Caldera de Gairía – kleines Abenteuer mit dem Geländewagen.

Offroader – "Achter" rund um zwei fotogene Vulkankessel.

Die Ecke rund um Tiscamanita ist recht einsam und wird von wenigen Touristen besucht. Sobald die FV-20 verlassen wird, trifft man nur noch ab und zu auf Landwirte in Pick-ups, Ziegen und auch Kamele laufen frei in der Gegend des mächtigen Caldera de Gairía (461) herum. Der Caldera de Gairía besteht aus einem grossen Vulkankessel, am besten von Tiscamanita aus zu übersehen. Auf der Südwestseite befindet sich eine grosse Auskerbung im Kegel. Dort floss beim Ausbruch die Lava aus und formte das Malpaís Chico, das nach Osten hin in das grösste Lavafeld Fuerteventuras, das Malpaís Grande, übergeht. Im Malpaís Grande liegt auch die alte Majorero Siedlung "La Antalayita". Nur wenige Vulkankegel Fuerteventuras sind wie beispielsweise der Calderón Hondo bei Lajares geschlossen. Die meisten Ausbrüche waren nicht eruptiv. Die letzten Beispiele dazu lassen sich am schönsten im Teide Nationalpark auf Teneriffa sehen. Dort brach der letzte Vulkan 1909 aus. Es ergoss sich Lava als zähfliessende Masse ins Tal.

Auf den Krater und zur Majorero Siedlung.

Den Caldera de Gairía zu besteigen ist etwas kompliziert. Wer meint von Tiscamanite aus einfach durch die "Kerbe" ins Innere steigen zu können, wird sich bei dieser Variante die Zähne ausbeissen und bald aufgeben. Was sich von Weitem als gute Route darstellt, erweist sich vor Ort als unangenehme Herumkletterei über messerscharfe Lavafelsen. Anders geht es deutlich besser. Es wird im Ort Agua de Bueyes von der FV-20 Richtung Caldera de Gairía direkt bei der Bushaltestelle abgefahren. Die Strasse mündet in eine holprige Piste, die nur mit geländegängigen Wagen zu befahren ist und führt bis auf halbe Höhe zum Vulkankessel hinauf. Am Ende der Strasse wird auf einen eigenartigen Kessel mit kleinen Höhlen getroffen. Dort  wurde Picon, Lavakies, ausgegraben, der für die Landwirtschaft benötig wurde. Bei der einen oder anderen Filmproduktion wurde die Location auch schon eingesetzt. Von hier kann relativ leicht aber rutschig weglos zum Krater aufgestiegen werden. Kaum 150 Höhenmeter sind es, aber unangenehm zu gehen. Vom Krater hat man einen fantastischen Rundblick. Den höchsten Punkt markiert eine kleine weisse Messsäule. Wer in den Krater, ebenfalls weglos, absteigt, findet Reste einer Majorero Siedlung.

Rund um die Vulkane.

Von Antigua kommend zweigt zwei Kilometer vor Agua de Bueyes von der FV-20 an den Weilern "Casillas de Morales" linker Hand eine holprige Piste ab, die komplett nur mit einem Geländewagen zu befahren ist. Obwohl in ein kleines Gewirr von Pisten gefahren wird, ist der Weg auch gut ohne Karte zu finden, da im freien Malpaís Chico von oben kommend ein guter Überblick gegeben ist. Die Piste führt abwärts, in einem grossen Rechtsschwung um den halben Caldera de Gairía, in eine Ebene hinunter. Dort stehen in der Regel einige Kamele, wenn sie nicht gerade beim Touristen oder Filmdreh Einsatz sind. Kurz dahinter kommt ein Abzweig zum kleineren Vulkankessel Montaña Parrado (252 m) hinüber. Die Piste führt einmal rund um den Vulkankessel zurück zum Abzweig. Von dem geht es dann auf der ursprünglichen Piste weiter rund um den Caldera de Gairía, erst auf eine Anhöhe, dann an der "Kerbe" hinunter ins Malpaís Chico bis Tiscamanite, wo die FV-20 wieder erreicht wird. Es wird immer auf der Hauptpiste geblieben. Die Orientierung ist kein Problem.

