Los Molinos – Fischerhafen und Getreidehafen.

Was gibt es zu sehen und entdecken?

Der winzige Fischerort Los Molinos heisst eigentlich Puertito de los Molinos, der kleine Hafen der Windmühlen. Klein deshalb, weil der Hafen für die Handelsschiffe gegenüber südlich lag, der Puerto de la Cruz am Ende des gleichnamigen Barrancos. Der Ort ist damals wie heute spartanisch. Rund 20 Casitas liegen in der Bucht ohne Anschluss an das Stromnetz. Der Strom kommt aus vielen kleinen Dieselaggregaten. Eine Strassenlampe erhellt den Ort nachts. Die bekam der Ort 2016 als die Inselverwaltung die solarbetriebenen Strassenleuchten entdeckte, die spärliches bis kein Licht spenden und recht zweckfremd sind. Wasser gibt es aber, denn da ist die CAAF, das kanarische Wasserversorgungsunternehmen, radikal: Es werden oberirdisch querfeldein schwarze Plastikrohre verlegt. Zu sehen sind sie überall im Malpais, neben Strassen in Barrancos. Besser so als gar kein Wasser. Leider werden kaputte Plastikrohre einfach herumliegen gelassen. Ein modernes Druckleitungssystem gibt es auf Fuerteventura nicht. Was an Wasser rausfliesst, kann daher bei starkem Regen, wenn die Rohre nicht voll sind auch eindringen und so sieht das Wasser dann nach starken Regenfällen mancher Orts auch aus: Schön braun und trüb.

Vor dem Ort liegt die schöne grosse Bucht von Puertito de Los Molinos. Im Norden wird sie von der pittoresken Klippe La Cresta begrenzt, die wie ein Hahenkamm, ein Cresta, in den Atlantik hinausragt. Dort liegen am Wochenende Einheimische auf den Klippen in der Sonne oder baden in den Becken. Im Süden wird sie von der Anhöhe Tablero de la Vega Viejo und der Klippe Punta de la Vega Vieja von rund 40 m Höhe begrenzt. Wer im Abendlicht nach Puertito de Los Molinos kommt, wird eine malerisch angestrahlte Bucht finden, die schon verzaubern kann. Vormittags liegt sie im Schatten und versteckt ihre landschaftliche Schönheit, die erst am Nachmittag aufblüht.

Sonnenuntergang auf den Klippen von Los Molinos Fuerteventura.

Geschichte – Kultur – Wirtschaft.

Puertito de Los Molinos, der kleine Hafen der Mühlen, war immer schon ein Fischerhafen und nicht der Hafen von Tefía, wie es üblicherweise beschrieben wird. Die Bucht ist bei Normalnull maximal 5 Meter tief, das heisst bei Ebbe und Niedrigwasser nur noch maximal 3 Meter tief. Da kann kein Handelsschiff mehr einlaufen. Ein Felsbrocken im Wasser und der Rumpf ist aufgerissen. Daher landeten in Puertito de Los Molinos nur die Fischerboote an, die dann wie üblich an den Strand gezogen wurden. Der Handelshafen lag südlich hinter der Klippe Punta de la Vega Vieja und heisst Puerto de la Cruz. Diese Zweiteilung der Häfen ist in unzähligen Orten der Insel zu sehen wie auch in Ajuy, El Cotillo oder La Lajita. Dort findet man auch überall Winden am Strand, um die Boote an Land zu ziehen. Fischer, die täglich auf das Meer hinausfuhren, hatten einen anderen Bedarf an Anlandungsmöglichkeiten. Dort wurde auch täglich ein und ausgelaufen, der Fisch verarbeitet, gepökelt und getrocknet, und so standen dort auch die Wohnhäuser und nie im Handelshafen, die allesamt auch heute noch unbesdiedelt sind.

Der Handelshafen, dort wo das Getreide auf die Nachbarinseln verschifft wurde, lag im Süden im Puerto de la Cruz: Eine Bucht mit mehr Tiefe. In Sie wurde eingelaufen und geankert. Die Ware wurde per Boot hin und her gerudert, in Ajuy über eine Seilwinde an Bord geschafft. Vieh, das geliefert wurde, warf man einfach über Bord. Es schwamm dann zum Strand.

