Fuerteventura – viele Chancen für harte Arbeiter.

EU-Freihandelszone + Tourismusboom – Spielwiese für Unternehmer.

So triste es auf Fuerteventura für Menschen aussieht, die als Angestellte ihr Geld verdienen wollen, so gut sieht es für jene aus, die sich unternehmerisch auf Fuerteventura engagieren wollen. Die Wirtschaft boomt, der Tourismus explodierte in den letzten Jahren, erstklassige Flug- und Fähranbindungen, Internet und mobiles Internet mit 5 G Standard auf einem Niveau, das deutsche Grossstädte alt aussehen lässt, EU Freihandelszone, EU Förderungen und Steuerbegünstigungen für Gründer, die nicht nur Surfbretter verleihen oder Café ausschenken wollen. Hochqualifizierte Mitarbeiter wird man hingegen auf der Insel nicht finden und auch keine, die sich so richtig ein Bein ausreissen wollen. So man diese braucht, sollte man sie anderen Ortes aber nicht auf der Insel suchen.

So ist es auch im unternehmerischen Konkurrenz Umfeld. Glücksritter, meist fachlich kaum qualifiziert und ohne jede Erfahrung, auf der Suche nach dem schnellen Geld ohne Durchhaltevermögen. Meist ideenlos mit der genialen Idee die Insel mit einer weiteren Surfschule zu beglücken oder die x-te Bar zu eröffnen, die kein Mensch braucht. Von Marketing und Werbung keine Ahnung, die Zielgruppe versteht man ohnedies nicht, sonst würde nicht auf die Idee gekommen werden, neben einem All-in Hotel das x-te Restaurant zu eröffnen. Das auch die Standortwahl ein wichtiger Faktor ist unbekannt. Manch einer, der meint es läuft ganz ansprechend, stellt nach dem ersten Jahr erstaunt fest Steuern und Sozialversicherung abführen zu müssen, erhält Besuch von der Finanzpolizei, die ihm den Betrieb schliesst. Anderen sperrt die Gesundheitspolizei den Laden, da die umfangreichen Auflagen weder bekannt sind noch eingehalten werden. So ist auch die Halbwertszeit der meisten Jungunternehmer sehr kurz. Ist das mitgebrachte Geld durchgebracht, geht es Heim ins soziale Netz. Für echte Unternehmer, die auf die Insel kommen, ist ein solches Konkurrenzumfeld natürlich ein Traum. Versteht man sein Geschäft und bringt die richtige Eistellung mit, schlägt man die Mitbewerber schnell aus dem Feld. Da fast alle ohne jegliche Kreativität das Gleiche machen, weist die unternehmerische Landkarte von Fuerteventura mehr weisse als besetzte Flecken auf. Jeder weisse Fleck eine Chance. Augenfällig ist auch, dass all jene Unternehmer, die nach Fuerteventura kamen und kommen und dauerhaft erfolgreich sind erstens keine Newcomer sind sondern anderen Ortes bereits in ihrem Fach erfolgreich waren und zweitens einen Arbeitsethos besitzen, den man so auf der Insel noch nicht gesehen hat. Sie stehen dann felsenfest und in ihrem Segment unangreifbar in Fuerteventuras Wirtschaftslandschaft. Das beste Beispiel ist hierfür René Egli. Er hat vorgemacht wie es geht.

Wer auf Fuerteventura als Unternehmer erfolgreich sein will, für den gelten die gleichen Regeln wie überall plus zusätzlicher, da er sich in eine neue Kultur mit anderer Sprache begibt. Ganz ohne Netzwerk. Es ist also schwerer erfolgreich zu sein als "zu Hause". Niemand wartet sehnsüchtig auf den neuen Jungunternehmer. Wer es "zu Hause" nicht geschafft hat, weil da alles so schlecht und schlimm war, der wird es auf Fuerteventura auf gar keinen Fall schaffen, denn alles ist anders: Behörden, Bürokratie, rechtliche Normen, die Sprache, für viele eine nicht überwindbare Hürde und noch vieles mehr. Dafür ein meist schwaches Konkurrenzumfeld, eine boomende Wirtschaft und oft ein Qualitätslevel in Bezug auf die angebotene Leistung, die mehr Amateurniveau hat und recht motivationslos umgesetzt wird. Für Vollblut Unternehmer ist Fuerteventura eine herrliche Spielwiese.

