Liebhaber von frischem Fisch, können sich ganz leicht selber ihr Abendessen aus dem Wasser ziehen. Besonders die Klippen und Felsküsten von Fuerteventura sind enorm fischreich und viele schmackhafte Speisefische lassen sich aus dem Wasser ziehen. Angeln ist Volkssport auf den Kanaren. Die Ältere Generation fischt wie seit jeher ohne Lizenz, denn eine zu erwerben kommt ihnen aus Prinzip nicht in den Sinn. Die Polizei kennt die störrischen Zeitgenossen und sieht darüber hinweg. Bei Touristen wird etwas genauer nachgesehen. Daher solle man sich eine Angelkarte besorgen. Für ein Jahr kostet das auch keine 10,- Euro. Wie und wo das geht erfährt der Leser hier.

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