Playa Valle de Santa Inés.

Der Strand.

Der Playa Valle de Santa Inés wurde vom Barranco del Valle geformt. Ein mächtiger, wasserreicher Barranco, der am Fusse des Morro Velosa entspringt. Auf seinem Weg zum Atlantik mündet ein wasserreicher Barranco nach dem anderen in den Barranco del Valle. Der letzte Seitenarm der einmündet ist kurz vor dem Playa Valle de Santa Inés der Barranco de los Charcos. Er ist mit einem System von Staubecken versehen, die Wasser für Landwirtschaft und Ziegenzucht speicherten. "Charco" im Kastellan eigentlich eine "Pfütze", steht in Venezuela für "Stauwasser", also das, was im Kastellan als "embalse" oder "presa" bezeichnet wird. Überall auf den Kanaren kann die enge Verbindung mit Lateinamerika entdeckt werden, die bis heute besteht, vor allem mit Kuba, Venezuela und Argentinien.

Der Playa Valle de Santa Inés ist recht uninteressant, auch wenn die Anwohner der wenigen Häuschen mit ihren Kindern dort gerne einwenig herum plantschen. Das Interessante am Playa Valle de Santa Inés sind aber die unzähligen Natur Schwimmbecken. Links und rechts neben dem Playa Valle de Santa Inés liegt diese Attraktion, die wenigen Touristen bekannt ist, von den Einheimischen aber geliebt wird. Naturschwimmbecken gibt es natürlich auf den Kanaren so einige, nur diese hier haben etwas ganz Besonderes: Bei entsprechendem Seegang bekommt der Badegast regelmässig eine Wellendusche verpasst, und das ist ein riesigem Spass. Selbst älteren Spassbremsen könnten die Becken kindliche Freude bereiten. Die Höhe der vorgelagerten Klippen ist nämlich so, das die Wellen zwar "darüber schwappen und spritzen", dem Badegast aber nicht gefährlich werden. Erst wenn der spanische Wetterdienst Gefahrenstufe Gelb für "Küstenphänomene", wie es amtlich heisst, gibt, wird es auch in den Naturbecken lebensgefährlich. Wie es bei "Gelb" in den Becken aussieht, kann in der Bildgalerie gesehen werden (es handelt sich immer um die identen Becken).

Am 21. Dezember 1984 bekamen die Bewohner von Aguas Verde noch ein nettes Weihnachtsgeschenk gesendet. Das Containerschiff Júcar lief am Playa Valle de Santa Ines so sanft auf die Klippe, fast schon verdächtig sanft wie Zeitzeugen meinten, dass die Mannschaft unbeschadet das Schiff verlassen konnte. Da die Brandung stark zunahm, wurde es aufgegeben. Die Insulaner machten sich über das Strandgut her und bedienten sich, legal, an der üppigen Fracht. Das Schiff wurde erst nach rund 10 Jahren abgewrackt. Bei Niedrigwasser und Ebbe kann an der nördlichen Klippe, dort wo die Júcar auflief (N 28° 29' 09,3" | W14° 05' 41,9"), noch ein Rest der Schiffsmaschine entdeckt werden. Das Haus direkt an der nördlichen Wasserlinie ist noch heute mit Souvenirs der Júcar dekoriert: Lampen, Tauwerk und Rettungsringe. Die Júcar ist neben der Nicolás Francisco "el Griego", Ballester, American Star, Alfeite, Massira-I und Rose of Sharon eines der Schiffswracks, die auf Fuerteventura für Aufsehen sorgten.

Die Strände Fuerteventuras: Playa Valle des Antaines

Wassersport + Entspannung.

Das Ziel am Playa Valle de Santa Inés ist ganz klar: Die Naturschwimmbecken möglichst mit geeignetem Wellengang, der den richtigen Badespass erzeugt. Selfie Fans sollten, so sie eine haben, die GoPro Action Cam nicht vergessen, denn das könnten einmal richtig spannende und amüsante Aufnahmen werden.

Infrastruktur.

Im Ort Valle de Santa Inés gibt es seit kurzem wieder ein einfaches touristisches Restaurant und ein Café. Ein kleines Lebensmittelgeschäft gibt es auch. Am Playa Valle de Santa Inés selbst ist das Haus direkt an der Wasserlinie mit Terrasse unschwer als ehemaliges Restaurant auszumachen. Als die Siedlung Aguas Verdes gebaut wurde, träumten viele von florierendem Tourismus an dieser entlegenen Ecke. Daraus wurde nichts.

Der Weg zum Strand.

Auf der FV-30 Richtung Süden wird der Ort Llanos de la Concepción Richtung Morro Velosa und Betancuria passiert. Kurz nach den Häusern des Ortes folgt der Abzweig nach Aguas Verdes auf die FV-320, der leicht übersehen werden kann, obwohl ein steinerner Wegweiser aufgestellt wurde. Der Abzweig sieht mehr wie eine Hauseinfahrt aus und zweigt rechter Hand ab.

