Playa de Puerto Rico.

Der Strand.

Der Playa de Puerto Rico ist nur absolut Ortskundigen auf Fuerteventura bekannt. Wobei er ganz leicht und unkompliziert mit jedem normalen Auto zu erreichen ist. In den meisten Karten wird auch Puerto Rico und Playa de Puerto Rico in einen Topf geworfen. Sie sind zwar nahe beieinander aber nicht dasselbe.

Der Playa de Puerto Rico ist eine windabgeschottete kleine unspektakuläre Bucht mit einem Strand aus Lavakies. Er liegt nur einen knappen Kilometer nördlich der Costa Calma, dort, wo die kilometerlangen Sandstrände beginnen. Vor allem Locals zieht es in die Bucht. Einsam, völlig ungestört kann in der Sonne gelegen werden, in der Bucht geschwommen werden und mehr. Gerne wird auch hier am Wochenende übernachtet, der Griller angeworfen, denn es gibt eine flach gewalzte Stellfläche, wo sich ein VW Bus oder ähnliches gut macht. Puerto Rico und der Playa Puerto Rico sind legale Camping Plätze auf denen Camper bis zu einer Woche stehen dürfen.

Der Playa de Puerto Rico ist weniger ein Ort für den Kurzurlauber, als viel mehr ein Ort, an dem man einige Tage in der Natur am Wasser verbringt. Einheimische haben das Angelzeug dabei und ernähren sich von dem, was sie aus dem Wasser ziehen. Vielleicht ist es gerade das unspektakuläre, unaufgeregte, das diese kleine Bucht sympathisch macht.

Die Strände Fuerteventuras: Playa de Puerto Rico.

Wassersport + Entspannung.

Heftiger Wellengang oder starke Strömungen sind am Playa de Puerto Rico Fuerteventura selten. Auch Wind gibt es für Fuerteventura wenig. In der Bucht lässt sich gut etwas schwimmen, mit dem SUP oder Seekajak paddeln. Der Atlantik ist aber kein Plantschbecken. Wie überall im Atlantik ist Vorsicht geboten, vor allem an einsamen Stränden, wo weit und breit keine Hilfe zu finden wäre.

Kanarios angeln gerne in diesen Buchten, da an den Riffen ein reicher Bestand an Fischen und auch Meeresfrüchten zu finden ist. Eine gute Idee, um einwenig Robinson Crueso Feeling aufkommen zu lassen. Vorsicht bei den Meeresfrüchten. Die meisten sind geschützt und wer beim Sammeln erwischt wird, bekommt eine schwindelerregend hohe Strafe aufgebrummt. Und bevor die nicht beglichen ist, heisst es auf der Insel bleiben. Da kennen Spanier kein Pardon!

Infrastruktur.

Keine. Über dem Playa de Puerto Rico liegt das Restaurant Mirador de Sotavento. Ansonsten sind die nächsten Orte Costa Calma und La Lajita.

Der Weg zum Strand.

Der Playa de Puerto Rico kann direkt entlang der Küste von Puerto Rico erreicht werden. Zu Fuss zumindest oder mit einem ordentlichen Geländewagen. Es muss lediglich eine steile Piste über eine Klippe genommen werden, die beide trennt. Es hat sich durchgesetzt, dass auf der Insel mit normalen Mietwägen überall herum gefahren wird, aber probieren Sie diese Strecke erst gar nicht. Im besten Fall können Sie noch ohne Hilfe umdrehen und den Rückzug antreten.

Mit normalem Auto wird der Playa de Puerto Rico leicht erreicht, wenn die nördliche Autobahnabfahrt vor Costa Calma genommen wird und im Kreisverkehr Richtung Norden zum Mirador Costa Calma bzw. zum Restaurant Mirador Sotavento aufwärts abgebogen wird. Dort angelangt, wird rechts neben dem Restaurant steil abwärts eine Asphaltstrasse genommen, die zum bizarren "Schwabendorf" führt, eine Häuseransammlung, die sich deutsche Auswanderer in den 1970igern errichtet haben. Diese auf einer Piste umrunden, steil in einen Barranco hinab und mit viel Schwung wieder aufwärts, um nicht hängen zu bleiben. Schon ist die Klippe über dem Playa de Puerto Rico erreicht. Die Piste kann hinunter bis direkt an den Strand gefahren werden. Meist ist sie in gutem Zustand.

GPS Position:
N 28° 10' 32,0'' | W 014° 10' 15,2''


Sonnenuntergänge am Punta de Guadelupe Fuerteventura.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Romantische Sonnenuntergänge auf einer Klippe – Punta de Guadelupe.

Der Playa de Puerto Rico ist zwar herrlich einsam, Natur pur und so an ihm übernachtet wird, können herrliche Sonnenaufgänge genossen werden, doch mit Sonnenuntergang ist nichts. Kein Problem, der Istmo de la Pared, der das südlich Jandía und nördliche Maxorata trennt, ist nur 5 km breit und in 15 min. kann über die FV-605 zum Sonnenuntergang die Westküste erreicht werden.

Empfehlenswert ist das Felsentor von La Pared, wie es touristisch genannt wird oder richtiger Weise der Punta de Guadelupe. Ein Lavafels, der einer gigantischen Sprungschanze gleich in den Atlantik ragt und in den die Brandung über tausende Jahre ein Loch gebrochen hat. Dort lassen sich traumhafte Sonnenuntergänge erleben.

Insider Tipp

Frische Fische selber aus dem Meer ziehen!

Im Gegensatz zu Deutschland und Österreich wird auf Fuerteventura kein Angelschein benötigt, also ein Nachweis, dass eine Prüfung abgelegt wurde und Fachkenntnis besteht. Das heisst aber nicht, was oft verbreitet wird, dass auf Fuerteventura jedermann angeln darf wie er will. Es wird eine Angellizenz benötigt, die ein Jahr gilt und berechtigt, an den Küsten zu fischen, nicht auf offener See! Da sie kaum 15,- Euro kostet, sollte man sich ggf. eine Lizenz besorgen. Am besten es wird in ein Bürgerservice Zentrum gegangen, "Oficina Integral de Atención al Ciudadano" und nach einer "Licencia de pesca" gefragt. Diese Servicezentren bündeln alles, was ein Bürger im normalen Alltag so brauchen könnte, denn in Spanien herrscht, auch für den Einheimische, ein kaum zu durchschauender Dschungel an Zuständigkeiten.

Mit dem Erwerb der Lizenz wird auch die aktuelle und wichtige Schautafel ausgegeben, was ab welcher Größe und welchem Umfang aus dem Wasser gezogen werden darf. Versuchen Sie keinen Rat bei älteren Einheimischen, die mit der Angel am Meer stehen, über die Lizenz einzuholen. Den Meisten würde es nicht im Traum einfallen, sich eine Lizenz zu lösen.

Viele Muscheln und Krustentiere stehen unter strengem Schutz, damit sich die Populationen nach Jahrhunderte langem Raubbau erholen können. Wer z.B. eine Majorera Napfschenke (Lapa majorera) auch unwissend einsammelt, hat mit einer Strafe ab 200.000,- Euro zu rechnen, so er erwischt wird. Die Anzahl der Nullen ist korrekt. Daher generell Finger weg von Meeresfrüchten! Auch in den entlegensten Ecken der Insel kann plötzlich ein Geländewagen des "Medio Ambiente" auftauchen und kontrollieren! Auch für unwissende Ausländer gibt es keine Nachsicht.

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