Punta Salinas.

Der Strand.

Die erhaltenen alten Wirtschaftsgebäude am Punta Salinas, die Nachbarn der Casas de Cueva de la Negra, dürften aus dem Ende des 19. Jhd. stammen. Genau weiss das niemand. Wie der Name verrät, wurde dort in einer halb natürlichen, halb angelegten Saline, Salz gewonnen. Salz, das man zum Einsalzen und Haltbarmachen von Fisch benötigte, später für die Konservenindustrie. Salz wurde bis auf geringe Ausnahmen auf Fuerteventura nur zum Eigenbedarf erzeugt, um den gefangenen Fisch zu konservieren. Die umliegenden Geländenamen lassen darauf schliessen, dass am Punta Salinas schon weit vor den Zeiten von Gustav Winter Fischfang und Salzgewinnung betrieben wurde (siehe dazu Casas de Cueva de la Negra). Die Gewässer eignen sich ideal, um wertvollen Fisch aus dem Wasser zu ziehen. Der Kanaren Strom treibt je nach Jahreszeit Fettfisch wie die begehrten Sardine, Inbegriff des Konservenfisches oder den extrem wertvollen roten Thun vorbei.

Heute gehören die Häuser am Strand alteingesessen Familien der Halbinsel Jandía. Meist sind sie verwaist und werden in der Regel nur in den Sommermonaten genutzt, um mit der Grossfamilie einige Tage am Strand zu verbringen, zu fischen, zu essen und zu faulenzen. Damit sie nicht von "Ocupados" besetzt werden, sind sie mit daumendicken Stahlgittern und raffiniert angelegten Schlössern versperrt, an die man mit einer Flex nicht herankommt.

Der Strand an sich ist nicht besonders attraktiv. Zwar ist die Basis zwischen den Lavasträngen, die dort ins Meer flossen und hinter denen hervorragend windgeschützt in der Sonne gelegen werden kann, goldgelber feiner Muschelkalk, aber die Brandung, die am Punta Salinas herrscht, schaufelt immer wieder Lavakies heran und macht ihn für reine Sonnenlieger eher uninteressant. Andere kommen aber genau wegen dieser Brandung, denn hier bricht rund 100 m vor der Küste an einem Riff, das bei Normal Null nur 5 m unter Wasser liegt, eine schöne Welle. Surfrevier für Insider und Locals. Am Wochenende fahren ein paar VW Busse auf, junge Leute surfen den ganzen Tag und campieren hier am Wochenende. Der Punta Salinas ist eine legale Camping Zone auf der Halbinsel Jandía. Das komplette Verzeichnis im offiziellen Dokument des Cabildos gibt es hier zum Download.

Punta Salinas Jandía Fuerteventura.

Wassersport + Entspannung.

Der Punta Salinas ist ein perfekter Ort, um an einem verlässlichen Reef Break in einem die meiste Zeit leeren Line-up auf eine schöne Welle zu warten und sie abzureiten. Zum Angel ist die Ecke auch gut geeignet. Besser aber noch ist der Angelspot an der alten Mole des Leuchtturms Faro de Jandía 5 Km weiter.

Infrastruktur.

4 Km vom Spot Punta Salinas entfernt liegt Puerto de la Cruz. Zwei urige Lokale lassen sich dort finden. Einkaufen oder gar tanken kann man im Parque Natural de Jandía nicht. Was benötig wird, muss aus Morro Jable mitgebracht werden.

Der Weg zum Strand.

Die Carretera Punta de Jandía legt 4 Km vor dem Ort Puerto de la Cruz mit einer Rechts- und Linkskehre ein schönes S in die Landschaft. Genau vor diesen beiden Kehren zweigt zur Küste eine Piste ab, markiert mit einem kleinen Schild, die hinunter zum Punta Salinas führt. Am Wochenende ist der Ort von der Piste Carretera Punta de Jandía gut auszumachen. Es sind meist VW Busse mit Surfbrettern auf einer Klippe zu sehen.


GPS Position:
N 28° 04' 33,2" | W 014° 28' 04,5" 


Saline Salinas del Carmen Fuerteventura.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Die letzte Saline auf Fuerteventura.

Fuerteventura verfügte seit Jahrhunderten über Salinen. Einige grosse, die kommerziell für den Fischfang und die Konservenindustrie genutzt wurden wie auf der Isla de Lobos, bei Gran Tarajal oder Salinas del Carmen. Darüberhinaus gab es unzählige weitere Salinen, die kleine Fischerdörfer betrieben, um ihren Fang haltbar zu machen. Eine solche sehr alte in in Resten noch an den Casas de Jacomar erhalten.

Die letzte funktionstüchtige Saline auf Fuerteventura liegt bei Salinas del Carmen und wurde zum Museo de la Sal umgebaut. Nach und nach wird sie wieder in Betrieb genommen und so kann man dort nicht nur alles über die Salzgewinnung auf Fuerteventura erfahren, sondern auch zusehen und echtes Atlantiksalz als Mitbringsel für zu Hause kaufen.

Insider Tipp

Ein Line-up, das noch einsamer ist? Kein Problem, Fuerteventura hat es!

Wer sich schon von drei, vier Dudes im Line-up unangenehm bedrängt fühlt, dem kann Fuerteventura helfen. Zum Beispiel auf der Isla de Lobos. Am Strand Playa de la Arena, der an sich schon schwer gefunden wird, bricht vor der Bucht eine schöne Welle. Dort ist man garantiert ganz alleine für sich!

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