Barranco de la Torre – einer der mächtigsten Wasserläufe Fuerteventuras.

Was gibt es zu sehen und entdecken?

Der Barranco de la Torre gehört zu den ganz mächtigen Wasserläufen auf Fuerteventura. Je nachdem wie Wasserläufe klassifiziert werden, nach Länge, Tiefe oder jährlicher Wassermenge, kann er als grösster oder einer der ganz grossen Barrancos eingestuft werden. Wie z.B. auch auf der gegenüberliegenden westlichen Küstenseite Fuerteventuras der Barranco de Esquinzo.

Wer die grossen Barrancos auf Fuerteventura durchwandert, wird von den haushohen Lavafelsflanken, die das Wasser in die Insel gefräst hat, beeindruckt sein. Das ist keineswegs nur ein Werk vergangener Zeiten. Der Sommertourist, der nur ein leichtes Plätschern vernimmt und Rinnsal sieht, kann sich kaum vorstellen, das dort, wo er gerade wandert, binnen Minuten reissende Flüsse mit meterhohem Wasser entstehen. In der Regenzeit bilden sich atemberaubende Ströme. Unvorsichtige Touristen müssen jedes Jahr mittels Helikopter abgeborgen werden, die sich gerade noch auf einen Felsvorsprung retten konnten. Ganz so trocken, wie man meint, sie die Wasserläufe auch im Hochsommer nicht. Grosse unterirdische Wassermengen fliessen in der Tiefe.

Obwohl ein zusammenhängender Wasserlauf, trägt der Barranco drei Namen. Im Oberen Teil wird er Barranco del Durazno (Pfirsich), im mittleren Bereich Barranco de Antigua und erst im Mündungsbereich ab dem Picon (Lavakies) Werk Barranco de la Torre genannt. Der Barranco beginnt auf rund 600 m Seehöhe direkt unterhalb des Morro Velosa. Der letzte Ausläufer des Zentralmassivs und Wasserscheide. Weiter nördlich beginnt die weite Ebene Valle de Santa Inés und Llanos de la Concepción. An den Hängen des Zentralmassivs bleiben in der Regenzeit die Passatwolken hängen und regnen ab. Über den Barranco de la Torre ergiesst sich dann das Wasser, quer über die ganze Insel, am Puerto de la Torre bei Salinas del Carmen ins Meer.

Wer möchte, kann vom Morro Velosa in den Barranco del Durazno absteigen und den gesamten Barranco bis zur Mündung am Puerto de la Torre durchwandern.  Ein ordentliches Unterfangen für ambitionierte Wanderer die Abenteuer Feeling suche. Der Weg ist unmarkiert, aber es sind immer irgendwelche Ziegenpfade oder ähnliches zu sehen. Verlaufen kann sich niemand. Die Richtung gibt der Barranco vor und je näher an der Küste, desto tiefer wird er.

Nicht jeder will und kann sich so ein Abenteuer antun. Es lohnt aber auch nur kleine Stippvisiten in den Barranco zu machen. Ganz einfach zum Beispiel vom Puerto de la Torre bei Salinas del Carmen aus. Dort kann flach auf guter Piste durch Palmenhaine in den Barraco hinein spaziert werden.

Der Barranco de la Torre kann viel. Ein kleiner Spaziergang oder eine expeditionsartige Wanderung von der Wasserscheide im Zentralmassiv bis an die Ostküste.

Sehenswürdigkeiten Fuerteventuras: Salinas del Carmen – Barranco del Torre

Für wen lohnt der Besuch?

Der Barranco de la Torre ist ein Naturschauspiel der besonderen Art. Mächtig schlängelt er sich vom Zentralmassiv quer durch die Insel, bis er am Puerto de la Torre ins Meer fliesst. Die hohen Seitenwände sind beeindruckend, Nistplatz für Vögel und Augenweide zugleich. Birdwatcher und Wanderer, die ein besonderes Erlebnis suchen, sind im Barranco richtig.

