Von der Pensínsula oder Nachbarinseln mit der Fähre nach Fuerteventura.

Der Reiz einer grossen Seereise – mit der Fähre im Kleinen erleben.

Die sieben Hauptinsel des kanarischen Archipels sind mit einem sensationellen Fährsystem verbunden. Wettbewerb belebt. Zwei Lizenzen für den "grossen Fährverkehr" gibt es und zwar die norwegische Rederei Fred. Olsen und die katalanische Rederei Naviera Armas. Beide Namen sind Familiennamen alter Schiffsreder, beide in den Grundzügen, natürlich vielfältig verschachtelt, immer noch Familienbetriebe. Das Konzept der Redereien ist unterschiedlich, wobei Naviera Armas langsam auch auf das modernere Fred Olsen Konzept umschwenkt. Setzt Fred. Olsen auf Geschwindigkeit, moderne Katamaranfähren und mehrere Häfen auf ein und derselben Insel, fokussiert sich Naviera Armas auf klassische Schiffsrümpfe und zentrale Häfen. Alles hat seine Vorteile. Will man den Genuss einer klassischen Seereise, also an Deck sitzen, über das Meer schauen, eine Bar im Aussenbereich, dann sollte man mit einer Armas Fähre in See stechen, wobei Naviera Armas bei Kurzstrecken auch beginnt auf die in Australien gebauten Katamaranfähren umzuschwenken. Geht es um Geschwindigkeit, so sollte man Fred. Olsen nutzen. Ausser einem kleinen Raucherdeck ist meist kein Aussenbereich vorhanden. Klimatisiert und bequem sitzt der Fährgast auf Pullman Sitzen, dazu überall Satelliten TV und die gesamte Überfahrt gratis WLAN. Dazu ein meist sehr gut besuchtes Bistro. Die Jetfähren sind deutlich schneller als die klassischen Rümpfe der Naviera Armas Fähren.

Ist das Ziel nicht die direkte Nachbarinsel, sondern eine weiter gelegene Insel und existieren keine direkten Linien, ist Fred. Olsen deutlich schneller. Ist von Fuerteventura das Ziel Teneriffa, geht es von Morro Jable nach Las Palmas. Dann wird ein Fred. Olsen Bus bestiegen und der Gast wird 45 Minuten über Gran Canaria nach Puerto de las Nieves gefahren. Dort wird wieder eine Fähre bestiegen, die sofort wieder ablegt. Das ist natürlich deutlich schneller als der reine Seeweg. Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, kann auch dem Bus folgen, so er sich nicht auskennt. Bei Naviera Armas muss die Fähre nicht gewechselt werden. Sie läuft in Las Palmas ein und von dort weiter nach Santa Cruz de Tenerife aus. Das ist komfortabler aber deutlich zeitintensiver.

Geht es nur von Corralejo zur Isla de Lobos, existiert nur ein lizenzierter Fährbetrieb und zwar Naviera NORTOUR. Komfortabel und aussichtsreich bringt dieser den Gast auch mit Fahrrad oder Surfbrett nach Lobos. Die vielen "Wassertaxis" sind nicht zu empfehlen. Meist im rechtlichen Graubereich unterwegs, geht seit 2018 die Guardia Civil Maritimo gegen sie vor. Teuer sind die Wassertaxis und den herrlichen Ausblick auf El Jable und die Strände, die von der Naviera NORTOUR Schiffen zu geniessen sind, sieht der Gast auch nicht, weil er im Schlauchboot viel zu tief sitzt oder besser hockt. Spass macht so eine Überfahrt nicht, die einem von Keilern in der Avendia de Nuestra Señora del Carmen oder an Hafenbuden angedreht wird.

