Morro Jable – noch in den 1960igern kaum 25 Häuser.

Was gibt es zu sehen und entdecken?

Morro Jable, der "Sandhügel", war noch in den 1960igern eine Ansammlung von kaum 25 Häusern. Heute ist Morro Jable einer der pulsierenden Tourismusort von Fuerteventura mit 7.841 Einwohner (2018). "Jable" ist ein Relikt aus dem französischen Wortschatz der normannischen Eroberer. "sable", französisch Sand, das dann im Spanischen zu "jable" wurde, "morro" der Hügel, "Morro Jable" der "Sandhügel". Werden Bilder aus vor touristischen Zeiten angesehen, dann zeigen sie einige Häuser, die von mächtigen Sanddünen umgeben sind.

Was heute an Hotels im Hotspot steht, wurde auf grossen Sandhügeln errichtet. So ganz in der Waage stehen die meisten Häuser nicht. In den 1840igern, als Militärkartographen begannen auch die Topographie der Insel zu vermessen, taucht "Morro Jable" in deren Protokollen und auch in jenen des Cabildos als "Puerto Muelas", also Hafen der Mühlsteine, auf. In den Steinbrüchen der umliegenden Barrancos wurde Lavagestein gewonnen, das sich hervorragend zu Mühlsteinen verarbeiten liess. Mühlsteine waren für Handmühlen ein wichtiges Produkt, denn in jeder Küche der damaligen Zeit existierten sie. Ein Verschleissprodukt, der Abrieb gross, daher hatte ein Grossteil der älteren Menschen auch nur noch kleine Zahnstümpfe, so abgekaut waren sie vom Steinabrieb im Mehl.

Die Bewohner der Halbinsel Jandía bezeichneten den Ort auch als "Puerto de la Cebada", Hafen der Gerste. Es wurde "cebada", eine nordafrikanische Gerstenart die in Cofete angebaut wurde, verschifft. Morro Jable war so entlegen, keine Strasse führte dorthin, dass es an der Mole keinen Zöllner wie z.B. in Ajuy gab. So konnte ein guter Teil verschifft werden, ohne den Lehnsherren Exportzoll zu entrichten. Wenig bekannt, bis ins 19. Jhd. hinein war Lanzarote, La Gomera, El Hierro und Fuerteventura im Besitz eines Lehnsherren, die Bewohner defacto Leibeigene. Das endete erst mit der ersten Republik, als Fuerteventura der Provinz Las Palmas zugeordnet wurde. Dass die Bewohner von Morro Jable nichts zu melden hatten, daran erinnert auch der Name des Barranco, der in Morro Jable mündet. Es ist der "Barranco de la Ciervo", der Barranco des Hirschen. Natürlich gab es nie Hirschen auf Fuerteventura. Es handelt sich um einen der vielen Verständnisfehler der Militärkartographen, die ein gebildetes Castellano sprachen, in dem "s" und "c" deutlich anders ausgesprochen wird. Im kanarischen und lateinamerikanischen Spanisch kaum, denn die Sprechweise des "c" und "z" wie sie z.B. in Madrid gepflegt wird, gilt als "affig" und aufgesetzt. So hiess der Wasserlauf auch tatsächlich "Barranco de la Siervo", also der Wasserlauf der Diener (auch Sklaven). In den amtlichen spanischen Karten ist er aber als "Barranco de la Ciervo" geführt.

Wer als Tourist nach Fuerteventura kommt und sein Quartier in Morro Jable beziehen wird, steigt in der Regel am Airport El Matorral in einen Transferbus und wird in den Süden hinunter gefahren. Jener, der das erste Mal nach Fuerteventura reist, wird beim Anflug schockiert gewesen sein. Unter ihm eröffnete sich beim sehr windigen und ruppigen Landeanflug nur Öde. Kein Grün, keine tropischen Wasserfälle, kein Tahiti Südsee Feeling winkt. Die Stimmung bei der Kofferausgabe ist gedrückt. So hatte man sich das nicht vorgestellt. Urlaub in der kargen Einöde. Doch das dauert nur kurz an und geht jedem so. Auf der Fahrt nach Süden beginnen nach und nach die Traumstrände von Fuerteventura am Urlauber vorbeizuziehen. Erst geht es durch Berge, dann taucht die Küsten von Costa Calma auf. Der schneeweise Strand und das türkisfarbene Wasser vom Playa de la Barca, Risco de Paso und Boca de mal Nombre locken, es geht durch die Palmenallee von Costa Calma, durch den Palmenhain von La Lajita und dann endlich hinunter nach Morro Jable. Der Strand Playa del Matorral liegt vor dem Touristen. Der Blick schweift über einen endlos langen Strand, aus feinstem weissen Sand, vor diesem türkisfarbenes Wasser. Zu allem Überfluss, als ob extra für den Touristen als Dekoration errichtet, steht da auch noch ein schneeweisser Leuchtturm mitten am Strand.

