El Cotillo – aus für das „Laif“ Hotel.

Und wieder lässt es Einer mit dem Hotel, in dem Haus der legendären „María Hierro“.

Das Laif Hotel in El Cotillo Fuerteventura.

Nein, auch wenn aktuell COVID-19 Weltuntergangs-Propheten und Wanderprediger, wie damals zu Zeiten der grossen Pest Epidemie im 14. Jhd., das Ende der Menschheit herauf beschwören: Wir werden nicht alle sterben! Also nicht augenblicklich an diesem speziellen Virus, später schon und zwar alle. Das ist blöd. Zeit zu verschenken hat daher niemand. Geradezu in beängstigender Weise vermehrt sich der fruchtbare Homo erectus, seit er auf zwei Beinen herum läuft. Keine Epidemie konnte bisher das Bevölkerungswachstum nachhaltig stoppen. So nicht unverzüglich ein Komet die Erde in einen arktischen Winter katapultiert, werden nächstes Jahr um diese Zeit deutlich mehr Menschen diesen Planeten bevölkern als aktuell. In Sicht ist so ein Himmelskörper derzeit nicht. Entwarnung! Und daher werden auch im Herbst wieder Menschen im Flugzeug sitzen und nach Fuerteventura fliegen. Garantiert. Da können Heiko Maas und Sebastian Kurz reden was sie wollen. Die Durchsetzungskraft eines Kim Jong-un fehlt ihnen aktuell noch, auch wenn sie eifrig daran arbeiten. Ihr zwanghafter Eifer erinnert jedoch schon jetzt an zwei elementare jesuitische Tugenden: Absoluter Gehorsam und strenge Überwachung.


Für die Meisten stellen sich auch aktuell weniger himmlische, mehr weltliche Fragen. Ganz Praktisches: Habe ich demnächst noch einen Job, geht mein Unternehmen pleite, kann ich meine Immobilie weiter bezahlen, lasse ich mich nach dem Lockdown endlich scheiden oder wohin fahre ich in den Urlaub, so ich noch Euro habe und die auch noch etwas Wert sind. Das sind mehr oder weniger die üblichen Fragen, die sich fast jeder im Laufe seines Lebens immer wieder zu stellen hat. Also alles beim Alten, nur keine Panik. Für das Thema Urlaub tun sich aber neue Fragen auf, beispielsweise welche Fluggesellschaften und Hotels überleben den COVID-19 Vorfall. Die wirtschaftliche Sterblichkeit wird in der Tat sehr hoch ausfallen.


Nach Fuerteventura werden als erstes die Fuerte Enthusiasten zurück kehren. Besonders angesagt ist bei ihnen unter anderem El Cotillo. Dort werden sie dann nicht mehr zwei sondern nur noch ein Hotel vorfinden. Das „Laif“ Hotel wird, so sich nicht noch etwas ändert, seine Tore nicht mehr öffnen. Nicht mangels Erfolgt, mehr liegt es an den wenig glücklichen Händen der Immobilieneigentümer. Ob sie sich nur dieses mal nicht in die Finger geschnitten haben. Einen neuen Betreiber zu finden, wird derzeit eine Herausforderung werden. So setzt sich die Geschichte des Hauses nahtlos fort. Erst liess es Tom, der es als „Marea Viva“ führte, dann Kai und Pilar, die es als „Soul Surfer“ betrieben und nun scheint auch das „Laif“ Geschichte zu sein. Schade, denn jeder Betreiber führte das Haus immer sehr engagiert mit seiner eigenen persönlichen Note. Für viele war das Haus seit Jahren ihr zu Hause in El Cotillo. Sunnyfuerte berichtet, wie es weiter gehen wird.


Somit biete sich in El Cotillo nur noch der Massentourismus Betrieb „Cotillo Beach“ als Hotel an. Wer der Typ dafür ist, auch ok. Für alle anderen heisst es rechtzeitig zu recherchieren, welche Privatquartiere zu haben sind, denn die wenigen schönen werden bald weg sein. Ähnlich wird es sich mit den Flügen darstellen. Ein geringes Angebot wird auf grosse Nachfrage stossen. Nein, weder sterben wir alle bis zum September, noch sind bis dahin alle finanziell ruiniert. Auf nach Fuerteventura, im Herbst – one life, live it!


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