Playa de Agando.

Der Strand.

Der Playa de Agando liegt weit ab vom Schuss und kaum ein Tourist hat ihn jemals zu Gesicht bekommen. Ein Strand aus einer Mischung aus Lavakies und Lavasand vor einer recht mächtigen Bucht. Gleich um die Ecke, ums Kap Punta de Agando, liegt Gran Tarajal. Mit dem Motorboot wäre Gran Tarajal in wenigen Minuten erreicht, aussen herum mit dem Auto, über holprige Piste, braucht es schon seine Zeit.

Normalerweise ist es am Playa de Agando sehr einsam. Der eine oder andere wortkarge Angler könnte getroffen werden, der zu einer der Klippen klettert, die rechts und links die Bucht flankieren. Um Gran Tarajal liegen exzellente Fischgründe. Sardinenschwärme und der begehrte rote Thun, von dem nur eine Handvoll gefangen werden dürfen, ziehen ebenfalls an Gran Tarajal vorbei. Lediglich um die 20 rote Thun wurden 2018 in Gran Tarajal aus dem Wasser gezogen, die allesamt am selben Tag zu horrendem Preis nach Japan gingen. Eine der Familien, die vom klassischen Thunfisch Boot mit dem Haken die Tiere aus dem Wasser holen dürfen, ist eine alteingesessene Fischereifamilie aus Ajuy, deren Tochter das schöne Geschäft "trecepeces", die dreizehn Fische, in Ajuy betreibt.

Im Sommer wird es am Playa de Agado jedoch umtriebig, denn es ist einer der legalen Stellplätze, auf denen Einheimische den Sommer im August am Meer verbringen können. Dann ziehen Wohnwagen und Wohnmobile auf, Pick-ups und eine kleine Siedlung entsteht. Trotzdem geht es überaus ruhig zu. Es wird gefischt, gefaulenzt, in der Sonne gelegen, geschwommen und natürlich, zur Siesta muss auch in der Bucht Playa de Agado spanische Ruhe gehalten werden. Schliesslich muss das üppige Mittagessen verdaut werden.

Der Playa de Agando ausserhalb des Hochsommers eine einsame Bucht, im August ein interessanter Platz zur Studie Spanisch-Kanarischer Lebensweise.
 

Die Strände Fuerteventuras: Playa de Agando.

Wassersport + Entspannung.

Um das Kap Punta de Agando liegen hervorragende Fischgründe. Wer zu den Klippen klettert oder ein Boot dabei hat, wird reichlich aus dem Wasser ziehen. Mit einem Seekajak oder einem SUP ist man in der grossen Bucht auch bestens unterwegs. Windsurfer, Kitesurfer oder Wellenreiter werden sich langweilen. In der Sonne liegen lässt sich auch gut, die umliegenden Klippen sind ein erstklassiges Windschild. Lesen, denken oder faulenzen klappt auch ganz hervorragend. Der Playa de Agando ist so irgendwie Outback am Strand.

Infrastruktur.

Die Frage nach der Infrastruktur ist leicht beantwortet: Absolut keine, kein Wasser, kein Strom aber gutes Telefonnetz. Wer ein Zodiac mit passablem Aussenboarder mitgebracht hat, was der eine oder ander Einheimische schon zum Fischen macht, den kratzt das gar nicht. Aus der Bucht hinaus aufs Meer gebraust, um das Kap Punta de Agando herum und nach insgesamt dreitausend Metern Fahrt ist schon die Hafenmole von Gran Tarajal erreicht.

Der Weg zum Strand.