Die weitläufige Uferpromenade von Morro Jable wird von mächtigen Palmen gesäumt. Das satte Gras zwischen den Palmen wird seit 2018 öko-linientreu von Eseln kurz gehalten, die dort gemächlich grasen. So, genau so hatte man sich Urlaub vorgestellt und es sieht noch besser als im Katalog aus. Vergessen der trostlose Ausblick beim Anflug. Der Frust weicht der Euphorie. Der Tourist hat nur noch eines im Sinn: Die Koffer so schnell wie möglich loswerden und ab an den traumhaften Strand direkt vor dem Hotel. Ins Wasser springen und dann in den Sand legen und sich die Sonne auf die Haut brennen lassen. Eine gute Idee und so geht es fast jedem, der das erste Mal auf "die Insel" kommt. Auch den Tourismuspionieren der 1960iger, Bückle, Heneken und Schütte, ging es so. Als sie in Morro Jable angekommen waren wich der Frust der Euphorie. Morro Jable wurde in der Welt bekannt. Der Rest ist Geschichte.

Die Strände Fuerteventuras: Playa los Pozos (Playa los Hornos – Playa de Chica)

Geschichte – Kultur – Wirtschaft.

"To make the long story short": "Don Gustavo" Gustav Winter besass seit Mitte der 1940iger die Halbinsel Jandía. Was rechtlich genau unter "besass" zu verstehen ist, ob er Eigentümer, Pächter oder anderes war, ist bis heute ein Streitthema. Jedenfalls hatte er das Sagen auf der Halbinsel und dürfte das auch sehr autoritär in Anspruch genommen haben. Don Gustavo träumte von Hochseefischfang, Konservenfabriken, Flugfeldern, Landwirtschaft im grossen Stil und auch Tourismus. Winter hatte Land, viel sandiges Land und Visionen, aber zuwenig Mittel, finanziell wie auch Manpower mässig. Raul Bückle, der Flugtourismus Pionier, der die Südflug gegründet hatte, lernte Anfang der 1960iger die endlosen Strände von Jandía auf Fuerteventura kennen. Wie der Zufall es wollte, waren an Bord einer DC-7C nach Teneriffa die persönlich von Südflug Chef Raul Bückle gesteuert wurde, ein erfahrener Kampfpilot des WK II, zwei Stuttgarter Architekten nämlich Gustav Schütte und Manfred Heneken, die sich für einen betuchten Kunden in der Gegend von Santa Cruz de Tenerife nach einem prardiesischen Grundstück samt Strand für eine Villa umsehen sollten. Schütte und Heneke erkannten schnell, Teneriffa war es nicht so recht, denn die Strände waren nicht das, was man sich im grauen Deutschland vorgestellt hatte. Damals gingen Charterflüge nicht wie heute im Stunden Takt hin und her, sondern der Flieger blieb am Zielort auch schon mal eine Woche am Boden. So hatten Gustav Schütte und Manfred Heneken Zeit mit Raul Bückle ins Gespräch zu kommen, der meinte, auf Teneriffa wären sie gänzlich falsch, auf die Nachbarinsel nach Fuerteventura auf die Habinsel Jandía müssten sie.