Wo kann auf Fuerteventura Geschäft gemacht werden? Das ist recht leicht auszumachen. Die ganz grossen Brocken, wo so richtig das Geld fliesst, die sind besetzt. Das machen Konzerne wie TUI, Schauinsland, RÍU, Fred Olsen, Armas, Hiperdino und wie sie alle heissen. Da sollte man gar nicht erst versuchen anzutreten. Zwei grosse Bereiche gibt es, die interessant sind.

Der eine ist logischer Weise der Tourismussektor und diesen als Zulieferer in neuer Qualität zu bedienen. Die fachlichen Qualifikationen sind auf der Insel sehr niedrig und so ist ein Elektriker u.ä. Handwerker mit österreichischen oder deutschen Meisterbrief der obendrein verlässlich ist, ein gesuchter Dienstleister und wird kein Problem haben solide seinen Umsatz einzufahren. Auch IT Dienstleister, die tatsächlich mehr können als eine Festplatte wechseln, Nachrichtentechniker u.a. finden eine Spielwiese auf Fuerteventura. Alles natürlich solide Arbeit bei der man etwas gelernt haben muss. Nicht das schnelle Geld und Reichtum nach einem Jahr. Surfen und Strand am Wochenende oder am Abend nach produktivem Tag.
Der andere grosse Bereich im Tourismus ist nicht als Dienstleister für Tourismus Betriebe aktiv zu werden, sondern einen weissen Fleck zu besetzen, für den sich Fuerteventura besonders eignet. Also nicht das tausendste Café oder die hundertste Surfschule, sondern etwas Besonderes das keiner macht. Auch hier zeigt sich jene, die eine gute Idee hatten und mit Energie dran blieben, hatten Erfolg. Viele Beispiele lassen sich finden wie Stars by Night. Fuerteventura ein Paradies für astronomische Beobachtung. Azul Fit Pilates und Yoga Retreats, als daran noch keiner auf der Insel dachte, legte man los. Wer Fuerteventura kennt und sich mit der Insel beschäftig und Unternehmerblut in such trägt, kann in einer Stunde 50 Ideen auflisten, die mit Ausdauer verfolgt, fachlicher Kompetenz und einem gewissen finanziellen Durchhaltevermögen, zum Erfolg geführt werden könnten.

Der zweite grosse Bereich, der lohnend ist, hat mit Tourismus nicht das Geringste zu tun. Die EU setzt intensive Anstrengungen die Wirtschaft der Kanaren auf eine breite und zukunftsträchtige Basis zu stellen. Das strategische Interesse der EU am kanarischen Archipel ist extrem hoch. Internetknoten zwischen Asien, Afrika, Lateinamerika und Europa, optimale Lage für astronomische Forschung oder für Satellitenanlagen, die Nähe zum Rohstoffreichen Ost-Afrika, die Lage an einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt und vieles mehr. Nicht umsonst ist auf Gran Canaria ein NATO Stützpunkt zu finden und auf Fuerteventura die Elite Einheit "Soria 9" stationiert. Auf Fuerteventura gibt es nämlich ausser dem Wetter nichts zu verteidigen. So fördert die EU zusammen mit der autonomen Provinz Las Palmas massiv Betriebsansiedelungen und Start-ups. Wer sich im Bereich Technologie bewegt, Green Energy, Automotiv, IT und ähnlichem, kann mit Anschubförderungen rechnen, Steuerbefreiungen und mehr. Das moderne, neu errichtet Technology Zentrum in Los Enstancos bietet Raum. Ein Bereich an den kaum Jungunternehmer denken, die an ein Leben nahe herrlicher Strände und fast immer gutem Wetter denken. Das Technologische Umfeld, das Netzwerk u.ä. wie Californien kann Fuerteventura nicht bieten, das Wetter und die lockere Lebensweise steht in nichts nach. Leider ist das Cabildo nicht in der Lage das interessante Angebot zu vermarkten und wartet, dass sich Jungunternehmer melden. Die mangelnde wirtschaftliche Begabung ist also nicht nur bei den unzähligen Glücksrittern zu finden.