An der Mündung des Barranco de la Torre, dem Puerto de la Torre, werden am Wochenende Einheimische angetroffen, die zum Angeln kommen. Reicher Fischbestand findet sich an den Klippen. Einige bleiben mit ihrem Camper auch über Nacht in der grossen Mündung mit Palmen stehen. Das Delta der Bucht ist gross. So hat jeder der wenigen Camper sein privates Revier. Wer einen geländegängigen Wagen besitzt, kann vom  Puerto de la Torre aus auch an der Küste bis nach Pozo Negro fahren. Die Piste ist zwar anfangs einfach, weiter südlich kommen Steilstücke, welche die Steigfähigkeit eines normalen Mietwagens überfordern.

Infrastruktur.

Die Gegend um den Barranco de la Torre ist einsam. Einkaufsmöglichkeiten gibt es die letzten in Caleta de Fuste. Im Ort Salinas del Carmen liegt ein Fischlokal, das bei Locals am Wochenende sehr beliebt ist. Auf einer Terrasse kann über dem Strand von Salinas del Carmen gesessen und recht gut gegessen werden. Mehr bietet die Gegend nicht.

Schnell gefunden.

Die Barrancos del Durazno, Barranco de la Antigua, Barranco de la Torre werden am leichtesten vom Morro Velosa aus an ihrem Ursprung erreicht. Auf rund 600 m Seehöhe, kurz unterhalb des Gipfels des Morro Velosa Richtung Osten, beginnt der Barranco als Geländekerbe namens Barranco del Durazno und endet als Barranco de la Torre mit haushohen senkrechten Lavafelsen am Puerto de la Torre im Meer.

Die Mündung Puerto de la Torre ist auch direkt mit dem Auto zu erreichen. Es wird in den Ort Salinas del Carmen gefahren, dieser rechter Hand Richtung Sünden passiert, bis die Asphaltstrasse in eine Piste übergeht. Sie führt in einigen Kurven in die Mündung des Barranco de la Torre, den Puerto de la Torre, hinunter. Vorbei an schönen Palmen führt sogar eine Piste in den Barranco hinein, die befahren werden darf. Ab dem Picon Werk beginnt privates Werksgelände. Dort geht es nur noch zu Fuss um das Werk herum weiter.


Playa de los Pozos Puerto del Rosario Fuerteventura.

Mehr entdecken in der Umgebung.

Playa de los Pozos – baden am Stadtstrand von Puerto del Rosario.

Nach den massiven Lava Felswänden und Klippen des Barranco de la Torre, der völligen Einsamkeit und Abgeschiedenheit, könnte man sich nach einem schönen, goldgelben Sandstrand sehnen, in der Zivilisation mit guter Gastronomie im Umfeld. Da lädt der herrliche Sandstrand der Inselhauptstadt zum Baden.

2017 finalisierte Puerto del Rosario ein EU Projekt und legte seinen schönen Stadtstrand Playa de los Pozos völlig neu an. Nun ist er eine grosse, muschelartige Bucht mit feinstem Sand, auf dem herrlich in der Sonne gelegen werden kann. Der Pier lädt zum Flanieren und auf Bänken sitzen ein und schützt vor der Brandung. In der grossen Bucht kann gefahrlos geschwommen werden. Das nutzen viele Sportler zum Trainieren.

In Gehweite des Playa de los Pozos finden sich gute, nette und preiswerte Restaurants. Geparkt werden kann direkt am Strand. Da ihn keine Touristen besuchen, ist er unter der Woche tagsunter völlig leer. Etwas mehr los ist nach der Arbeit und am Wochenende, aber das ist auch kaum der Rede wert. Es mag eigenartig klingen den Stadtstrand einer Hauptstadt als Geheimtipp zu nennen, aber irgendwie ist das der Playa de los Pozos oder wie die Einheimischen gerne zu ihm sagen Playa de la Chica, der Mädels Strand.

Insider Tipp

Birdwatching – Barranco de la Torre, einsam, aufregend, sehenswert!

Der Barranco de la Torre ist ein bevorzugtes Brutgebiet der unzähligen Zugvögel, die Fuerteventura besuchen. Daher ist er in der Brutzeit in einigen Sektoren Vogelschutzgebiet und es herrscht Betretungsverbot. Grosse Hinweisschilder machen darauf aufmerksam, die respektiert werden sollten. Für Birdwatcher ist der Barranco de la Torre ein Paradies. Auch für Naturliebhaber ohne Feldstecher ein schönes Wandererlebnis.

Sektorales Betretungsverbot: 1. Februar – 31. Juli

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