Casa del Coronel – Mercado del Tradiciones.

Was gibt es zu sehen und entdecken?

Die Casa del Coronel stand ursprünglich im Eigentum des Coronel Cristóbal Manrique de Lara y Cabrera (* 1800 – † 1870), bis sie dessen Gattin Sebastiana Cabrera 1840 ihrem gemeinsamen Sohn Pedro Manrique de Lara y Cabrera schenkte, damit er mit seiner Frau Antonia de Ponte y LLarena in Privatsphäre leben und aus der "Casa de los Coroneles" ausziehen konnte. Die Tochter Doña Nieves Manrique de Lara, später Doña Nieves de Ponte y del Castillo, da sie den VII Marqués de la Quinta Roja, Don Diego de Ponte y del Castillo, heiratete und daher von da an als "La Marquesa" auf Fuerteventura bekannt war, erhielt die "Casa Alta" in Tindaya. Jene "Casa Alta", die sie den beiden Söhnen des Leibarztes Don Blas nach ihrem Tod vermachte, der ein Jahrzehnt die "Casa Mané" bewohnte.

"Casa de los Coroneles", "Casa del Coronel", "Casa Mané" und "Casa Alta" mit der "La Cilla" die bedeutendsten weltlichen Bauwerke der Zeit der Coroneles auf Fuerteventura und alle in der Hand einer Familie. Alleine dieser Blick auf einige Gebäude verdeutlicht, wer das Geld und Sagen auf Fuerteventura hatte. Eine Machtfülle, die zunehmend missbraucht wurde und schliesslich zur Auflösung des Systems durch Madrid führte.

Heute ist der Besitz der Casa del Coronel zweigeteilt. Der Bereich der Hauptfassade, der gegen die Calle Francisco Fuentes blickt, ist seit 1955 im Privatbesitz einer Familie der Gemeinde. Der Rest des Gebäudes wurde 1987 von der Familie Dorta der Gemeinde La Oliva verkauft. Der Privateigentümer des einen Teil des Hauses kann mit ihm nicht viel anfangen, da das gesamte Gebäude unter Denkmalschutz steht.

Fuerteventura war und ist nie eine Insel der wohlhabenden Bewohner gewesen. Früher waren es die Coroneles, die für die Grundeigentümer und sich selber den Profit, den man aus der Insel holen konnte, abschöpften. Heute sind es die Touristikunternehmen wie RIU, TUI, Thomas Cook et.al., die das Geld machen. Auf Fuerteventura blieb seit eh und je kein Geld und so hatten und haben die Besitzer historischer Bauwerke keine Mittel, sie entsprechend zu erhalten. So verfiel die Casa del Coronel genauso wie die Casa Mané oder die Casa Alta nach und nach.

Die Casa del Coronel wurde in mehreren Etappen von der Gemeinde La Oliva aus Gemeindemittel und Mittel der autonomen Provinz Las Palmas in Stand gesetzt. 1994 erarbeiteten die beiden Architekten Juan Carratalá Fuentes und Ana Pérez Palma die Pläne für die historisch korrekte Wiederherstellung des Gebäudes. Letzte Arbeiten wurden erst 2010 unter dem Architekten Daniel Padrón durchgeführt.

In den Sommermonaten findet der "Mercado de las Tradiciones" statt. Dort verkaufen kleine Gewerbetreibende Käse, Aloe Vera, Handwerk, frisches vom Feld um Villaverde und mehr. Nach zähem Start ist der kleine Markt nun vor allem am Freitag zu einem quirligen Ort, an dem sich Touristen und Einheimische mischen, geworden. Den Rest des Jahres steht die Casa del Coronel leider ungenutzt und leer. Schade, vor allem der Patio ist ausgesprochen schön und man würde sich ein nettes Café darinnen wünschen. Windgeschützt und sonnig könnte gesessen werden und einwenig Gastronomie würde La Oliva wirklich nicht schaden.

Sehenswürdigkeiten Fuerteventuras: La Oliva – Casa de Coronel

Für wen lohnt der Besuch?

Die Casa del Coronel hat wie oben dargestellt eine gewisse historische Bedeutung als eines der Besitzungen einer der wohlhabendsten und mächtigsten Coroneles von Fuerteventura. Zu besichtigen gibt es nichts. Der Wochenmarkt in der Casa del Coronel hat sich jedoch über die Jahre zu einem interessanten kleinen Markt gemausert. Der Besuch ist lohnend.


