Bajo de Gran Valle.

Der Strand.

Der Bajo de Gran Valle ist die Mündung des mächtigen Tales und Wasserlaufs Gran Valle. Jener Barranco, durch den der "Königsweg" hinüber nach Cofete führt. Auf den Klippen am Strand findet sich ein grosser alter Kalkofen aus jenen Zeiten, als Gustav Winter die Halbinsel Jandía wirtschaftlich nutzte. Einige Hundert Meter weiter liegen die Casas de Jorós. Dort betrieb Don Gustavo eine Tomatenplantage. Reste alter Pumpstationen, mit denen Grundwasser gefördert wurde, finden sich dort ebenfalls. Gustav Winter war der Erste, der Dieselpumpen auf Fuerteventura einsetzte, um Wasser für die Landwirtschaft zu fördern. Davor gab es ab Anfang des 20. Jhd. nur die "Chicagos".

Von der Piste die zum Faro de Jandía führt, ist die Bucht Bajo de Gran Valle kaum einzusehen. Daher überrascht es umso mehr, welche grosse und sandige Bucht angetroffen wird. Touristen sind keine zu sehen und etwas belebt wird die Bucht nur an Wochenenden. Sie ist bei Einheimischen beliebt, die dort angeln und danach mit der ganzen Familie den Fisch grillen. An den Kalköfen ist ein planierter Platz, wo gerne im Wohnmobile am Wochenende übernachtet wird. Dort ist campen trotz Naturpark erlaubt.

Der gesamte Strand ist so gross, dass auch am Wochenende jeder der wenigen Besucher ein stilles Plätzchen für sich finden kann.

Das Denkmal auf der Klippe – Armutsmigration aus der Sahara.

Über dem Bajo de Gran Valle findet sich auf der südlichen Klippe ein eigenartiges Denkmal, mit dem wohl kaum jemand etwas anfangen kann. Sehr abstrakt stellt es ein besegeltes Boot dar, eine sogenannte "patera", die üblichen Fischerboote der gegenüberliegenden Küste der ehemaligen Spanisch-Westsahara, die heute von Marokko annektiert ist. Es erinnert an ein Thema, das heute aktueller denn je ist: Die illegale Armutsmigration nach Europa. Am 28. August 1994 landete die erste dokumentierte "patera" mit Armutsmigranten aus dem Magreb am Strand von Salinas del Carmen an. Eine zweite "patera" erreichte  Fuerteventura am 25. Juli 1999. Ihre Anlandung war weniger erfolgreich als jene in Salinas del Carmen. Vor der Klippe auf dem das Denkmal errichtet wurde, ertranken neun Armutsmigranten aus der Westsahara. Sie sind nicht die einzigen, die an diesem Küstenstreifen ihr Leben gelassen habe. Sie reihen sich in die Toten der Schiffbrüche vieler Handelsschiffe ein, denn tückische Riffe, Strömungen und Windverhältnisse machen die See rund um die Halbinsel Jandía extrem gefährlich. Die grösste Katastrophe ereignete sich am "arrecife del griego", am "Riff des Griechen" vor dem Leuchtturm Faro de Punta de Jandía, an dem rund 150 Canarios ertranken. Auch wenn die Küste um Jandía oft so harmlos aussieht, wenn beispielsweise am Punta Salinas  Surfer die Wellen elegant abreiten, sie ist brand gefährlich.

Die Strände Fuerteventuras: Bajo de Gran Valle.

Wassersport + Entspannung.

An den nördlichen und südlichen Klippen, die den Bajo de Gran Valle begrenzen, kann gefischt werden. Solche Klippen sind immer gut, um etwas essbares aus dem Wasser zu ziehen.

In der Strandmitte fällt das Meer flach ab. Dort kann mit entsprechender Vorischt gebadet werden. Klippen sollten generell zum Schwimmen gemieden werden. Die Küstenströmung wird dort gestaut und erzeugt immer wieder einen massiven Sog auf das Meer hinaus.

Infrastruktur.

Ausser zwei urigen Lokalen in Puerto de la Cruz und einem wenig empfehelenswerten in Cofete, ist im Parque Natural de Jandía keine Infrastruktur zu finden. Was benötigt wird, muss aus Morro Jable mitgenommen werden.

Der Weg zum Strand.

Die Carretera Punta de Jandía geht am Friedhof von Morro Jable in eine Piste über. Von dort sind es exakt 2,1 Km bis linker Hand eine Piste schnurgerade zur Küste hinunter abzweigt. Holprig aber fahrbar.

Orientieren, dass man die richtige Piste erwischt hat, kann man sich auch an der eigenartigen, nicht identifizierbaren Skulptur, die auf der Klippe oberhalb des Baja de Gran Valle, dem Tablero de Casa de la Señora, aufgestellt wurde.

Geparkt werden kann direkt am Strand.


GPS Position:
N 28° 03' 13,4" | W 014° 22' 58,8" 


Am Königsweg von Jandía nach Cofete Fuerteventura wandern.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Über den "Königsweg" nach Cofete.

Das Gran Valle hat nicht nur den schönen Küstenabschnitt Bajo de Gran Valle geformt, sondern bietet auch einen der wenigen niedrigen und leicht zu gehenden Übergänge nach Cofete.

Der als "Königsweg" bezeichnete Wanderweg ist ein alter Weg, der früher von den Bewohnern Cofetes genutzt wurde, um nach Morro Jable zu gelangen. Nun wird er als Wanderweg immer beliebter. Wer ihn nicht hin und zurück gehen möchte, findet mittlerweile auch einen öffentlichen Bus, der Morro Jable mit dem Faro de Punta de Jandía und Cofete verbindet.

Insider Tipp

Wellenreiten im Parque Natural de Jandía!

Surfer, die den Parque Natural de Jandía erkunden wollen, findet am Punta Salinas eine bei Touristen wenig bekannten Surfspot, der an einem Riff bricht. Sie ist bei Locals am Wochenende beliebt. Trotzdem ist das Line-up kaum frequentiert unter der Woche ausgestorben.

Die schönen Wellen, die zwischen dem Punta de Jandía und dem Punta de Pesebre brechen, sind tabu. Unzählige Kreuze an der Küste erklären warum.

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