Über den GR 131 von Villaverde nach Lajares.

Charakteristik – Landschaft.

Die Wanderung Villaverde – Lajares ist besonders schön und trotzdem wird unterwegs kaum eine Menschenseele getroffen. Zum Auftakt präsentieren sich die schön restaurierten historischen Windmühlen von Villaverde. Am Montaña del Molino (277 m) bieten sich schon die ersten herrlichen Fotomotive für das Urlaubsalbum an. Auch der Blick auf die Ostküste ist bereits schön, kommt aber noch viel besser.

Über einen holprigen Karrenweg geht es zwischen dem Vulkan Montaña de la Arena (420 m) und dem Vulkankessel Montaña de los Saltos (342 m) hinauf zu einem Pass. Kurz davor zweigt eine Pfadspur zum Montaña de los Saltos ab, ein Vogelschutzgebiet, dass Zugvögel als Brutgebiet nutzen. Am Montaña de los Saltos angekommen, überrascht als erstes der Vulkankrater der sich unerwartet auftut. Dann begeistert der herrliche Ausblick auf die Isla de Lobos, das Dünengebiet El Jable und die Strände von El Jable.

Zurück am Weg Richtung Lajares, geht am kleinen Pass die Route in einen kleinen, schönen Wanderweg über, der links und rechts von Steinmauern begrenzt ist. Hinter ihnen liegen unzählige alte landwirtschaftliche Anbauflächen, auf denen verwildert die interessantesten Pflanzen wachsen wie die ausgesprochen schöne "Fliegenblume" oder "Caralluma burchardii". Interessierte nehmen einen tiefen Nasenzug an ihr, der nicht ganz nach Wunsch ausfallen wird. Sie sondert während der Blüte einen penetranten Assgeruch ab um Fliegen anzulocken. Es lohnt einwenig abseits des Weges in den alten Feldern umher zu streifen, wenn man sich für die Flora interessiert. Nur in der ausgewiesenen Brutzeit von Mitte Februar bis Ende Juli sollte darauf verzichtet werden, um die Brutvögel nicht zu stören. Sie lieben die alten Steinmauern. Birdwatcher sollten ihren Feldstecher mitbringen.

Ab dem kleinen Pass geht es immer abwärts mit weitem Blick auf die Ebene und die Westküste Fuerteventuras. Besonders schön ist das am späten Nachmittag, wenn die tiefe Sonne vom Meer hinüber strahlt, die erdfarbene Landschaft in ein noch wärmeres Streiflicht taucht, das die Gegend plastisch profiliert und die Vulkane, die in der Ebene stehen, herausarbeitet. Am schönsten ist daher erst am Nachmittag in Villaverde aufzubrechen und im langsam schwindenden Licht Richtung Lajares unterwegs zu sein. Das hat einen ganz besonderen Reiz.

In der Ebene vor Lajares wird die schöne Jugendherberge von Lajares passiert und einer der drei auf Touristen ausgelegten Reiterhöfe von Fuerteventura, die Finca Julie. Die gab aber auf Grund des flauen Geschäftes 2018 auf. Alternativ bietet sich der Reiterhof in El Roque an.

Wer die Tour perfekt plant, sollte im letzten Licht in Lajares ankommen und im Kopf haben, wann das 722 Gradi geöffnet hat. Ein Abendessen auf der Terrasse des 722 Gradi bei stimmungsvollen Windlichtern ist ein toller harmonischer Abschluss der Tour.

Für Geocacher hat Sunnyfuerte auf der Tour ein Geocache an einem fantastischen Aussichtspunkt gelegt.

Wandern + Trekking auf Fuerteventura: Über den GR 131 von Villaverde nach Lajares.

Die Route.

Von der südlichen Bushaltestelle im Ort Villaverde sind die schönen Windmühlen von Villaverde gut zu sehen. Es wird durch die kleine Wohnsiedlung unterhalb der Mühlen spaziert, bis die Geländekante erreicht wird, auf denen die Mühlen stehen. Dort führen mehrere Pfadspuren zu den Mühlen hinauf, steiler, flacher. Man nimmt jene, die einem zusagt. An den Mühlen angekommen steht der Wanderer am Montaña del Molino (277 m). Diesem Geländerücken wird vorbei an den Windmühlen Richtung Westen gefolgt, an seinem Ende über einen Pfad zu einem Karrenweg abgestiegen. Dort wird auf einen Wegweiser gestossen, der den Weg Richtung "Lajares" weisst. Diesem Wegweiser, der immer wieder unterwegs auftaucht, wird bis Lajares gefolgt, bis dort der "Campo de Fútbol" erreicht wird.

Vom ersten Wegweiser geht es immer leicht aufwärts über einen holprigen Karrenweg. Zur Linken liegt der Vulkan Montaña de la Arena (420 m), zur Rechten der Vulkankessel Montaña de los Saltos (342 m). Kurz bevor der Scheitelpunkt der Wanderung erreicht wird, ein kleiner Pass, zweigt rechts ein Pfad auf den Montaña de los Saltos ab, der leicht bestiegen werden kann. Das sollte man nicht auslassen.