Soll es von kontinental Europa auf die Kanaren gehen, so gab es wegen der Wirtschaftskrise in Spanien bis Anfang 2016 nur die Möglichkeit Cadíz – Arrecife – Las Palmas. Bedient wurde und wird die Linie von Transmediterránea mit einer alten gecharterten italienischen Mittelmeer Fähre namens „Albayzin“. So manch einer war in Cadíz etwas besorgt, mit welcher kleinen Nussschale es in den Atlantik hinaus gehen soll. Im Inneren der Charme einer Jugendherberge, Stabilisatoren unbekannt, weshalb es auf See richtig zur Sache geht. Nichts für schwache Nerven aber eben eine echte Seereise. Das Ablegen in den Sonnenuntergang ist einfach ein Traum, wenn die historische Altstadt von Cadíz vor den Augen des Fährgastes liegt. Unbezahlbar schön! Wer lieber eine moderne, grosse Fähre mit mehr Komfort, moderneren Kabinen, sogar Pool und Stabilisatoren und daher ruhigeren Überfahrt sucht, der sollte ab Huelva in See stechen. Huelva der Hafen, in dem auch Columbus zu seiner ersten Reise nach Teneriffa und dann weiter nach Lateinamerika ablegte. Ab Huelva verkehrt das Flaggschiff der Redereie Naviera Armas, die „Volcán de Teide“, sowie das "smart ship" „Nápoles“ der Rederei Fred. Olsen, das die Kanaren von den Balearen via Cadíz ansteuert.

Autofähren nach Fuerteventura.

Achtung Zoll!

Manch ein Tourist war im Hafen von Cadíz und Huelva mehr als überrascht, als er sah, das die Guardia Civil eine grosse Zollkontrolle vor dem Fährschiff aufzieht. Und das geht nicht mit einem flüchtigen Pass zeigen und durchwinken vor sich, sondern mit einer extrem scharfen Kontrolle. Die Kanaren sind EU Sonderwirtschaftszone, Zollfreizone, ohne Umsatzsteuer nur mit geringer Verbrauchssteuer. Was auf die Kanaren mitgenommen wird, wird aus dem EU Kernraum ausgeführt bzw. nachher wieder eingeführt.

Nachdem sich alle Autos in einer langen "S" Schlange aufgefädelt haben, beginnt die Kontrolle von den meisten Urlaubern unbemerkt. Drogen- und Sprengstoffhunde laufen durch die Reihen und riechen nach Verdächtigem. Die Beamten merken sich die Fahrzeuge wo der Hund anschlägt. Ist das erledigt, setzt sich die Schlange langsam in Bewegung und jeder fährt einzeln vor einen Guardia Civil Beamten vor. Haben die Hunde angeschlagen oder hat einer der vielen Beamten die scheinbar gemütlich durch die Reihen schlenderten einen Verdächtigen ausgemacht, wird er dann gleich weiter unter die Sonnenzelte gewunken, wo Mechaniker im Blaumann binnen Sekunden das ganze Auto leergeräumt haben und sich daran machen die Verkleidungen abzumontieren. Dieser Anblick führt bei vielen nichts ahnenden, redlichen Urlaubern zu Schweissausbrüchen. Jenen, denen diese Prozedur erspart bleibt, liest der Guardia Civil Mitarbeiter den Pass maschinell aus und kann auf einen Blick sehen, auf der Passagierliste des Schiffes oder nicht. Geht das klar, folgt ein Blick ins Auto und die Frage warum und wie lange. Das läuft alles sehr formal und höflich ab, der Pass kommt zurück plus einem nummerierten Laufzettel, ohne den es nicht aufs Schiff geht. Ein kurzer Salud denn die Guardia Civil ist paramilitärisch, einen schönen Urlaub und dann geht es weiter auf die Mole. Dort wartet erneut ein Guardia Civil Beamter, der den Laufzettel wieder abnimmt. So kann sich niemand aufs Schiff schleichen. Gleichzeitig erhält der Autofahrer einen Zettel mit seiner "Destination", denn die Fähren laufen in der Regel zwei Inseln an. Soll es beim ersten Stopp von Bord gehen, muss entsprechend eingewiesen werden.

