Playita de las Arenas.

Der Strand.

Der Playita de las Arenas punktet gerade nicht durch Schönheit. Am nördlichen Ende monumentale Industrie Kalköfen aus dem 20. Jhd., mit denen gute Geschäfte gemacht wurden, am südlichen Ende das Insel Kraftwerk, das Einzige der Insel. Diesel und Gas Aggregate sorgen für Strom. Daneben die Wasserosmose Anlage, die aus Meerwasser einen Großteil des im Norden benötigten Trinkwassers produziert. Hier ist ein zentraler Lebensnerv von Fuerteventura und der sieht nicht so toll aus, auch wenn dort ein schlanker, weisser Leuchtturm den Weg zum Hafen Puerto del Rosario weisst. Wenn es hier kracht, dann steht die Insel. Auch lokale Dieselaggregate oder die Windkraft Anlagen helfen da nicht mehr. Dann bricht das Stromnetz zusammen. Daher plant das Kanarische Archipel ein Gesamtstromnetz und will alle Inseln mit Untersee Stromkabeln zu einem Netz zusammen schliessen, denn "shit happens", wie man weiss. Mit Wasser ist auch nichts mehr, wenn das Kraftwerk schlapp macht. Die lokalen Entsalzungsanlagen wie in Caleta de Fuste bedienen die Golfplätze und die grossen Topp-Hotels und sind nicht ins Wassernetz eingebunden, hängen aber auch am zentralen Stromnetz. Die grosse Osmose Anlage in Corralejo hängt ebenfalls am Kraftwerk. Ihre beiden Windturbinen steuern nur zu, sind alte Technologie und liefern kaum mehr als 1 MW Nennleistung. Läuft das zentrale Insel Kraftwerk, dass mit Diesel und Gas betrieben wird, nicht, dann wird es dunkel und trocken auf Fuerteventura.

Diese Ecke am Playita de las Arenas ist nicht schön, aber extrem wichtig für Fuerteventura. Eine andere wichtige Funktion hat sie auch noch: Sie ist Hundestrand. In Spanien sind Hunde an Stränden strikt verboten. Der in der Sonne zerfallende Kot wird vom Wind verblasen und kleine Partikel in der Luft können über die Lunge tödliche Wurminfektionen auslösen. An kanarischen Küsten herrschen dafür optimale Bedingungen, in Deutschland traf es 2017 12 Personen auf diese Art. In Spanien sind keine Zahlen bekannt. Jedenfalls dürfen sich am Playa de las Arenas Hunde legal austoben. In allen grösseren Orten und Städten gibt es diese Zonen. In Corralejo befindet sie sich am Paseo Maritimo Bristol im Westen, der deutlich schöner ist.

Wer auf der Karte den Namen des Strandes liesst, könnte sich auf ihn freuen: Playita de las Arenas, das Strändchen der Sände. Nur von Sand keine Spur. Nur grober Lavakies und Lavafels. Wer genau hinsieht wird feststellen, dass der Playita de las Arenas quasi aus der Küste heraus gegraben wurde. Bausand wurde dort gewonnen, um Puerto de Cabras, wie die Hauptstadt Puerto del Rosario einst hiess, entstehen zu lassen. Eine Todsünde im Bau Seesand zu verwenden, denn er enthält den Todfeind des Betons: Salz. Das zersetzt ihn langsam. An fast jedem Haus sieht man daher "Ausblühungen", wo sich das Salz daran macht den Beton, Mörtel, Zement zu zerfressen. Da es nichts anders gab, musste eben Seesand herhalten. Heute ist das Abgraben von Sand am Strand verboten und Seesand wird auch offiziell nicht mehr zum Bau eingesetzt. Offiziell, die Realität sieht etwas anders aus. Ohne professionelle Hilfe eines Insiders ist Immobilienerwerb auf Fuerteventura garantiert ein Reinfall, auch wenn alles anfangs noch so adrett aussieht. Der Putz bröckelt schnell im wahrsten Sinne des Wortes!

Neben den grossen Ruinen industrieller Kalköfen finden sich auch noch kleinere verfallene Bauten. Sie stammen von der Saline, die nördlich der Hauptstadt betrieben wurde zu Zeiten, als die Konservenindustrie auf Fuerteventura boomte. An der Küstenfront aus flachem Lava sind noch alte Mauerreste auszumachen, die Salzfelder eingrenzten. Wer eines der wenigen historischen Bilder der Saline sehen möchte, findet ein altes, vergilbtes im Museo de la Sal in Salinas del Carmen.

Die Strände Fuerteventuras: Playita de las Arenas

Wassersport + Entspannung.

Was man am Playita de las Arenas machen kann ist leicht beschrieben: Erstens seinen Hund Gassi führen und zweitens die Strom- und Wasserversorgung von Fuerteventura besichtigen.

Infrastruktur.