Ab dem Pass geht der Karrenweg in einen reinen Wanderweg über, der sich wunderschön bis hinunter in die Ebene um Lajares zieht. Dort geht es wieder auf Pisten weiter. Immer den Wegweisern folgen und auch einwenig die Augen Richtung Lajares offen halten. Das grosse Fussballfeld im Norden des Ortes ist gut auszumachen und kann als grosser Wegweiser dienen, wenn mal einer der roten Wegweiser am Weg fehlt. Ab und zu findet man sie flach im Gelände liegen. Kein Vandalenakt, fegt der Nordost Passat mal richtig heftig, fallen ihm immer wieder Verkehrsschilder und Wegweiser zum Opfer.

Über Pisten geht es vorbei an der Jugendherberge von Lajares, dem geschlossenen Reiterhof "Finca Julie" weiter, bis der grosse Campo de Fútbol erreicht wird, wo auch eine Bushaltestelle der Linie 08 liegt.

Anfahrt – Infrastruktur.

Die Tour Villaverde – Lajares wird am besten mit Hilfe der guten Busverbindung 08 zwischen El Cotillo und Corralejo unternommen. Zwischen 7:00 und 23:00 Uhr ist in beide Richtungen stündlich mindestens ein Bus unterwegs. Bushaltestellen befinden sich direkt am Start und Ende der Tour. Der Aufwand zwei Autos zu platzieren wäre deutlich höher.

Am schönsten ist die Tour von Villaverde aus. Es wird an der Busstation bei den Mühlen von Villaverde am Hotel + Restaurant Casa Vieja ausgestiegen. Rechtzeitig die Stopp Taste drücken, sonst rauscht der Bus durch. Für den nicht Ortskundigen ist das eine meist unlösbare Aufgabe. Daher sollte man dem "Chófer" das Vorhaben beim Einsteigen mitteilen und möglichst vorne im Bus beim Fahrer Platz nehmen, damit er nicht vergisst anzuhalten. Fast alle Fahrer sind überaus freundlich und hilfsbereit, stoppen und weisen den Weg. Das Alles geschieht mit einer Seelenruhe unter Beobachtung der anderen Fahrgäste, die gerne Tipps beisteuern. Irgendwie hat es niemand so richtig eilig.

Tourdaten.

  • Entfernung: Ca. 11 Km eine Richtung inkl. Montaña de los Saltos.

  • Höhenmeter: Ca. 100 m im An- + ca. 260 m im Abstieg inkl. Montaña de los Saltos.

  • Dauer: Ca. 4 h ink. Montaña de los Saltos.

  • Art: Streckenwanderung.

  • Beste Zeit: Später Nachmittag.

  • Anforderung: Leichte aber lange Wanderung.

  • Wegbeschaffenheit: Karren- + Wanderweg.

  • Wegmarkierung: Ja.

  • Mountainbike: Ja.

  • Telefonnetz: Ja.

  • Anfahrt mit dem Bus: Ja .

  • GPS Daten: Download GPX File

  • Karte: Mapa Topográfico Nacional de España MTN25 1086-IV


Zum Faro de Tostón El Cotillo Fuerteventura.

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Bilderbuch Leuchtturm – zum Faro de Tostón.

Der Faro de Tostón ist genau so, wie man sich idealtypisch einen Leuchtturm vorstellt: Rot-weiss gestreift, freistehend und fotogen gegen blauen Himmel, um ihn herum ein Kap mit soliden Wellen und besteigen sollte man ihn auch können. Das alles bietet der Faro de Tostón oder fast. Der Faro de Tostón, das sind eigentlich drei Leuchttürme. Bestiegen werden kann nur der mittlere weisse, aber das reicht für einen grandiosen Blick über die Nordspitze von Fuerteventura und hinüber, über die Meerenge La Bocaina, nach Lanzarote.

Im Leuchtturm Gebäude findet sich auch ein sehenswertes Museum über den klassischen Fischfang alter Zeiten. Schade nur, dass nicht spanisch sprechende Besucher ihre Schwierigkeiten haben werden, denn alles ist in der Landessprache gehalten. Das Café wurde leider auch aufgegeben.

Insider Tipp

Abstecher auf den Montaña de los Saltos (342 m) – überraschend tut sich ein Krater auf!

Der Montaña de los Saltos, der "Berg der Sprünge", ist schnell und einfach bestiegen. Ein etwas verfallener Pfad führt hinauf. Wer ihn nimmt wird reich belohnt. Am Gipfel angekommen, tut sich überraschend ein Vulkankrater auf. In ihm liegt ein alter Ziegenpferch. Vom Kraterrand hat der Wanderer einen grandiosen Ausblick auf den Ort Villaverde, den schönen Montaña de Escanfraga (482 m), der auch sehr lohnend bestiegen werden kann und in der Ferne blitzen die Dünen El Jable und die weissen Strände von El Jable, dahinter liegt die Isla de Lobos. Wer diesen kurzen Abstecher auslässt, der verpasst einiges! Am Kraterrand ist es meist recht stürmisch, denn dort fegt vom offenen Meer kommend der Nordost Passat über Fuerteventura, der in der Düse zwischen Lanzarote und der Isla de Lobos nochmal so richtig auf Touren gebracht wurde.

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