Öffnungszeiten:

  • Juni, Juli, August, restliche Monate geschlossen
  • Di+Fr: 10:00–14:00
     

Infrastruktur.

Gastronomisch hat La Oliva nicht all zuviel anzubieten. Grosses gastronomisches Angebot findet sich in Villaverde, Lajares und El Cotillo.

Schnell gefunden.

Über die grosse Strasse, die um die Kirche Iglesia Nuestra Señora de la Candelaria führt, die FV-102, wird in wenigen hundert Metern linker Hand die Casa del Coronel erreicht. Erst wird rechter Hand die Fahnen bewährte Gemeindeverwaltung, dann Skater Park und Hallenbad passiert. Hinter dem Hallenbad liegt die Casa del Coronel.

Auch mit dem Bus der Linie 7 oder 8 ist die Casa del Coronel gut zu erreichen. Es wird von der Bushaltestelle an der Iglesia Nuestra Señora de la Candelaria in etwas mehr als 5 Minuten zur Casa del Coronel herüber spaziert.


Öffnungszeiten:

  • Juni, Juli, August, restliche Monate geschlossen
  • Di+Fr: 10:00–14:00

Die Windmühlen von Villaverde Fuerteventura.

Mehr entdecken in der Umgebung.

Die Windmühlen von Villaverde – stürmischer Weitblick.

Auf der Hügelkette von Villaverde stehen zwei hübsche, rund hundert Jahre alte Windmühlen. Sie geben ein perfektes Fotomotiv ab. Gegen tiefblauen Himmel, umgeben von Vulkankegeln des Montaña del Salto, dem Montaña Escanfaga, dem Montaña Fronton und dem Montaña Arena. Der Montaña Arena ein Vulkan, dessen Lavaströme eines der grössten Lavafelder von Fuerteventura, das Malpais de Arena, produzierte.

Wer auf der Hügelkette steht dem wird klar, warum die Mühlen genau dort stehen. Der Nord-Ost Passat fegt durch eine Geländekerbe und wird nocheinmal massiv beschleunigt. Die Ausblicke von der Hügelkette sind windig aber traumhaft. Nach Süden liegt der Ort La Oliva, dahinter der Montaña Tindaya. Nach Norden liegen dem Besucher die grossen Dünnenfelder El Jable von Corralejo und die Isla de Lobos zu Füssen.

Insider Tipp

Potaje Canario – ein echter kanarischer Eintopf in der Bar La Oliva.

In die Bar La Oliva wagen sich genau genommen keine Touristen. Vor der Tür einige Plastiksessel, auf denen raue Kanarios mit sonnenzerfurchtem Gesicht sitzen und rauchen. Landwirte, Handwerker, Frauen absolut keine. Eine Männerbar. Im Inneren kanarisch schummerig, sonnengeschützt eben. Geredet wird laut.

Trotzdem sollte man sich nicht abschrecken lassen. Die wild aussehenden Einheimischen werden einen zwar als exotischen Gast beäugen, sind aber recht freundliche Zeitgenossen. Nachdem Platz genommen wurde, sollte ein "Caña" und ein "Potaje" bestellt werden – ein kleines Bier und ein Eintopf. Das wird den Wirt überraschen, die Sympathie heben und für ein paar Euro erhält der Gast ein sehr schmackhaftes und sättigendes Essen samt eiskaltem "Tropi". Ausprobieren.

Der Ort La Oliva Fuerteventura: Der Mercado de los Tradiciones in der Casa de Coronel.Der Ort La Oliva Fuerteventura: Der Mercado de los Tradiciones in der Casa de Coronel.Der Ort La Oliva Fuerteventura: Der Mercado de los Tradiciones in der Casa de Coronel.Der Ort La Oliva Fuerteventura: Der Mercado de los Tradiciones in der Casa de Coronel.Der Ort La Oliva Fuerteventura: Der Mercado de los Tradiciones in der Casa de Coronel.Der Ort La Oliva Fuerteventura: Der Mercado de los Tradiciones in der Casa de Coronel.Der Ort La Oliva Fuerteventura: Der Mercado de los Tradiciones in der Casa de Coronel.Der Ort La Oliva Fuerteventura: Der Mercado de los Tradiciones in der Casa de Coronel.Sehenswürdigkeiten Fuerteventuras: La Oliva – Casa de Coronel