Villaverde – Parade der Windmühlen.

Was gibt es zu sehen und entdecken?

Wenige Plätze werden auf Fuerteventura gefunden, die sich so gut eignen um Windmühlen zu betreiben, wie jener Hügelkamm bei Villaverde. Die Windmühlen von Villaverde liegen hoch auf einer Hügelkette, wo so richtig schön der Nord-Ost Passat, der fast unaufhörlich das ganze Jahr weht, von offener See durchfegen kann. Nichts bremst ihn. Das alleine wäre schon genug aber da kommt noch eine Geländeeigenart hinzu. Der Montaña de los Saltos im Westen und der Montaña Escanfraga im Osten bilden eine perfekte natürliche Düse und bringen den ohnehin schon heftigen Passat nochmal so richtig in die Gänge. Und so bläst es da oben auf der Hügelkette extra stürmisch. Logistisch liegen die Windmühlen auch ideal. Sie liegen zwischen den ehemals reichen Kornfelder der Ebenen von Tefía und dem Hafen von Corralejo

Lässt der Nord-Ost Passat einmal aus und bläst der heisse Calima kräftig aus der Sahara nach Fuerteventura hinüber, dann trifft der Wind durch die natürliche Düse aus Montaña Escanfraga und Montaña del Fronton, wieder ordentlich beschleunigt, auf die Windmühlen. Kurzum, da oben bläst es immer, höchstens, es ist einmal ganz windstill auf Fuerteventura. Aber das kommt so gut wie nie vor.

Die Hügelkette wirkt wie aufgeschüttet, so perfekt ist sie, doch es ist ein Lavastrom vom Montaña Escanfraga, der auch die Cueva del Llano gebildet hat. Sie ist eine Aussichtsterrasse. Nach Süden hat der Besucher einen schönen Blick auf den heiligen Berg Tindaya. Spät im Jahr, wenn die Sonne weit nach Süden gewandert ist, geht die Sonne dann hinter dem Berg Tindaya unter. Ein Spektakel, das wenigen bekannt ist. Zur anderen Seite liegen einem die Insel Isla de Lobos, das Dünen Gebiet El Jable und die herrlichen Playas el Jable zu Füssen. Von hier aus lassen sich auch phänomenale Sonnenaufgänge beobachten. Zu all dem, gesellen sich auch noch die Bilderbuch Windmühlen von Villaverde als Pflicht Fotomotiv.

Die Windmühlen bei Villaverde sind einfach ein traumhafter Ort. Warum auch immer, vielleicht weil es dort oben so windig ist, werden kaum Touristen angetroffen. So hat der Besucher das Erlebnis meist ganz für sich alleine.

Sehenswürdigkeiten Fuerteventuras: Villaverde – Windmühlen

Für wen lohnt der Besuch?

Der Besuch der Windmühlen von Villaverde lohnt besonders für Naturliebhaber und jene, die gerne fotografieren. Von der Hügelkette der Windmühlen bietet sich nach Süden ein schöner Blick auf den Berg Tindaya, nach Norden liegt dem Besucher das Dünnen Feld El Jable, die Playas el Jable und die kleine Insel Isla de Lobos zu Füssen.

Zu diesen Fernblicken gesellen sich die beiden Bilderbuch Windmühlen von Villaverde und Richtung Westküste alte Vulkane wie der Montaña Arena mit dem gleichnamigen Vulkanfeld Malpais Arena. Nach Osten blickend präsentiert sich der fotogene Vulkankrater Montaña Escanfraga, dessen Lavaströme die Cueva del Llano geformt haben. Auch ganz ohne Windmühlen wäre diese Hügelkette etwas Besonderes.

Infrastruktur.

Im kleinen Ort Villaverde wird ein überraschend grosses Angebot an Gastronomie und auch einigen Übernachtungs-Möglichkeiten gefunden. Das liegt auch daran, dass Villaverde eine schöne und ruhige Ecke Fuerteventuras ist und hier einige Insulaner leben, die finanziell besser gestellt sind. Da geht man doch gerne öfter einmal in der Nähe essen und gönnt sich etwas. Daher ist auch die Gastronomie ansprechend.

