Baja de los Erizos.

Der Strand.

Der Baja de los Erizos ist eine kleine versteckt gelegene Bucht bei La Pared. Sie wurde von einem Barranco als Kerbe in die felsige Küstenlinie gefräst, die Brandung half dabei kräftig mit. Zur Regenzeit, wenn heftige subtropische Wolkenbrüche über Fuerteventura nieder gehen, können diese Wasserläufe binnen Minuten zu reissenden Flüssen anschwellen. Unvorsichtig geparkte Autos landen dann im Atlantik. Wanderer, die das Wetter nicht im Auge hatten, müssen sich auf Felsen retten. Besonders um Ajuy ist dann der Rettungshubschrauber, der aus Gran Canaria anfliegt, im Einsatz, um Wanderer abzubergen. Ausserhalb der Regenzeit, wenn die Barrancos staub trocken wirken, ist das kaum vorstellbar. Doch auch im Hochsommer fliesst einige Meter unter diesen ein steter Wasserstrom. Für Mensch und Pflanzen, ausgenommen die Tomate, ist das Wasser, da durch das Vulkangestein sehr mineralisch, ohne Aufbereitung ungeniessbar. Tomaten kommen damit gut zurecht und werden auf Fuerteventura mittels Tiefbohrungen gewässert.

In der kleinen Bucht des Baja de los Erizos ist es einsam und ruhig. Nur die Einheimischen kennen sie und sind hier gelegentlich mit einer Angel anzutreffen. Die Felsflanken der Bucht schirmen den kleinen Sandstrand auch gegen heftige Passatwinde ab. Wenn am südlich gelegenen Playa del viejo Rey der Wind so pfeift, dass an ein Sonnenbad nicht mehr zu denken ist, ist das im Baja de los Erizos in der Regel noch möglich.

Wo versteckt sich diese kleine Bucht? Wird vom Playa de la Pared auf das Felsentor Punta de Guadelupe gestiegen, liegt nördlich unter dem Felsentor eine kleine Bucht. Hinter dieser weiter Richtung Norden, ist der Baja de los Erizos zu finden. Auch von der äussersten Spitze des Punta de Guadelup wird die Bucht weder eingesehen noch der Sandstrand ausgemacht. Von der nördlichsten Flanke des Baja, ist der äusserste Ausläufer des Felsentores zu sehen.

Der Baja de los Erizos ist nichts besonderes, eine naturbelassene Bucht, in der Besucher der Sonneninsel Ruhe finden. Typisch für Fuerteventura, oft reicht es sich einige hundert Meter von den touristischen Hotspots zu entfernen, um sich in völliger Einsamkeit wieder zu finden. Interessant ist auch der Name des baja, el erizo, der Igel. War die Regenzeit auf Fuerteventura ergiebig, ist der Tisch für den Igel reich gedeckt und er kann sich zu einer richtigen Plage entwickeln. Hunde beschäftigen sich gerne mit diesem eigenartigen Wesen. Für diese Belästigung dankt der Igel mit Flöhen. In den Stacheln wimmelt es von den unangenehmen Blutsaugern, die gerne in das Fell des Hundes wechseln. Touristen, die gerne "in Not geratene" Igel retten, sollten im Kopf haben, dass der Igelfloh auch den Menschen liebt und gerne von seinem Blut lebt.

Die Strände Fuerteventuras: Baja de los Erizos.

Wassersport + Entspannung.

Der Atlantik um La Pared ist etwas für die Surfer. Ohne Brett sollte sich niemand in den Atlantik wagen. Tükische Rip Currents, an den Kaps der Buchten unberechenbare Strömungen und als Draufgabe zieht der Kanarenstrom vorbei. Vor allem an sonnigen Tagen sieht das Wasser harmlos und einladend aus. Ist es aber nicht. Jedes Jahr ertrinken um La Pared mehrere Menschen. Gebadet wird gegenüber im Osten, um Morro Jable oder an der Costa Calma, der "ruhigen Küste" eben. Hier um La Pared ist es wild und gefährlich.

Infrastruktur.

Siehe Playa de la Pared.

Der Weg zum Strand.

Der Beschreibung unter Punta de Guadelupe folgen. Am Felsentor ist bei genauem Hinsehen eine kleine Pfadspur nach Norden auszumachen, die unterhalb der Häuser verläuft. Sie führt in einen kleinen Wasserlauf, durch diesen durch und der Spur weiter folgen. Die Flanke des Baja de los Erizos taucht auf. Dort führt ein guter Pfad über die südliche Flanke hinunter in die Bucht.


GPS Position:

N 28.22079° | W 14.21866°


Islote de Cofete Jandía Fuerteventura.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Zum einsamen Leuchtfeuer Punta de Pesebre.

Touristen, die in den Hotspots Corralejo, Caleta de Fuste, Costa Calma und Morro Jable ihren Urlaub verbringen und ihre Hotelumgebung nie verlassen, könnten meinen, ganz Fuerteventura sei ein einziger grosser All-in Club. Das Wunderbare an Fuerteventura ist, dass dies genau so nicht zutrifft.

Kaum werden die Touristenorte und -spots verlassen, stösst der Inselbesucher auf Ursprünglichkeit, wilde und raue Natur, die durch ihre Einsamkeit und Reduktion abstossen oder in den Bann ziehen kann. Leuchttürme sind Magnete für Menschen, die meist sehr belebt sind. Wer mit einem Hilfsfeuer zufrieden ist, der sucht den Punta de Pesebre und geniesst am kleinen Leuchtfeuerhäuschen einzigartige und einsame Sonnenuntergänge.

Insider Tipp

Über dem Playa del viejo Rey – auf der Suche nach der mysteriösen Mauer.

Legenden kursieren, dass zwei Stammesgemeinschaften der Ureinwohner, der Majoreros, die Insel in einen nördlichen und einen südlichen Bereich aufteilten und ihre Reiche durch eine Mauer trennten. Die beiden Stammesführer Ayoze und Guise gab es tatsächlich, aber dass sich 1.700 Majoreros, soviele waren es zur Eroberung, die grosse Insel durch eine Mauer trennen und aufteilen würden, scheint doch absurd. Ein nicht zu bewältigender Kraftakt für eine solche Population, dazu völlig sinnlos da nicht zu sichern. Verortet wird sie ganz in der Nähe des Bajo de los Erizos oberhalb des südlichen Endes des Playa del viejo Rey (Strand des alten Königs) im Istmo de La Pared. Wer den schönen Istmo dort akribisch durchstreift, wird eine Mauer finden, eine "la pared". Daher trägt der rein zu touristischen Zwecken gegründete Ort La Pared auch seinen Phantasienamen. Es wird wohl eher eine der vielen Mauern der Insel sein, die Cabras in Gebieten halten sollten und es noch heute tun. Die wahre Geschichte der Teilung der Insel und die Entzauberung der Legende der Mauer der Majoreros ist interessant. Sie ist unter dem Ort Valle de Santa Inés zu lesen, denn auf dieser Majorero Grenzziehung beruhte ein Verwaltungsakt, der ersten spanischen Siedler. Er fand alljährlich zur Fiesta in dem Ort Valle de Santa Inés statt. Wer dennoch die Mauer im Istmo suchen will und evtl. finden wird, durchstreift jedenfalls eine einzigartige Naturlandschaft im Istmo de la Pared.

 

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