Sehenswürdigkeiten Fuerteventuras: Tiscamanita – Caldera de Gairía

Für wen lohnt der Besuch?

Die Gegend um den Caldera de Gairía ist optimal für jene, die einwenig Outback Feeling und 4x4 Fahrerlebnis erleben wollen. Auf Pisten unterwegs sein wollen, wo sie keinen normalen Mietwagen oder Tourveranstalter treffen. Menschen, welche die Einsamkeit der Insel spüren wollen, Lust haben ein paar Kamele zu sichten und grandiose Landschaft geniessen wollen. Die das so machen wollen, ohne in der sensiblen Landschaft Schaden anzurichten. Gemütlich geht es über holprige Pisten, die auch der eine oder andere Farmer mit seinem Toyota Pick-up unter die Räder nimmt. Der Natur wird nicht geschadet , niemand wird gestört. Aber auf den Pisten bleiben. Eine reicht.

Wer überdies einen Vulkankrater besteigen möchte, den garantiert kaum ein Tourist besteigt, für den ist der Caldera de Gairía auch interessant. Vor allem, wenn er in ihn absteigt, denn am Boden liegeb Reste einer Majorero Siedlung.

Infrastruktur.

Die Infrastruktur der Gegend ist gering. In Tiscamanita findet sich eine der wenigen Tankstellen im weiteren Umkreise. Wer etwas essen oder trinken will, tut dies am besten Am Kirchplatz in Tuineje oder vor der Kirche in Antigua. Wem beides nicht liegt, der muss weiter fahren. Lebensmittelgeschäfte finden sich in Tuineje und in Antigua.

Schnell gefunden.

Die Anfahrt zur Offroad Runde, sowie die Beschreibung des Aufstiegs zum Caldera de Gairía ist oben beschrieben. Hier die Koordinaten der Geländepunkte:

GPS Postionen:

  • Bushaltestelle Agua de Bueyes:
    N 28° 22' 28,0" | W 014° 01' 36,4"

  • Abfahrt Casillas de Morales:
    N 28° 22' 36,8" | W 014° 00' 32,7"

  • Abzweig Montaña Parrado:
    N 28° 21' 30,8" | W 014° 00' 16,5"

Ein Verzeichnis aller Vulkane Fuerteventuras samt GPS Position kann hier geladen werden.


Museo del Queso Majorero Antigua Fuerteventura.

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Die Entstehung Fuerteventuras – in Antigua gibt es Antworten.

Das Museo del Queso Majorero verkauft sich durch seine sehr unglückliche Bezeichnung unter Wert. Es geht in ihm keineswegs nur um Käse. Es wird in einem eigenen Gebäude auch umfangreich, sehr schön und modern und das mehrsprachig, Flora, Fauna und Geologie Fuerteventuras dargestellt. Einen besseren Einblick, bis auf die Geologie, bekommt man nur im Museum am Morro Velosa.

Das Museo del Queso Majorero stellt sehr schön die Entstehung der Insel dar, das Fuerteventura keineswegs eine Vulkaninsel ist, durch tektonische Hebungen entstand, der Vulkanismus nur die Gipfel schaffte. Das Ganze sehr anschaulich und verständlich präsentiert.

Insider Tipp

Auf zwei Rädern – mit der KTM über die Insel brausen!

Zweirad Fans mit Faibel für Offroad sind am besten bei einem guten Guide aufgehoben. Thomas Donnecker kommt seit vielen Jahren nach Fuerteventura, kennt die Trails wie seine Westentasche und weiss, wo gefahren werden darf, ohne Ärger zubekommen. Im Gepäck hat er immer neue und 1a servisierte KTM, damit keine Pannen das Erlebnis trüben.

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