Bückle, Schütte und Heneken waren deutsche Unternehmer des alten Schlages. Es wurde nicht lang geredet, man setzte sich zu viert in eine alte Propeller Maschine nach Fuerteventura, denn Don Gustavo war mittlerweile auch schon dabei, denn Bückle hatte seinen Bekannten telefonisch nach Teneriffa gelotst, um Vorgespräche zu führen. Gelandet wurde auf Fuerteventura am Flugfeld von Los Estancos. Mit einem Jeep über holprige Pisten und über Sandfelder, machten sich sodann Bückle, Schütte, Heneken und Winter nach Jandía auf. Das dauerte zu jener Zeit gut einen halben Tag. Aussteigen und schieben und Reifenpannen waren normal. Dann erreichte man Morro Jable. 25 einfache Fischerhäuser vor Sanddünnen, keine Wasserleitung, salziges Wasser aus der Zisterne, keine Toiletten, das Geschäft erledigte das Dorf an den Klippen, kein Strom, nichts gab es. Noch nicht einmal eine Strasse führte nach Morro Jable. Die beiden Architekten Gustav Schütte und Manfred Heneken waren trotz der widrigen Umstände von der Dünenlandschaft und den Stränden begeistert. Bei Petroleum Lampen sassen Gustav Winter, Raul Bückle, Gustav Schütte und Manfred Heneken zusammen, verhandelten und schmiedeten Pläne. Schliesslich schenkte Gustav Winter dem Triumvirat Bückle, Schütte und Heneken einen Ziegenstall samt Land, war als Gegenleistung mit im Team und es wurde los gelegt. Keine Projektstudie wie heute üblich, kein Projektteam mit Steering Commitee und Beirat, in dem viel geredet und wenig angepackt wird.

Zu Recht können Gustav Winter, Raul Bückle, Gustav Schütte und Manfred Heneken als die Tourismuspioniere Fuerteventuras bezeichnet werden, denn vor ihnen gab es absolut keinen Tourismus auf der Sonneninsel. Es wurden Leute angeheuert, viele gab es im Dorf nicht, der Ziegenstall wurde ausgemistet. Heneken und Schütte führten abwechselnd die Bauaufsicht. Winter liess seine Beziehungen spielen, damit das Wohlwollen des Militärs bezüglich des Projektes gegeben war. Es ist nicht zu vergessen, dass die Franco Diktatur erst 1975 endete und dass auch nicht von einem auf den anderen Tag. Raul Bückle kümmerte sich um die Logistik. Er räumte auf jedem Flug auf die Kanaren die Frachträume seiner DC-7C Maschinen, neben den Touristenkoffern, mit WC Schüsseln, Badewannen, Möbeln, Geschirr und sonstigem voll. Alles was benötigt wurde, wurde mit Südflug Maschinen von Raul Bückle herangeschafft.

Mitte der 1960iger war es soweit. Das erste Touristenhotel von Fuerteventura, das zweite Hotel Fuerteventuras überhaupt, eröffnete samt Pool: Die "Casa Atlantica" direkt am Strand mit 14 Zimmern, einst Ziegenstall, schreibt Geschichte. Das Haus besass einen VW Bus, mit dem die neuen Urlaubsgäste aus Los Estancos ins Hotel gebracht wurden. Lief alles gut, war das über die holprige Piste in 4 bis 5 Stunden zu schaffen. Das war damalskein grösseres Thema, denn Touristen kamen nicht hektisch für 5 bis 7 Tage zum Urlauben, ein Monat war der Standard.

Die Tourismuspioniere waren umtriebig. Schon 1968 wurde das zweite Haus eröffnet, das "Hotel Jandía Playa", das Gustav Schütte federführend gestaltet hatte. Ein Problem stellte sich: Es gab in Morro Jable absolut keine touristische Infrastruktur, keine Bar, kein Restaurant nichts. Die endlosen Sandstrände alleine waren zu wenig. Eine Idee musste her und zwar eine praktikable und schnelle. Da kam die "Robinson Club GmbH", die 1970 von TUI und Steigenberger gegründet wurde, genau richtig. Das Unternehmen hatte den Zweck TUI und Steigenberger Hotels, die Auslastungsprobleme hatten, zu füllen. Genau dieses Problem hatte das "Hotel Jandía Playa". So tat man sich mit der "Robinson Club GmbH" zusammen und 1972 wurde das "Hotel Jandía Playa" der erste Robinson Club der Geschichte. Das Geschäft lief und so erkannte TUI und Steigenberger die "Robinson Club GmbH" nicht als Notnagel, mit der schwächelnde Hotels gefüllt werden konnten, sondern als eigenes profitables Tourismusmodell. Unternehmerisches Glück muss man eben haben. Und so konzipierte die "Robinson Club GmbH" bereits 1974 ihr erstes eigenes Hotel, dass rein als Club Robinson originär gedacht war. 1974 wurde neben Morro Jable in Kenia der zweite Club Robinson eröffnet.