Die FV-320 westwärts Richtung Küste nehmen. Die Strasse entwickelt sich landschaftlich unerwartet schön, kurvig mit einem Auf und Ab. Über einen Hügel wird ein kleines, wasserreiches Tal erreicht, in das der grosse Wasserlauf Majada de La Pared und zwei kleiner Barrancos Majadas de las Tabaibas und Majada Larga münden. Hier liegt eine grosse Ziegenfarm. Das dies seit Jahrhunderten wohl so sein muss, darauf lassen die Namen der Barrancos schliessen, die alle samt "Majada" beinhalten, also "Viehpferch". Tabaibas sind Endemiten der Kanaren, eine spezielle Art der Wolfsmilch, die in der untersten der vier kanarischen Klimazonen heimisch sind.

Die Strasse folgt einem Tal. Eine kleine Palmenoase wird am Tablero de la Galera erreicht, die vom Baranco de la Galera gespeist wird, der am Tablere del Horno entspringt. "Horno" der Ofen und so ist rechter Hand der Strasse auch ein besonders grosser historischer Kalkofen recht verfallen zu finden. Es war nicht der Einzige dort. Kurz vor der letzten Kehre auf der FV-320 zweigt rechter Hand eine Piste aufwärts ab (N 28° 29' 16,0" | W 014° 04' 33,2"). Sie führt zum Playa de los Mozos. Dass sie öfter einmal befahren wird signalisiert ein "Stop" Schild, das recht eigenartig und verlassen an diesem holprigen Abzweig wirkt.

Nach einige Kehren wird Aguas Verdes erreicht. Nach dem Passieren einer recht desolaten Apartment Anlage von beträchtlicher Grösse, geht die Asphaltstrasse in eine Piste über. An einer dreiecksförmigen Kreuzung die kurz danach auftaucht, werden linker Hand die südlichen Strände und Buchten des Valle de Santa Inés erreicht (Caleta del Paso, Punta de los Caletones, Baja del Junguillo, Caleta Jimosa), rechter Hand führt die Piste hinab in den Barranco del Valle und zum Playa Valle de Santa Inés. An der Kreuzung steht ein grosses Schild, das nach links den "Camino JUNQUILLO" und nach rechts den "playa del VALLE" ausweist.


GPS Position:
N 28° 29' 08,0" | W 014° 05' 40,04"


Museo del Queso Majorero Antigua Fuerteventura.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Wie entstand Fuerteventura? Ein Museum gibt Auskunft.

Wer sich dafür interessiert, wie die alte Küstenlinie um das Valle de Santa Inés aus Lavaklippen und teils Sedimentschichten, also Meeresboden aus tektonischer Hebung, entstand, der bekommt es sehr schön in Visualisierungen und Modellen im Museo del Queso Majorero erklärt. Ein Teil des Museums widmet sich diesem Thema, der Name "Käsemuseum" ist mehr als unglücklich gewählt, denn es zeigt wesentlich mehr. Derzeit wohl das schönste Museum der Insel.

Auch sehr schön und gleich um die Ecke des Museo del Queso Majorero ist jenes am Morro Velosa. Es zeigt zwei grosse topografische Modelle Fuerteventuras, indem auch die vielen Wasserläufe um das Valle de Santa Inés und das Tal selber interessant darestellt sind. Es gibt auch Auskunft über die Passatwinde die auf Fuerteventura treffen und wo die Brandung im Atlantik entsteht, die so heftig an der Westküste Fuerteventuras anrollt und für Badespass am Playa Valle de Santa Inés sorgt.

Insider Tipp

Surf Booties geben Grip – sicher ins Wellenbecken.

Verwöhnten Städtern mit empfindlichen Fusssohlen könnte der Weg über die Klippen ins kühle Nass einige Pein bereiten. An manchen Stellen ist es auch glitschig und wer nicht mehr über jugendliche Balancekünste verfügt, könnte vorzeitig einen ungeplanten Abgang ins Naturbecken machen. Daher empfiehlt sich sogenannte "Surf Booties" mitzunehmen. Diese schonen die Fusssohlen und haben eine griffige Sohle. Kaufen kann man sie überall in den vielen Surfgeschäften wo trendige aber teure Marken den Ton angeben. Das muss nun nicht sein, denn die spanische Sportkette "Sprinter" bietet auch im Surfbereich Eigenmarken von tadelloser Qualität zu enorm günstigen Preisen an, zu finden in Corralejo im Las Palmeras Shopping Center oder im Las Rotondas Shopping Center in Puerto del Rosario. Bevor man sich übrigens einen Neoprenanzug für das Surfen ausleiht ist es billiger, bei "Sprinter" eine preiswerte Eigenmarke zu kaufen. Eine ganze Saison hält der auch durch, zwei Wochen sowieso und wer quält sich schon gerne in einen Neo, in dem vor ihm schon 50 andere Leute gesteckt haben.

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