Wer den Playa de Agando nicht kennt, wird in garantiert nicht finden und suchen wohl auch kaum. Wird die FV-2 von Gran Tarajal Richtung Süden nach Tarajalejo genommen, geht es hinter Gran Tarajal hinauf auf eine Anhöhe. An dieser taucht linker Hand erst eine Bushaltestelle und dann eine Ziegenfarm auf. Direkt vor der Ziegenfarm zweigt linker Hand eine Piste ab, die aussieht, wie wenn sie eine Privatstrasse wäre, die zur Ziegenfarm gehören würde. Das ist aber die Piste, die zum Playa de Agado führt. Auf diese abbiegen und dann heisst es durchhalten. 4,3 km geht es nun über eine zermürbend holprige Piste mit einem Hügel, der zu überwinden ist, zum Strand. Wird die Piste mit einem normalen PKW genommen, entsteht das Gefühl, die Stossdämpfer schlagen gleich durch die Bodenplatte. Wer sich mit dem Wohnmobil auf die Piste wagt, sollte Schritttempo einplanen und im Inneren alles gut verstaut haben.


GPS Position:
N 28° 12' 15,6'' | W 014° 03' 02,4''


Rund um den Caldera de Gairía Fuerteventura.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Rund um den Caldera de Gairía und durchs Malpais Chico.

Wem die 4,3 Km Rumpelstrecke von der FV-2 zum Playa de Agando gefallen hat, der kann es noch deutlich holpriger aber auch landschaftlich aufregender haben. Und das gleich in der Nähe. Wer nach Tiscamanita fährt, das sind gerade einmal 20 Km, trifft auf den äusserst schönen und geschichtsträchtigen Vulkan Caldera de Gairía. Dieser kann auf einem System holpriger Pisten umrundet werden, so man ein geländegängiges Fahrzeug hat. Auf der östlichen Seite liegt das Malpais Chico, ein Lavafeld und da geht ohne Geländewagen nichts mehr.

Auf der Tour und um den Caldera de Gairía wird ausser vielleicht einem Ziegenbauern in einem Toyota Hilux niemand getroffen. Dafür grasen Kamele in der Landschaft, die keine Anstanden machen auszubüchsen. Allerlei subtropische Pflanzen sind im Malpais zu entdecken. Eine Tour für Entdecker und ein übersichtliches kleines Abenteuer.

Insider Tipp

Wo darf auf Fuerteventura gecamped werden – viele Meinungen eine richtige Antwort.

Viel wird diskutiert, wo auf Fuerteventura gecamped werden darf. Die Antwort ist ganz einfach: das Cabildo de Fuerteventura legt das in Verordnungen fest und publiziert diese auf seiner Website. Gecamped werden darf prinzipiell nur in festgelegten Zonen. Die gibt es als unbegrenzte und begrenzte. In letzteren dürfen nur eine max. Anzahl an Campern gleichzeitig stehen. First come first serve. Länger als eine Woche durchgehend darf nicht am selben Ort gestanden werden. Auch in Naturparks darf gegen gegenteilig verbreitete Meinung gecamped werden, wie z.B. im Parque Natural de Jandía am Punta Salinas.

Darüber hinaus gibt es Sommerstellplätze, die Residente gratis zugeteilt bekommen, teils mit gratis Wasser und Strom, wie jene in Pozo Negro. Man meldet sich bei der Gemeinde, ist etwas frei, wird ein Sommerplatz zugewiesen. Wird er nicht binnen zwei Wochen belegt, verfällt der Platz wieder und geht, so eine Warteliste vorhanden, an den Nächsten auf der Liste. Die Stellplätze sind nach den Sommermonaten zu räumen.

Darüber hinaus existieren Camping-Zonen, für die eine Einzelgenehmigung erforderlich ist. So z.B. für die Insel Isla Lobos, für die das Medio Ambiente gegen Antrag eine Camping Lizenz für max. drei Tage ausstellen kann aber nicht muss. Meist muss ein spezieles Interesse nachgewiesen werden z.B. Ornithologie, ein Forschungsprojekt etc.

Was an den Orten erlaubt ist, ist ebenfalls streng geregelt. Alle Regeln und Stellplätze werden vom Medio Ambiente und der Policia Local, der Gemeindepolizei, streng kontrolliert. Wer sich nicht daran hält, zahlt saftige Strafen!

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