In Puerto del Rosario entsteht sehr langsam aber doch ansprechende Gastronomie. Moderne Konsumartikel sind ebenso zu haben und vom Veterinär Mediziner bis zum MR für den Menschen findet sich dort mittlerweile auch alles. In kleinen Schritten entwickelt sich Puerto del Rosario zu einer modernen Stadt. Man darf nicht vergessen, noch Ende 1960ig wurden die meisten Häuser in Puerto del Rosario von einem Wasserträger, dem "el aguador", mit Trinkwasser versorgt. Eine Statue des letzten Wasserträgers findet sich in der Calle Jean de Béthencourt. 

Der Weg zum Strand.

Wer den Playita de las Arenas besuchen will, der steuert am besten Richtung der Schornsteine des weit sichtbaren Inselkraftwerkes. Dort steht auch der Leuchtturm von Puerto del Rosario. Dort beginnt eine holprige Piste, die zuerst zum Playita de las Arenas führt und dann weiter in einem Auf und Ab nach Puerto Lajas. 3,7 Km lang ist die Piste und eine beliebte Trainingsstrecke für ambitionierte Läufer. Sie endet auch keineswegs in Puerto Lajas. Theoretisch kann bis zum Playa del Jablito auf der Küstenpiste weiter gelaufen werden, auch wenn auf keiner Karte durchgehend verzeichnet. Die Piste existiert, mal besser mal weniger gut.


GPS Position:
N 28° 30' 51,1" | W 013° 50' 33,1"


La Jaira ein außergewöhnliches Restaurant in Puerto del Rosario Fuerteventura.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

La Jaira – ein außergewöhnliches Restaurant.

Nicht weit entfernt vom Playita de las Arenas liegt das La Jaira, ein Restaurant, das sich der spanisch-kanarischen Küche modern und leicht interpretiert verschrieben hat. Geführt vom engagierten Chef Demian, wird in lockerer und puristischer Atmosphäre exzellente Küche präsentiert, ganz ohne Schnörkel und Getue. Das macht das Lokal sympathisch. Ob in der Gruppe zum üppigen Essen, nur auf ein paar Tapas oder einen Café an der Bar, jeder wird mit der gleichen Aufmerksamkeit freundlich bedient.

Sitzen kann der Gast im puristischen Gastraum, der nicht spanisch überladen ist und erdrückt oder im Patio unter dem Sonnensegel. Das La Jaira ist auch ein guter Ort, um einen der extrem heissen August Tage bei Tapas und kühlen Getränken zu verbummeln. Fuerteventura kann mehr als Strand. "Jaira" war übrigens die Bezeichnung der Majoreros für "cabra" die Ziege. Das erklärt auch das Logo des Restaurants.

Insider Tipp

Las Otras Naves – schmackhaft, preiswert und gut unter Einheimischen Essen.

Das einfache Restaurant Las Otras Naves in Rosa de la Arena, einem Bezirk von Puerto del Rosario ganz in der Nähe des Playita de las Arenas, ist der grosse Bruder des Las Naves im Industriegebiet Risco Prieto, der mehr gewachsener Kiosk ist. Beide Restaurationen liegen zentral in Einkaufsgebieten mit Lebensmittel Großmärkten, Baumärkten und ähnlichem. Hier essen die Residente ausgiebig, schmackhaft und preisbewusst. Das Essen ist bei dem Durchsatz immer frisch. An Einkaufstagen ist kaum ein Platz zu ergattern. Es wird üppig gegessen. Hier spart der Canario als letztes. Das Publikum ist bunt gemischt. Die Guardia Civil stoppt und geht dort essen, in Spanien ist es erlaubt in Uniform ein Restaurant zu besuchen, der Rentner, der in der Nachbarschaft wohnt, die Hausfrau, die einkaufen war, jeden kann man dort treffen. Der Tipp für gutes und preiswertes Essen.

Die Strände Fuerteventuras: Playita de las ArenasDie Strände Fuerteventuras: Playita de las ArenasDie Strände Fuerteventuras: Playita de las ArenasDie Strände Fuerteventuras: Playita de las ArenasDer Strand Playita de las Arenas im Osten von Puerto del Rosario Fuerteventura.Der Strand Playita de las Arenas im Osten von Puerto del Rosario Fuerteventura.Der Strand Playita de las Arenas im Osten von Puerto del Rosario Fuerteventura.Der Strand Playita de las Arenas im Osten von Puerto del Rosario Fuerteventura.Die Reste der alten Saline von Puerto del Rosario am Playita de las Arenas.Die Reste der alten Saline von Puerto del Rosario am Playita de las Arenas.Fuerteventura Karte der Straende: Die gesamte Insel Fuerteventura im Ueberblick.Fuerteventura Karte der Straende: Die Strände in der Gemeinde Puerto del Rosario Ost-Küste.