Playa de Leandro.

Der Strand.

Der Playa de Leandro wurde vom Wasserlauf Barranco de Leandro geformt. Wer durch ihn zum Strand fährt wird in den diversen Kehren erkennen, welche enormen Wassermengen, für viele kaum vorstellbar, durch ihn in der Regenzeit brausen. Bei subtropichen Regengüssen kann im Barranco de Leandro binnen Minuten ein mehrere Meter hoher reissender Fluss entstehen. In den Kehren aus Lavaklippen, die das Wasser abprallen lässt und es ihre Bahn lenkt, kann das abgelesen werden. Durch die immer wieder im Sediment eingebetteten Lavazonen, die dem Wasser die Richtung weisen, entsteht die mäandernde Form der Barrancos.

Der Strand an sich zeigt sich typisch für die Geologie der Gegend. Das Fundament des Strandes entstand durch das Geschiebe, das der Barranco über die Jahrtausende heran getragen hat, vor allem Schlick, den er beim Strömen durch den Wasserlauf aus den Sedimenten aufgenommen und gelöst hat und der sich dann in der Bucht abgesetzt hat. Darüber lieg eine Schicht aus Lavakiesel, die die Brandung nach und nach angespült hat. Die erzeugen auch das wunderbar entspannende Geräusch, wenn sie in den Wellen auf und ab rollen und so immer kleiner zu Lavasand gemahlen werden. Wie das schlussendlich aussieht, wenn der Atlantik sein Werk vollbracht hat, kann am Playa de Gran Tarajal gesehen werden.
 

Die Strände Fuerteventuras: Playa de Leonardo

Wassersport + Entspannung.

Der Playa de Leandro eignet sich gut, um in aller Abgeschiedenheit einen oder mehr Tage am Meer zu verbringen. Wer die Angel ins Wasser hält, hat sein Abendessen frisch am Grill. Die umliegenden Klippen schotten den Wind ab, sodass es selbst an stürmischen Tagen recht angenehm ist und wer sich nicht gerade mitten auf den dicken Lavakies legt oder gar eine Liege dabei hat, wird auch sein Gefallen daran finden einsam in der Sonne zu liegen. Ist das Meer ruhig und kein Ablaufendes Wasser spricht auch nichts dagegen, sich in den kühlen Atlantik zu wagen.

Wo und wie an der Küste gecamped werden darf, findet sich in der Rubrik "campen".

Infrastruktur.

In Pozo Negro finden sich zwei einfache Restaurants und eine Herberge der Gemeinde. Wer etwas einkaufen oder tanken möchte muss nach Gran Tarajal oder Caleta de Fuste.

Der Weg zum Strand.

Der Playa de Leandro wird am schnellsten von Pozo Negro erreicht. Von der FV-420, dem Zubringer von der FV-2 nach Pozo Negro, zweigt 150 m vor Pozo Negro eine Piste aufwärts linker Hand nach Norden ab. Dieser Piste wird, die ersten beiden Abzweigungen rechter Hand ignorierend, 1,5 Km gefolgt und bei der dritten Abzweigung in den Barranco de Leandro eingebogen. Auf dem geht es gut fahrbar auf einer Mischung aus Kies, Schotter und Schlick zum Strand.

Gut fahrbar gilt nur für die Trockenzeit. Abseits dieser ist der Barranco de Leandro wie viele ander der Insel selbst mit 4x4 Wägen nicht mehr allzu leicht passierbar. Der Schlick wird zu einer extrem klebrigen Masse, die selbst die Radkästen verstopft, der Kies wird unterwaschen und extrem tief. Schnell sitzt da der Wagen mit der Bodenplatte am Kies.


GPS Position:
N 28° 19' 54,3" | W 013° 53' 10,7"


Fischessen in der Cofradía de Gran Tarajal Fuerteventura.

Orte + Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Zum Abendessen in die Fischereigenossenschaft.

Fuerteventura hat noch vier Fischereigenossenschaften, die ihren Fang gemeinschaftlich vermarkten und in einem einfachen Restaurant direkt im Hafen anbieten: Corralejo, Puerto del Rosario, Gran Tarajal und Morro Jable. Letzteres war übrigens die innovativste Cofradía. Sie installierte in den 1950igern die erste monströse Eismaschine Fuerteventuras und läutete den Untergang der Salinen und Konservenerzeugung auf Fuerteventura damit ein.

Nur 28 Km oder 30 Minuten mit dem Auto vom Playa de Leandro entfernt, liegt die Cofradía de Gran Tarajal. In ihr kann in einfachem Ambiente direkt am Hafen von Gran Tarajal fangfrischer Fisch gegessen werden. Auch der Besuch des sehr schönen Strandes des Ortes, dem Playa de Gran Tarajal, ist sehr lohnend. Wanderer können vom Playa de Leandro die Cofradía de Gran Tarajal über einen alten Hirtenweg entlang der Küste erreichen. Dabei wird Pozo Negro, Las Playitas passiert, um dann den Strand Playa de Gran Tarajal zu erreichen.

Insider Tipp

Durch den Barranco de la Torre zum Morro Velosa.

Wer Natur und Geologie eines mächtigen Barrancos auf einer fordernden Wanderung erleben will, der kann vom nahegelegen Puerto de la Torre aufbrechen und den Barranco de La Torre bis hinauf zu seinem Ursprung, dem Morro Velosa, erwandern. Dabei erhält der Wanderer einen tiefen Einblick in die Geologie der Insel, sieht, wie sich das Wasser der Passatwolken über Jahrtausende in den Landschaft gefräst hat und findet ein einsames Paradies für Birdwatcher.

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