Ab 1970ig ging in Morro Jable richtig die Post ab. Der neue, moderne Flughafen von Fuerteventura in El Matorral war am 14. September 1969 eröffnet worden, im Jahr 1973 landete der erste internationale Direktflug der Geschichte auf Fuerteventura, eine Condor Maschine aus Düsseldorf. Ein neuer Direktflug nach dem anderen startete aus Deutschland nach Fuerteventura. Deutsche Urlauber hatten die Sonne Fuerteventuras entdeckt. Die Wirtschaft brummte, man hatten Geld in der Tasche, Morro Jable war angesagt. Es entstand Costa Calma und mehr, die Nachfrage war vorhanden. Aus einem sandigen unbewohnten Landstrich, war in nur 10 Jahren ein angesagter, internationaler Touristen Spot geworden und dass mehr aus Zufall. Vieles mag sich wie eine Anekdote anhören, wer Antiquariate bemüht, wird beispielsweise die Autobiographie von Raul Bückle, "Turbulenzen", finden, in der es auch im Morro Jable geht.

Das erste Hotel von Fuerteventura war aber nicht die "Casa Atlantica", es war ein Haus in Puerto del Rosario, das einfach den Namen "Hotel" trug. Ist man das einizige auf Fuerteventura, reicht der Name auch völlig aus. Heute ist ein Museum im "Hotel" untergebracht, die Casa Miguel de Unamuno y Jugo, denn der wurde von Diktator General Primo de Rivera nach Fuerteventura verbannt und bezog dort Quartier. Der erste angelegte Weg, teils aus Kalkplatten, aus der Inselmitte hinunter nach Jandía, geht auch auf General Primo de Rivera zurück. Wie nach ihm General Franco, schickte er unliebsame Zeitgenossen in Straflager nach Fuerteventura. Sie mussten, angeblich auf Bitte des Don Gustavo, ihm wurden gute Beziehungen zur Generalität nachgesagt, den "Camino de los presos" ("Weg der Strafgefangenen"), anlegen. Eine mörderische Arbeit unter der Sonne Fuerteventuras. Die sandigen Passagen in Jandía, wurden mit Kalkplatten belegt. Daher heisst der Weg unter Majoreros auch der "Camino de la cal", der Kalkweg. Heute führt ein guter Teil des südlichen Teils des Wanderweges GR-131 über den "Camino de los presos", was wenigen bewusst ist. Die Zeit der spanischen Militärdiktatur, in der sich Fuerteventura als besonders Franco freundlich zeigte, wird gerne verdrängt.

Historisch und landschaftlich interessant sind auch die Salzwiesen, die vor dem Playa del Matorral in Morro Jable liegen und heute Naturschutzgebiet sind. Die Brandung schuf und schafft nach und nach einen vorderen, erhöhten Sandrücken. Hinter ihm drückt die Flut unterirdisch Wasser in die Salzwiesen, die dadurch immer feucht, bei starker Flut auch überschwemmt, sind. Noch schöner ist das Naturphänomen der Salzwiesen auf der Isla de Lobos am Küstenabschnitt "Las Tres Hermanas – Las Lagunitas" zu sehen. Auf den Salzwiesen wachsen wertvolle Salzkrautpflanzen, aus denen Kali, Soda und Potasche gewonnen werden kann. Vor dem Tourismusboom wurden die Salzwiesen von El Matorral regelmässig geerntet, um das wertvolle Kali und Soda herzustellen. Später, als die Konservenindustrie kurze Zeit auf Fuerteventura Fuss fasste, wurde aus El Matorral (das Gestrüpp), eine grosse Saline, denn Salz ist essentiell für Konserven. 16.000 m2 umfasste die Saline von Morro Jable und wurde bis 1950ig betrieben. Vor der Konservenindustrie, gab es als erste Saline Fuerteventuras nur jene in Salinas del Carmen, das heutige Salzmuseum. Salz war wie seit Jahrhunderten in Europa üblich ein Monopol.