Wer einige Monate auf der Insel bleibt, sollte sich vorher genau erkundigen, denn es gelten Sonderregeln. Mit einem EU Nummernschild darf nur einen Monat (!) auf den Kanaren gefahren werden. Bleibt man länger, darf drei Monate mit einem grünen Nummernschild gefahren werden, das samt Versicherung am Verkehrsamt zu beantragen ist. Ab dem fünften Monat ist dann das Auto zu importieren, umzumelden und zu versteuern. Das lohnt auf keinen Fall! Wird der Hauptwohnsitz aus der EU auf die Kanaren verlegt, dann kann das Auto vor (!) der Einreise als Umzugsgut deklariert werden und ist steuerfrei, so es mind. ein Jahr am alten Hauptwohnsitz zugelassen war. Auch Hausrat kann zollfrei importiert werden, so als Umzugsgut angemeldet. Werden teure Maschinen und ähnliches zur Ausübung des Berufes mitgeführt, sollte vorher ein internationales Carnet gelöst werden, um sich Ärger zu ersparen. Damit wird nachgewiesen, dass die Einfuhr nur temporär ist. Wer meint, das wäre nicht so genau, man fahre auf der einsamen Insel Fuerteventura einfach mal sechs Monate mit einem EU Nummernschild durch die Gegend, der irrt sich. Verkehrskontrollen sind allgegenwärtig und der Urlauber wird garantiert x mal gestoppt und kontrolliert werden. Es beginnt schon beim Verlassen der Fähre. Auch hier traut der Urlauber, wenn er in den frühen Morgenstunden von der Fähre fährt, seinen Augen nicht. Schon wieder Guardia Civil Kontrolle. Die Prozedur startet erneut, Pass und so. Gleichzeit will der Beamte wissen, wie lange man gedenkt auf der Insel zu bleiben. Die Wahrheit sagen, denn er wird sich dann die Fährbuchung zeigen lassen. Hat man nur eine Buchung, ist das zu wenig, um glaubhaft zu wirken. Diese kann laufend geändert werden. Um das Verlassen der Insel verlässlich nachzuweisen, wird eine Bordkarte für die Passage retour benötigt. Hat man die nicht, liegt es im Ermessen des Guardia Civil Beamten dem Touristen zu glauben oder nicht. Hegt er Verdacht, es wird sechs Monate oder länger auf der Insel herumgekurvt, kann er eine Sicherheitsleistung einheben, die bei korrekter Ausreise erstattet wird.

Ein kleiner Tipp: Ein sauber aufgeräumtes Auto ohne Müll, ordentlich gekleidet samt ein paar Brocken höflichem Spanisch wirken Wunder bei der Kontrolle. Auf ein entsprechendes formales Auftreten wird bei Beamten und Behörden in Spanien hoher Wert gelegt. Es dient auch zur Einschätzung der Persönlichkeit ob einem das schmeckt oder nicht. Kreuzt jemand auf einer Behörde mit kurzer Hose auf und trifft auf einen Beamten alten Schlages, wird er mit dem Hinweis nach Hause geschickt werden, angemessen gekleidet wieder zu erscheinen. Nicht umsonst war das spanische Hofzeremoniell das Strengste, das die westliche Welt je gesehen hat. Spanien ist nicht Italien. Das kann nicht oft genug gesagt werden.

Geht es zurück in die EU, sieht der Zoll besonders genau nach, denn Branntweine, Schaumweine, Zigaretten und ähnliche Genussmittel sind unverschämt billig auf den Kanaren, kosten oft nur 25% dessen, was im Heimatland zu berappen ist. Die Freimengen können aktuell und übersichtlich auf der Website des deutschen Zolls nachgelesen werden. Diese Mengen gelten nicht nur für Deutschland sondern für jedes EU Land und natürlich auch für die iberische Halbinsel, obwohl man da  immer noch in Spanien ist. Argumentieren oder lamentieren nutzt bei keiner Amtshandlung der Guardia Civil das Geringste. Es wird generell nie diskutiert. Wer das versucht wird sich Ärger einhandeln. Es gibt Regeln, die sind einzuhalten, diskutiert wird darüber nicht. Es herrschen klare Verhältnisse. Nachsicht gibt es keine. Drückt die Policia Local schon mal ein Auge zu, folgt bei der Guardia Civil immer eine Strafe. Wer sich einsichtig zeigt erhält die Basisstrafe, renitente Zeitgenossen bekommen deutlich höhere Sätze. Wer die Autorität in Frage stellt, landet auf der Wache.