Für Menschen, die unternehmerisches Blut in sich haben, die etwas können und auch hart arbeiten wollen, für die ist Fuerteventura eine Spielwiese. Auch die gefürchtete spanische Bürokratie zeigt sich auf Fuerteventura von einer eher angenehmen und freundlichen Seite. Vergleicht man die Anforderungen in Bezug auf Jahresabschluss und Steuererklärung, so ist Fuerteventura für den geübten Deutschen oder Österreicher ein Traum. Fuerteventura bietet besonders aktuell viele Chancen. Geschenkt wird dem Neuling auf der Insel nicht, dafür lebt es sich sonnig, entspannt, sehr sicher und auch der hart Arbeitende gönnt sich mal ein Wochenende und da locken die traumhaften Strände, die Wellen, der Wind, das türkisfarbene Wasser. Das alles motiviert und irgendwie ist hart arbeiten auf Fuerteventura deutlich angenehmer als im ewigen Schmuddelwetter.

Unternehmer auf Fuerteventura.

Als Unternehmer auf Fuerteventura starten.

Begeisterung ist zu wenig aber notwendig.

Auch unter der Sonne – 10% Idee, 90% Ausdauer, Können, Fleiss + Finanz-Polster.

Jeden Abend sitzen auf Fuerteventura in Bars Menschen, die sich gegenseitig erzählen, die genialste Idee aller Zeiten zu haben und dass sie gedenken damit den Markt aufzurollen. Je mehr sie intus haben, desto überzeugter sind sie von sich. Am nächsten Tag findet man sie am Strand. Oder sie schlafen den Rausch aus. Das sind jene, die nie erfolgreich sein werden. Denn es kommt nicht auf die genialste Idee an, sondern darauf, aus ihr etwas zu machen. Genial muss die Idee auch nicht sein, denn Bücher aus einer Garage online zu verkaufen ist jetzt nicht so der genialste Geistesblitz der Welt. Trotzdem kann man damit der reichste Mensch der Welt werden. Auch Michael Dell machte es nicht anders. Er verkaufte Grafikkarten und anderes online aus der Garage. Auch irgendwie nicht genial.

Jeff Bezos und Michael Dell sind die Blaupausen. Eine solide, gute Idee haben reicht. Erfolgreich kann werden wer sie mit bedingungsloser Hingabe und Risikobereitschaft manisch verfolgt. Seinen Wall Street Job aufgibt und sich nicht zu schade ist, Bücher zu verpacken und auf die Post zu bringen. Wer sich von der Sonne, dem Wind und Wellen und den traumhaften Stränden Fuerteventuras ablenken lässt, ist kein Unternehmertyp. Auch ok, aber träumen bringt nichts.


Insider Tipp

Mitarbeiter engagieren – nicht vergessen, in Spanien gelten andere Regeln.

Wer auf Fuerteventura Mitarbeiter sucht, hat ein schweres Geschäft vor sich. Die Sonneninsel zieht keine Menschen an, die vom Eifer besessen Karriere machen wollen. Eher Lebenskünstler, Leute die einwenig jobben wollen, eben Menschen, die auf der Suche sind ihr Geld zusammen zu kratzen, um am Strand in der Sonne zu liegen und zu surfen. Auch gut und legitim, aber mit solchen Menschen ist kein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Personalsuche – nicht auf der Insel, anderen Ortes. Ehrgeizigen Menschen die Insel schmackhaft machen. Schon in Las Palmas ist alles ganz anders. Und Achtung mit den Dienstverträgen, am besten nur mit Anwalt. Schon nach 6 Monaten greift ein Kündigungsschutz und selbst die Faulsten wird der Unternehmer dann kaum noch los. Da sie das wissen, werden sie sich mehr fürs Surfen als für den Unternehmenserfolg interessieren. Fuerteventura ist eine andere Welt, das sollte jeder Wissen und sich so verhalten.

Fuerteventura – als Unternehmer auf Fuerteventura tätig werden.