Das Angebot an Geschäften ist eher gering und konzentriert sich auf das tägliche Leben. Da von Villaverde sehr gut Corralejo und Puerto del Rosario erreicht wird, wird neben dem Tagesbedarf dort eingekauft.

Schnell gefunden.

Die Windmühlen von Villaverde werden über die Landstrasse FV-101 erreicht. Die Windmühlen sind nicht beschildert und obwohl sie von Weitem gut zu sehen sind, nicht ganz leicht anzufahren. Unzählige kleine Strassen und Sackgassen biegen von der FV-101 ab.

Daher orientiert man sich am Hotel und Restaurant Mahoh. Aus Corralejo kommend wird vor diesem auf eine kleine asphaltierte Strasse Namens "Calle la Raya" abgebogen. Dieser wird aufwärts gefolgt auch dann noch, wenn sie den Namen auf "Calle Felix de Vera Guerra" ändert. Beim exakt 5. links Abzweig seit der FV-101, wird auf eine Schotterstrasse ohne Namen abgebogen. Der nach 200 m links abgehende, sehr steile Schotterweg, führt hinauf zu den Windmühlen. Nach den Wintermonaten und heftigen Regenfällen ist dieses kurze Stück mit normalen Auto meist nicht befahrbar. Dann heisst es zu Fuss die letzten 150 Meter gehen.

Aus El Cotillo, Lajares, La Oliva und Corralejo sind die Windmühlen mit dem Bus der Linie 8, aus Puerto del Rosario mit der Linie 7 zu erreichen. Die Bushaltestelle liegt im Nirgendwo. Kaum jemand steigt dort ein oder aus und so muss beim Fahrer ankündigen werden, dort aussteigen zu wollen. Sonst braust er durch. Von der Bushaltestelle wird am besten "auf Sicht" zu den Windmühlen gegangen. Am Hang finden sich unzählige Pfadspuren.


Fuente de Tababaire La Oliva Villaverde Fuerteventura.

Mehr entdecken in der Umgebung.

Fuente de Tababaire – fantastische Blicke über die Insel.

Die Fuente de Tababaire, die Quelle am Montaña Tababaire, versorgt die Felder von La Oliva, früher standen dort einmal Olivenhaine, mit Wasser. Von La Oliva können am Berg Einschnitte ausgemacht werden, die wie Strassen aussehen, aber in den Berg gegrabene Wasserläufe sind.

Kaum jemanden wird an der Fuente de Tababaire getroffen. Sie kann sogar mit dem Auto über eine Piste erreicht, schöner erwandert werden. Kaum jemand findet die Quelle aber da sie versteckt liegt und nicht beschildert ist. Der Ausblick von der Quelle ist einfach spektakulär. Die nördliche Westküste Richtung El Cotillo, die Ebenen und die Vulkankette von Lajares liegen dem Besucher zu Füssen. Nur Rufe des Schmutzgeiers und des Mäusebussarts durchdringen die Stille. Sie nisten in den steilen Felsen. Halbwilde Ziegen klettern in den Berhängen. Dann denkt man sich: "Gut, dass dieses Tourismusprojekt gescheitert ist. Einfach herrlich hier!"

Insider Tipp

Comidas Casa Escanfraga – ausgezeichnet, preiswert essen!

Wer in Villaverde herumwandert, zu den Windmühlen aufsteigt oder andere lohnende Ziele in der Gegend aufsucht, könnte Hunger bekommen. Da bietet sich der hübsche Familienbetrieb Casa Escanfraga im "Zentrum" von Villaverde an. Die Küche ist ehrlich, schmackhaft, gut und preiswert. Das Ambiente traditionell, der Service freundlich und schnell. Casa Escabfraga – ein klarer Tipp!

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