Der Leuchtturm auf den Salzwiesen, der so einwenig wie für Touristen hingebaut aussieht, ist der jüngste Fuerteventuras und stammt aus dem Jahr 1991. Mit den pitoresken Leuchttürmen auf der Isla de Lobos, am Punta de Jandía, dem Faro de Tóston oder jenem am Punta de Entallada, kann er optisch nicht mithalten. Er wurde bereits für den vollautomatischen Betrieb entworfen und hat daher kein Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude für den Leuchtturmwärter. Nüchtern und zweckmässig ist er, die Romantik fehlt einwenig.

Die Strände Fuerteventuras: Playa los Pozos (Playa los Hornos – Playa de Chica)

Für wen lohnt der Besuch?

 

Morro Jable ist ein Produkt seiner traumhaften Sandstrände, des türkisfarbenen Wassers, das seicht von der Küste abfällt und den Temperaturen, die es dem Sonnenanbeter möglich machen, selbst im mitteleuropäischen Winter in der Sonne zu liegen und zu baden. Und aus den Gründen sollte primär der Touristen Spot Morro Jable besucht werden.

Golfer, die im Winter auf ihren Sport nicht verzichten wollen, finden aus Mitteleuropa mit Morro Jable ein ganzjahres Ziel, das in wenigen Flugstunden zu erreichen ist. Windsurfer, Kitesurfer und Wellenreiter sehen sich auf Fuerteventura besser anderen Ortes um. Taucher hingegen sind in Morro Jable genau richtig, wie auch Familien mit kleineren Kindern.

Urlauber, die Nightlife suchen, sind nicht nur in Morro Jable sondern generell auf Fuerteventura falsch. Auch Reisende, die kulinarische Höhepunkte suchen, sollten sich auf den Balearen oder der iberischen Halbinsel, insbesondere auch Portugal und nicht Fuerteventura umsehen.


Messen in der Parroquia Nuestra Señora del Carmen:

  • Jeden Do+Sa 19:30 Uhr.

  • Jeden Sonntag 11:30 Uhr.

Infrastruktur.

Corralejo, Costa Calma und Morro Jable sind die Touristenspots der Insel und entsprechend gut mit Infrastruktur versorgt. Ausserhalb der Spots ist es ruhig und einsam auf der Insel. Kaum eine Tankstelle ist zu finden. In Morro Jable gibt es viel aber nicht alles.

Zum Einkaufen ist Morro Jable kein El Dorado. Die beiden Shopping Center, in denen man sich schlendernde und kaufwütige Touristen erträumt hatte, vergammeln und stehen fast leer. All-in Touristen geben den Ton an und das Urlaubsbudget ist entsprechend. Wer junge Mode kaufen will, sollte in Corralejo vorbeischaun. Das war es auf der Insel. Die beste Option in Sachen Shopping ist in Morro Jable die Jet Fähre zu besteigen und nach 100 Minuten im Shopping Paradies Las Palmas de Gran Canaria von Bord zu gehen.

Die Versorgung der Insel mit deutschen Ärzten ist ausreichend. Praktischer Arzt, Internist, Hautarzt, Kinderarzt und Zahnarzt finden sich. Sie verteilen sich über Costa Calma, Caleta de Fuste und Corralejo. Die Ordination findet aber auch in Partner Ordinationen statt. Näheres zu deutschen Ärzten und dem Inselkrankenhaus unter Gesundheitsversorgung auf Fuerteventura.

Morro Jable wartet mit einem der vier Golfplätze von Fuerteventura auf. Professionelle und erfahrene Tauchschulen finden sich im Ort ebenso, interessante Tauchspots liegen in der näheren Umgebung. Für Wellenreiter ist Morro Jable nichts. Die sind im Norden in El Cotillo und Corralejo zu Hause. Kitesurfer und Windsurfer erreichen nach kurzer Autofahrt Risco de Paso, den Playa de la Barca und Playa de Matas Blancas. Dort werden Schulen und Rentals betrieben.

Ausflugsboote, Segel Rennyachten, Jet Skies, ein Piraten Boot starten vom Hafen von Morro Jable zu erlebnisreichen Touren. Auch ambitionierte Hochseefischer finden dort passende Angebote.