Autofähren nach Fuerteventura.

Mit FredOlsen Jetfähren über die Kanaren.

Seereise – den Passat um die Nase wehen lassen.

Das kleine Abenteuer – mit der Fähre die Nachbarinseln entdecken.

Die Kanaren haben ein fantastisches Fährsystem. Jede Insel ist über die Linien Armas und Fred Olsen x mal pro Tag zu erreichen. Residente steigen oft schon für 4,- bis 10,- auf das Schiff. Die Fähren sind modern und schnell, bieten perfekten Service und legen auf die Minute pünktlich an und ab. Erstaunlich wie schnell sie beladen und geleert sind und mit welchem Elan die Einweiser die Autos auf die Plätze lotsen. Eine Augenweide zuzusehen.

Wer einige Wochen auf Fuerteventura urlaubt, sollte einen Fährausflug als Erlebnis einplanen. Besser als jede organisierte Tour und nicht teurer eher preiswerter. Mit der Fähre von Corralejo nach Lanzarote, das machen ja noch viele aber wer weiss schon, dass er täglich rund 10 mal hin und zurück von Morro Jable nach Las Palmas de Gran Canaria kommt und dass in nur 100 Minuten. Morgens hin abends retour. Die Altstadt und Museen von Las Palmas besichtigen, baden am herrlichen Playa de las Canteras, durch den botanischen Garten spazieren. Die Stadt ein Einkaufsparadies, sehr günstig da nur 7% Steuer, denn Las Palmas ist die 7. grösste Stadt Spaniens. In Deutschland würde sie sogar Platz 5 belegen. So eine kleine Seereise das hat was! Und Las Palmas de Gran Canaria ist immer eine Reise wert! Eine pulsierende Metropole, mit Santa Cruz de Tenerife Blaupause für die Städte Lateinamerikas.


Insider Tipp

Mietwagen – nicht mit jedem Auto darf die Insel gewechselt werden.

Wer sich ein Auto mietet und damit einwenig über die Nachbarinseln ziehen möchte, eine sehr gute Idee übrigens, der sollte das bei der Auswahl des Anbieters berücksichtigen. Bei den grossen Unternehmen ist es meist kein Problem und erlaubt, die kleineren lokalen Anbieter in den Tourismusorten, die ohnedies völlig überteuert sind, verbieten dies meist. Am besten ein Auto am Airport in Fuerteventura mieten und da zur Sicherheit noch einmal nachfragen und bestätigen lassen, ob die Insel gewechselt werden darf. Einwenig Planung schadet nie.

Mit der Fähre nach Fuerteventura und Fährverbindungen zwischen den Inseln.Mit der Fähre nach Fuerteventura und Fährverbindungen zwischen den Inseln.Mit der Fähre nach Fuerteventura und Fährverbindungen zwischen den Inseln.Mit der Fähre nach Fuerteventura und Fährverbindungen zwischen den Inseln.Mit der Fähre nach Fuerteventura und Fährverbindungen zwischen den Inseln.Mit der Fähre nach Fuerteventura und Fährverbindungen zwischen den Inseln.Mit der Fähre nach Fuerteventura und Fährverbindungen zwischen den Inseln.Mit der Fähre nach Fuerteventura und Fährverbindungen zwischen den Inseln.Mit der Fähre nach Fuerteventura und Fährverbindungen zwischen den Inseln.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Fährverbindungen Fuerteventura: Zwischen den kanarischen Inseln und der iberischen Halbinsel.Mit der Fähre nach Fuerteventura und Fährverbindungen zwischen den Inseln.