Mirador de Morro Velosa – grandioser Ausblick entworfen von César Manrique.

Was gibt es zu sehen und entdecken?

Der Morro Velosa (662 m) schliesst die Erhebungen des Zentralmassivs von Fuerteventura ab und thront mit seinen 662 m über den Ebenen, die nach Norden auslaufen. Das Valle de Santa Inés, mit seinen abenteuerlichen und einsamen Buchten um Aguas Verdes, die Llanos de la Concepción, bis sich weit in der Ferne der heilige Berg Montaña Tindaya (400,5 m) erhebt. Direkt unterhalb liegt die alte, zweite Inselhauptstadt Antigua und wer ein Stück über den Gipfel nach Süden steigt, sieht die erste Hauptstadt der Insel bzw. die gesamten kanarischen Archipels, Betancuria. Nach Westen streckt sich die wilden Steilküste aus, die ab Tindaya langsam in die Sandstrände von El Cotillo übergeht.

Der Ausblick ist wahrlich grandios und zählt mit der Fuente de Tababaire, dem Montaña de Enmedio (532 m) mit Blick auf den Montaña Tindaya und dem Calderón Hondo (223 m), zu den schönsten Aussichtspunkten des Nordens von Fuerteventura. Der international renommierte Künstler und Architekt César Manrique aus Lanzarote, hat für diesen Ort mit viel Gespür ein Gebäude entworfen, das Aussichtspunkt, kleines Café und Museum zugleich ist. Als Kämpfer gegen Hotelburgen und für landschaftsangepasstes Bauen, hat er auch den Mirador Morro Velosa mit viel Gespür 1997 in die Landschaft gesetzt. Obwohl er sich förmlich auf den freien Gipfel duckt, mehr als integraler Bestandteil des Gipfels wirkt, ist er im Inneren von beträchtlicher Grösse und zweistöckig. Der Bau öffnet sich nur gegen die weiten, nördlichen Ebenen auf zwei Stockwerke mit grossen Panoramafenstern. Auf der südlichen Seite, an der auch der Parkplatz liegt, präsentiert sich das Gebäude einstöckig im Stil eines kanarischen Landhauses mit Brunnen und einem Garten, der rund um das Gebäude angelegt ist und mit kanarischen Endemiten bepflanzt ist. Nicht ohne Grund war César Manrique Star der Kunstwelt und verkehrte mit zeitgenössischen Grössen wie Andy Warhol und anderen Vordenkern der Kunst.

Der Morro Velosa wird leider nur als Aussichtspunkt beworben. Das wäre zwar schon genug, nur es sollte nicht das wunderbare Museum untergehen, das in seinem Inneren liegt. Auf zwei Stockwerken wird die Topographie von Fuerteventura an zwei grossen Modellen gezeigt, die Barrancos, das Zentralmassiv, die Küstenverläufe. Das ist hoch interessant vor allem für jene, die die Insel erkunden wollen. Viel erfährt der Besucher zu Klima, den Passatwinden und Vegetation der Insel, über die Landwirtschaft, auch im geschichtlichen Kontext. Der Morro Velosa ist zusammen mit dem Museo del Queso Majorero in Antigua, das in Sichtweite liegt, das optimale Museum, um viel über Geologie, Flora und Fauna sowie das Klima von Fuerteventura zu erfahren.

Im Obergeschoss wird ein kleines Café betrieben. Einen Café, ein kühles Getränk oder einen Snack gibt es. Das reicht auch, denn Hauptdarsteller ist dort nicht die Gastronomie sondern das grandiose Panorama. Vor den Panoramafenstern stehen einige kleine Tische und Stühle, dahinter Treppenstufen zum Sitzen. Die rahmenlosen Fenster sind als Leinwand gedacht, die dem Besucher das Panorama gleich einer Bühne präsentieren. Am besten hinsetzen, den Ausblick geniessen, die Gedanken schweifen lassen und entspannen, lässt das Gefühl der "Isla tranquila", der ruhigen, entspannten Insel, auf sich wirken.

Leider schliesst der Morro Velosa um 18:00 Uhr wie alle öffentlich-rechtlichen Museen. Es ist zu hoffen, das wie einige andere, auch dieser herrliche Ort bald privat betrieben wird. Grandiose Sonnenuntergänge wären zu geniessen. Leider nicht ganz so bequem, denn mit dem Auto heisst es um kurz vor 18:00 die Strasse hinunter, denn dann wird auch der Schranken der Strasse dicht gemacht. Das heisst runter fahren und zu Fuss wieder raufgehen und je nach Jahreszeit lange warten. Der Morro Velosa ist ein toller Ort, sein Potential ist nur halb genutzt. Er gehört zum Pflichtprogramm eines jeden Fuerteventura Besuchers.

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Für wen lohnt der Besuch?

Der Morro Velosa auf Fuerteventura ist ein Ort, den jeder auf der Insel besuchen sollte. Auch wenn er im Süden urlaubt. Da ist einmal der herrliche Ausblick, vor allem an Tagen, an denen im Tiefflug Passatwolken über die Insel ziehen und "von oben" das Spektakel genossen werden kann. Wer sich für Botanik interessiert wird, wenn er um den Morro Velosa streift, interessante Arten finden. Auch Birdwatcher bekommen, wenn sie auf den Bergkamm Richtung Vega de Río Palmas spazieren, interessantes vor dem Feldstecher. Und wer nur mit seinem Café windgeschützt hinter den grossen Panoramascheiben sitzen möchte und kontemplativ in die beeindruckende Landschaft schauen will, der ist am Morro Velosa auch richtig.