Alle grösseren auf Fuerteventura vertretenen Mietwagen Unternehmen, sind in Morro Jable oder Costa Calma angesiedelt. Da die meisten Urlauber All-in buchen, ist das gastronomische Angebot sehr übersichtlich aber deutlich umfangreicher als im Nachbarort Costa Calma. In Sachen Nachtleben hat Fuerteventura generell kaum etwas zu bieten. Da ist der Tourist in Corralejo und Puerto del Rosario am besten bedient.

Schnell gefunden.

Urlauber, die vom Airport mit dem Mietwagen nach Morro Jable aufbrechen, können nichts falsch machen und sollte sich auch möglichst keine Navi extra andrehen lassen. Sich auf Fuerteventura zu verfahren ist fast unmöglich. Nach Morro Jable wird am Airport Richtung Süden auf die neue Inselautobahn FV-2 aufgefahren. Immer auf der FV-2 bleiben, ist die Strasse zu Ende, hat der Tourist Morro Jable erreicht. Spätestens im Fährhafen gibt es kein weiter kommen.

Mit dem Bus wird Morro Jable von Urlaubern mit den Linien 01 oder "01 directo" aus der Hauptstadt Puerto del Rosario erreicht. Die "directo" fährt schnurstracks an der Küste entlang und erreicht über Gran Tarajal, La Lajita, Costa Calma Morro Jable. Sie ist deutlich schneller als der normale "1ser", der eine Kurve über TiscamaniteTuineje, Gran Tarajal nach Morro Jable macht. Touristen, die vom Bus Hub in Puerto del Rosario nach Morro Jable aufbrechen sollten drauf achten, den "01 directo" zu besteigen. Am Airport hingegen kann kein Fehler gemacht werden, denn da hält nur der "01 directo".

Sportler, die auf Budget unterwegs sind und ihre ganze Surfausrüstung dabei haben, kein Problem: Die Busse haben grosse Gepäckräume, die gratis genutzt werden können. Auch Fahrräder finden dort problemlos Platz.


Pico de la Zarza – auf den höchsten Berg Fuerteventuras.

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Pico de la Zarza – auf den höchsten Berg Fuerteventuras.

Der Pico de la Zarza (807 m) ist der höchste Berg Fuerteventuras und Hausberg von Morro Jable. 807 Meter kosten einem Alpenländer ein müdes Lächeln. Das kann ihm schnell vergehen, denn er startet von 0 Meter Seehöhe. Die Sonne brennt ab 10 Uhr erbarmungslos herunter, was schon manch einen in die Knie gezwungen hat. Wenn der Morgenwind nicht wie erwartet Nordost bläst, sondern dem Wanderer vom Gipfel kommen mit 40zig Sachen ins Gesicht bläst, dann zählt jeder Schritt doppelt.

Der Weg selber ist ein Spazierweg, mit dem Mountainbike gut zu fahren. So findet ein jährliches Mountainbike Rennen auf den Gipfel statt. Ganz in der Früh werden Mountain und Trail Runner getroffen, die den Pico de la Zarza als Trainingsstrecke nutzen. Ist die Sicht klar, erwartet den Gipfelstürmer ein unbezahlbarer Ausblick: Die Strände Cofetes unter dem Gipfel, der höchste Berg Spaniens, der Teide auf Teneriffa (3.715 m) ragt aus dem Atlantik, im Winter spektakulär weiss angezuckert.

Insider Tipp

Whitbread Rennyacht im Original – mit der "Fisher & Paykel" die Küste entlang brettern!

Segelenthusiasten muss nicht erklärt werden, was das Whitbread Rennen ist. Eine der grössten je gebauten Yachten, die an einem Whitebread Rennen teilnahm, liegt in Morro Jable: Die "Fisher & Paykel". Sie nimmt auch heute noch an Regatten Teil. Um das Boot zu finanzieren, das von einer ambitionierten Mannschaft gesegelt wird, wird über das Jahr ein interessantes Programm geboten. Dreitägige Segelausflüge in die kanarische Inselwelt oder Halbtagstouren entlang der Küste Fuerteventuras. Dabei kann die atemberaubende Geschwindigkeit dieses reinrassigen Renners erlebt werden. Für Segelenthusiasten Pflichtprogramm auf Fuerteventura!

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