Puerto de la Torre.

Der Strand.

Der Puerto del la Torre ist eine Bucht, die vom mächtigen Wasserlauf Barranco de la Torre geformt wurde. Der Wasserlauf entspringt direkt am Morro Velosa, zieht durch die alte Inselhauptstadt Antigua und mündet schliesslich neben Salinas del Carmen im Atlantik. Die Mündung wurde in alten Zeiten intensiv genutzt. Einerseits zur Landwirtschaft, ein Feld, das noch betrieben wird und der schöne Hain aus kanarischen Palmen sowie ein verfallenes Gehöft erinnern daran. Anderseits zum Kalkbrennen. Ein schon recht verfallener grosser alter Ofen steht in der Bucht. Einer von 200 bis 300 die auf der Insel noch zu finden sind. Gezählt hat sie noch niemand. Gebrannt wurden die Sedimente aus Muschelkalk, die an den Klippen Richtung Pozo Negro, das über eine Piste an der Küste erreicht werden kann, gebrochen wurden.

Mit all dem ist es vorbei. Beliebt ist die Bucht nur bei Einheimischen und auch das nur an Wochenende. Ansonsten ist es ruhig bis menschenleer. Touristen verirren sich kaum in den Puerto de la Torre. Im Sommer, vor allem im August, kann es in der Bucht belebter werden, wenn jeder auf den Kanaren und in Spanien, der sich das irgendwie leisten kann, die Arbeit ruhen lässt. Wer einmal eine Woche mit über 40 Grad im Schatten erlebt hat versteht warum und auch warum Siesta gehalten wird. Dreht in den Sommermonaten oder im Frühling auf Fuerteventura der Wind auf Ost, also Calima, dann klettert auch in Fuerteventura das Thermometer problemlos auf über 40 Grad, nachts fällt es kaum unter 28 Grad. Von wegen "ewiger Frühling". An diesen Tagen ist eine Bucht wie der Puerto de la Torre eine herrliche Sache. An den Stränden ist es viel zu heiss. Der Atlantik misst dann 24 Grad. Eine optimale Temperatur, um sich abzukühlen.

Die Strände Fuerteventuras: Puerto de la Torre

Wassersport + Entspannung.

Einheimische lieben den Puerto de la Torre aus zwei Gründen. Der eine ist, in den Sommermonaten darf dort legal mit dem Camper am Meer gestanden werden. Das ist die bevorzugte Urlaubsversion der Canarios. Das Zweite, ohne das kein Canario einen Tag am Meer verbringen möchte, das Fischen. An den Klippen des Puerto de la Torre lassen sich Köstlichkeiten aus dem Meer ziehen. Das bestätigen auch die Fischerboote, die am Playa del Muellito in Salinas del Carmen einige hundert Meter entfernt liegen. Den Fang gibt es frisch im Restaurant Los Caracolitos auf den Teller.

An ruhigen Tagen kann auch in der Bucht ins Wasser gesprungen werden. Ist das Wasser zu unruhig, kann zum Playa del Muellito ausgewichen werden. Weitere Details, wie und wo auf Fuerteventura gecamped werden darf findet sich unter "campen".

Infrastruktur.

Im Puerto de la Torre ist natürlich keinerlei Infrastruktur zu finden. Über die nördliche Klippe liegt Salinas del Carmen mit einem guten Fischrestaurant, ein paar Kilometer weiter wird Caleta de Fuste erreicht. Dort findet sich vom gut sortierten Euro Spar bis hin zu McDonalds, Mietwagen Unternehmen, Kino etc. alles an Infrastruktur, das benötigt werden könnte. Auch eine Tankstelle die von 6:00 bis 22:00 Uhr geöffnet hat liegt in Caleta de Fuste.

Der Weg zum Strand.

Aus Süden kommend wird auf der FV-2 rund 2 Km vor Caleta de Fuste in einer lang gezogenen Linkskurve rechts zum gross angezeigten Museo de la Sal abgebogen. Nicht zu übersehen, es hat sogar eine eigene Abbiegespur. Vorbei am Museum und einige hundert Meter weiter zum Ort Salinas del Carmen. Diesen gerade durchfahren. Nach dem Ort geht die holprige Strasse in eine ebenso holprige Piste über, die nach einigen weiteren hundert Metern in den Puerto de la Torre hinab führt.

Die Piste endet nicht in Puerto de la Torre, sondern führt weiter, einige kleine Buchten passierend, nach Pozo Negro. Ist das erste Stück noch gut mit einem normalen Kleinwagen zu meistern, ist auf halber Strecke ein steiler Barranco am Playa majada de las Cabras zu queren. Den mag man zwar nördlich herunter kommen, auf der südlichen Seite wird aber die Steigfähigkeit eines Kleinwagens überschritten. Da ist Schluss. Wer ein besonders schwaches Modell hat wird nun schwitzen, ob er die mit grobem Schotter belegte Piste wieder zurück hinauf kommt oder im Barranco gefangen ist. Viel Schwung und ein leidensfähiges Auto ist angesagt.


GPS Position:
N 28° 21' 19,5'' | W 013° 52' 43,5''


Ureinwohner Siedlung Poblado Antalayita Fuerteventura.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Poblado Antalayita – Ureinwohner am Malpais Grande.

Hinter den südlichen Bergen des Puerto de la Torre liegt das Malpais Grande, das grösste Lavafeld der Insel. Am Ende dieses, oberhalb von Pozo Negro, findet sich eine alte Majorero Siedlung, die Poblado Antalayita, welche teils wieder aufgebaut wurde. Ein kleines Museum gibt es auch, dass aber zu Zeiten der spanischen Wirtschaftskrise geschlossen wurde und auf seine Wiedereröffnung wartet.

Trotzdem ist es interessant den Ort zu besuchen, jedenfalls wenn man sich vorher einwenig damit beschäftigt, warum die Majoreros genau dort und nicht woanders siedelten. Wer das weiss, wird den gesamten Ort mit anderen Augen sehen und ihn mit Interesse besichtigen. Ohne Hintergrundwissen dürfte es langweilig werden.

Insider Tipp

Mit dem Mountainbike von Caleta de Fuste nach Pozo Negro.

Wer in Caleta de Fuste urlaubt und eine leichte Radtour unternehmen will, ohne auf befahrenen Strassen unterwegs zu sein, kann das direkt vom Playa del Castillo aus machen. Dort können auch Mountainbikes ausgeliehen werden. Erst geht es über den Fuss- und Radweg rund 3 Km eben nach Salinas del Carmen. Dann über Piste hinunter in den Puerto de la Torre und von diesem in einem auf und ab entlang kleiner Buchten und Strände nach Pozo Negro. Dort sind dann 9 Km am Tacho. Selten wird einem Auto auf der Piste begegnet. In eine Richtung sind es lediglich 150 Höhenmeter. In Pozo Negro kann gebadet und gegessen werden. Gemütlich geht es dieselbe Route zurück. In Summe sind rund 18 Km und 300 Höhenmeter zu bewältigen. Für trainierte ist es eine gemütliche Spazierfahrt. Bläst der Nordost Passat, muss am Rückweg ordentlich in die Pedalen getreten werden. Im Sommer kann die Sonne noch zusätzlich zusetzen. Dafür geht es mit ordentlich Rückenwind flott zurück. Wasser muss ausreichend mitgenommen werden. Nach Caleta de Fuste gibt es auf der ganzen Strecke kein Geschäft, auch nicht in Pozo Negro. Dort finden sich aber zwei einfache Restaurants.

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