Wissbegierige finden auf zwei Stockwerken ein interessantes Museum. Es liefert Informationen zur Geologie, Fauna, Flora, liefert klimatische Erklärungen warum alles so ist, wie wir es vorfinden, geschichtliche Informationen dazu und mehr. Der Morro Velosa ist wirklich eine gelungene Sache. Das hat Fuerteventura auch dem Architekten und Künstler César Manrique zu verdanken. Er hatte visionär ein Gespür für "sanften Tourismus", wie es heute genannt wird. Ihm ist zu verdanken, dass Lanzarote von Bettenburgen verschont blieb, Fuerteventura verdankt ihm den schönsten touristischen Aussichtspunkt. Einen zweiten, wie am Mirador de los Canarios geplant, braucht niemand.

Infrastruktur.

Im Museum gibt es eine einfache Cafeteria. Einen Snack, Café, Wasser mehr braucht es auch nicht. Von den Panoramafenstern aus wird über den ganzen Nordteil Fuerteventuras geblickt. Schier endlos scheinen die Blicke über den Norden Fuerteventuras, Maxorata und die Westküste der Insel. Da braucht es nicht mehr als einen Café. Wer nach dem Erlebnis üppiger Essen und trinken will, der findet hinter dem Pass nach Süden in Betancuria, Vega de Río Palmas und Pájara genügend Möglichkeiten dazu.

Schnell gefunden.

Der Morro Velosa liegt an der Bergstrasse, die über Pájara nach Betancuria und weiter nach Valle de Santa Inés führt. Bei der Passhöhe, an der zwei idealisierte überlebensgrosse Statuen der letzten beiden Könige des nördlichen und südlichen Reichs Fuerteventuras stehen, was in der Form mehr als fragwürdig ist, geht eine schmale Asphaltstrasse hinauf auf den Morro Velosa (662 m). Sie mündet in einen grossen Parkplatz vor dem Aussichtsgebäude und wird, wenn das Museum geschlossen ist, mit einem Schlagbaum gesperrt. Dann heisst es zu Fuss hinauf gehen.


Öffnungszeiten:

  • Mo-Sa: 10:00–17:00

  • So, Mo + Feiertage geschlossen. Auch die Strasse hinauf ist dann mit einem Balken versperrt!

  • Siehe: Aktuell geschlossen!

Eintritt:

  • Gratis.


Vega de Río Palmas Fuerteventura.

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Von der Theorie zur Praxis – Vega de Río Palmas.

Vom Morro Velosa Richtung Süden blickend, wird auf einen langen Bergkamm eine Pfadspur ausgemacht, die zum Gipfel des Tegú (642 m) hinüber führt. Ein Wanderweg führt von Antigua bis nach Vega de Río Palmas, über den auch die Nachtwallfahrt zu Ehren der Virgen da La Peña gegangen wird. Wer will, kann also zu Fuss zum Vega de Río Palmas aufbrechen, oder es wird das Auto über Betancuria genommen. Wen es nicht nach Vega de Río Palmas treibt, könnte auch eine kurze Tour unternehmen und schon beim Degollada de Tegtuno (634 m) nach Betancuria absteigen. Erst weglos wird auf halber Höhe auf einen guten Jeepweg gestossen, der gut auszumachen ist.

Durch das Vega de Río Palmas führt wohl die schönste Wanderung von Fuerteventura. Auch wer nur ein kurzes Stück zum verlandeten Staudamm Presa de la Peña hinein wandert, wird viel von dem, was er im Museum gesehen hat, an Pflanzenwelt, Geologie und Klima finden und mit anderen Augen darauf blicken. Darüber hinaus ist ein landschaftlich schöner und sehr leichter, flacher Spaziergang.

Danach kann in die ausgesprochen schöne Casa Naturaleza einkehrt werden. In einem idyllischen Patio oder im lauschigen Garten ist nett zu sitzen.

Insider Tipp

Mehr von César Manrique!

Kunstinterressierte, die mehr "César Manrique" sehen wollen, können von diesem schon zu Lebzeiten international renommierten Künstler gebürtig aus Lanzarote auf den Kanaren noch einiges sehen. Dazu muss auch nicht nach Gran Canaria übergesetzt werden, um das berühmte "Jugo del Viento", das Windspiel, am La Puntilla am Playa de las Canteras in Las Palmas zu bewundern.

Viel mehr César Manrique gibt es auf Lanzarote, seiner Geburtsinsel. Das Lavablasen Haus und mehr ist die Attraktion schlechthin. Mit der Fred Olsen Jet Fähre kann in nur 15 Minuten von Corralejo nach Costa Blanca über gesetzt werden. Ein Tagesausflug. In der Casa Mané in La Oliva sind ebenfalls einige Kunstwerke von César Manrique zu sehen.

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Höhenweg Morro Velosa.

Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa. Unterwegs am Höhenweg zum Mirador de Morro Velosa.