Los Molinos und die Fürbitten der Fischer.

Für wen lohnt der Besuch?

Wer ein original altes Fischerdorf sehen will, der sollte nach Los Molinos fahren. So sah es noch vor einigen Jahrzehnten ausserhalb von Puerto del Rosario überall auf Fuerteventura aus. Ähnlich auch noch z.B. in Giniginámar an der Ostküste zu finden.

Ausgefallen sonnen und baden kann man auch an den nördlichen Klippen des Strandes Puertito de Los Molinos. Wer ein Secret Place von Fuerteventura entdecken will, der sollte auch nach Los Molinos kommen und die Cueva de la Ballena besuchen. Ein einsames Stranderlebnis in grosser Bucht findet sich südlich von Los Molinos im Puerto de la Cruz.

Wer dem Vergnügen des Angels nachgehen möchte, kann von den Klippen um Puertito de Los Molinos ertragreich seine Angel ins Wasser werfen. Bei Alt und Jung Volkssport am Wochenende. Da die Locals ihre angestammten Plätze haben, angelt man besser unter der Woche. Alternativ fragt der Gringo den Einheimische, wo er gut die Angel ins Wasser halten könnte. Dann wird man ihm gerne eine Ecke zeigen. Der Majorero ist zugänglich, schätzt es aber gar nicht von Gringos übergangen zu werden. Denn das ist seine Insel.

Infrastruktur.

Puertito de Los Molinos wartet mit zwei alten Gastronomiebetrieben auf, die sich Fisch und Ziege widmen und seit dem Ende der Wirtschaftskrise wieder permanent geöffnet haben. Sie sind überaus einfach und man wundert sich, dass die "Sanidad" nicht auf der Matte steht.

Schnell gefunden.

Am südlichen Ortsende von Tefía zweigt von der FV-207 die FV-221 nach Westen ab. Vorbei am Observatorium von Tefía, dem alten Flugfeld von Tefía, dem Staudamm Embalse de Los Molinos, geht es bei Las Parcelas kurvig hinunter nach Puertito de Los Molinos. Vor dem Ort wird geparkt. Theoretisch kann hineingefahren werden, der höfliche Tourist verzichtet darauf, um den Hausbesitzern nicht die wenigen Parkplätze zu stehlen.


Secret Places – zur Cueva de la Ballena.

Mehr entdecken in der Umgebung.

Secret Places – zur Cueva de la Ballena.

Wenige Touristen, die Puertito de Los Molinos besuchen, wissen, das sie an einem der schönsten Secret Places von Fuerteventura angekommen sind, der sogar fast mit dem Auto zu erreichen ist: Die Höhle des Wales. Eine Art Doppelhöhle, die die Brandung in die Klippe geschlagen hat und nun vom Atlantik mit Sand aufgefüllt wird.

Die Cueva de la Ballena liegt nur einige hundert Meter südlich von Puertito de Los Molinos. Sie kann aber nur zur Ebbe über den Strand erreicht werden. Ganz trockenen Fusses wird sie aber nur erreicht, wenn zur Ebbe auch Niedrigwasser herrscht und die Brandung gering ist.

Insider Tipp

Ein Sonnenuntergang fürs Fotoalbum – auf die Klippe Punta de la Vega Vieja.

Der alte Getreidehafen Puerto da la Cruz südlich von Los Molinos, wird nur von der Klippe Punta de la Vega Vieja vom Puertito de Los Molinos getrennt. Sie ist zwischen 36 und 45 Meter hoch und fällt steil ins Meer, fast senkrecht, ab. Von ihr aus lassen sich traumhafte Sonnenuntergänge fotografieren. Da sie fast immer menschenleer ist, können auch besonders schön romantische Sonnenuntergänge zu Zweit genossen werden. Allerdings meist nur mit Windjacke, da es recht stürmisch sein kann, oder aus dem Auto, da bis an den Klippenrand gefahren werden kann.

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